Fußball: Pfalzdorf kann weiter auf Aufstieg hoffen

Fußball : Pfalzdorf kann weiter auf Aufstieg hoffen

Fußball-Kreisliga A Kleve-Geldern: Erst am letzten Spieltag steht fest, ob Straelens Reserve oder Alemannia Pfalzdorf in die Bezirksliga aufsteigt.

Das Duell um den zweiten Aufstiegsplatz in die Bezirksliga wird erst am letzten Spieltag der Kreisliga A entschieden. Denn auch gestern konnten die Reserve des SV Straelen und Alemannia Pfalzdorf ihre Partien für sich entscheiden. Ihre letzte Chance, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen, nutzte Union Wetten mit einem Auswärtssieg bei Viktoria Winnekendonk.

Arminia Kapellen-Hamb – Blau-Weiß Herongen 1:1 (0:0). „Das war ein Meisterschaftsspiel mit Freundschaftsspielcharakter“, sagte Arminia Co-Trainer Frank Käter im Anschluss an das 1:1-Unentschieden gegen den SV Herongen. Dessen Co-Trainer Andreas Pasch resümierte: „Lauer Sommerkick beschreibt das Ganze ziemlich gut. Das Remis ist gerecht.“ Kapellens Thomas van de Loo hatte seine Farben mit 1:0 in Front gebracht. Simon Ewald sorgte in Spielminute 85 für den späten Ausgleich.

Grün-Weiß Vernum – SV Straelen II 1:3 (1:2). Mehr Mühe als erwartet hatte die Straelener Reserve in Vernum. Nicht unverdient fiel nach 41. Minuten auch die Führung für Grün-Weiß durch Philipp Stutzinger. Allerdings schlugen die Gäste sofort zurück und Jasper Löffelsand stellte mit einem Doppelpack (42., 43.) den Halbzeitstand her. In Durchgang zwei fand Straelen etwas besser in die Partie, den 3:1-Endstand markierte Julian Suaterna in Minute 82. „Mit der Leistung der Mannschaft bin ich sehr zufrieden, mit dem Ergebnis nicht“, resümierte Vernums Trainer Sascha Heigl. „Respekt vor der Leistung des Gegners, aber wir haben es auch über weite Strecken nicht gut gemacht. Am Ende zählen die drei Punkte“, analysierte Straelens Coach Friedel Baumann.

Uedemer SV – Siegfried Materborn 5:1 (1:0). Drei Tore durch David van Rennings (41., 55., 68.) sowie Treffer von Stefan Graß (65.) und Özkan Demirli (74.) waren die Ausbeute der Gastgeber gegen die als Absteiger feststehenden Materborner. Auf deren Seite traf Lukas Limper (46.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich. „Die ersten 45 Minuten waren von uns nicht gut. Nach dem Seitenwechsel haben wir es dann besser, weil auch konsequenter gemacht“, freute sich Uedems Martin Würzler. „Mit Halbzeit eins bin ich zufrieden. Nach hinten raus hat Uedem das Spiel an sich gezogen und auch verdient gewonnen“, erklärte Materborns Trainer Ingo Pauls, der anstelle seines etatmäßigen Keepers einen Feldspieler im Tor aufbieten musste.

SV Donsbrüggen – Alemannia Pfalzdorf 1:4 (0:1). Lange stand es 0:0, dann schoss Alemannen-Akteur Henning Hans scharf von rechts und SVD-Verteidiger Dennis Lohmann bugsierte die Kugel mit der Brust ins eigene Tor. In der Folge schraubten Dominik van Baal, Martin Koenen und Christian Ploenes das Ergebnis hoch auf 4:0, ehe Donsbrüggens Lars Nakotte in der 79. Minute den Ehrentreffer erzielte. „Der Sieg ist verdient, bei solchen gravierenden individuellen Fehlern ist es schwer, ein Spiel überhaupt positiv zu gestalten“, meinte Christian Roeskens, Trainer der Platzherren. Für die Pfalzdorfer geht es am letzten Spieltag noch um den Aufstieg. „Wir haben verdient gewonnen, nun blicken wir auf das Herzschlagfinale am kommenden Wochenende“, so Coach Thomas Erkens.

Blau-Weiß Auwel-Holt – SGE Bedburg-Hau II 4:3 (1:0). Nach zehn sieglosen Partien konnte Blau-Weiß Auwel-Holt endlich wieder einen Sieg einfahren. Markus Alsters (43., 70.) und Chris Beterams (61.) brachten die Gastgeber mit 3:0 in Führung. Den Anschlusstreffer für die weiter stark abstiegsbedrohten Gäste erzielte Florian Ricken in Minute 72. Auwel-Holts Fabian Heghmans baute 120 Sekunden später die Führung wieder aus. Die Gäste zeigten weiterhin Moral, doch reichten die Treffer von Alpha Bah (84.) und Matthias Rausch (88.) am Ende nicht. „Wir sind alle sehr erleichtert“, freute sich Auwel-Holts Trainer Lars Allofs über das Ende der langen Durststrecke. „Wir sind leider erst zu spät wach geworden“, ärgerte sich SGE-Coach Ansgar Nießen über die Niederlage.

Viktoria Winnekendonk – Union Wetten 0:1 (0:1). Im Abstiegsduell zwischen Winnekendonk und Wetten zog die Elf vom scheidenden Marcel Lemmen das glücklichere Los. Jannik Hornbergs traf nach zehn Minuten ins Tor der Gastgeber und sicherte damit Lemmen bei seinem letzten Spiel als Trainer der Union den Klassenerhalt. „Wir waren defensiv aufgestellt und haben nach einem Konter das 1:0 erzielt. Wido hatte zum Schluss noch gute Möglichkeiten auf den Ausgleich, doch wenn man die Klasse hält, ist das alles Schall und Rauch.“ Viktoria Co-Trainer Felix Naber konstatierte nüchtern: „Wetten hat sich nach 90 Minuten Antifußball als die glücklichere Mannschaft erwiesen.“

Sturm Wissel – SV Sevelen 4:0 (1:0). Zu hoch fiel der Sieg der Gastgeber über den SV Sevelen am Ende aus, darüber waren sich beide Trainer nach dem Spiel einig. Die Gäste versäumten es, ihre Großchance zur Führung zu nutzten. Wissel war konsequenter und ging durch Maximilian Jansen nach 39. Minuten in Führung. Eine vorentscheiden Rolle spielte dann der Unparteiische, als er nach 67. Minuten eine umstrittene Rote Karte gegen Sevelens Markus Backus zeigte.

In der Folge nutzte Wissel den Platz und traf durch Ruben Thul (78.), erneut Janssen (86.) und Felix Voetmann (89.) zum Endstand. „Wir haben uns mit einer guten Leistung von unseren Zuschauern verabschiedet“, freute sich Marco Schacht über den Heimsieg. „Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider“, erklärte sein Gegenüber Gunnar Gierschner.

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