Fußball-Oberliga 1. FC Kleve verschafft sich Luft im Keller

Kleve · Die Mannschaft setzt sich verdient mit 3:1 beim direkten Konkurrenten Sportfreunde Hamborn 07 durch und klettert auf Tabellenplatz elf. In einer hitzigen Partie muss Stürmer Danny Rankl mit einer Gehirnerschütterung vom Platz.

 Nathnael Scheffler (rechts) erzielte beim wichtigen Sieg des 1. FC Kleve bei einem der Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt kurz nach der Pause den Treffer zum 2:0.

Nathnael Scheffler (rechts) erzielte beim wichtigen Sieg des 1. FC Kleve bei einem der Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt kurz nach der Pause den Treffer zum 2:0.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Der Fußball-Oberligist 1. FC Kleve hat im Kampf um den Klassenerhalt gegen die Sportfreunde Hamborn 07 einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Das Team von Trainer Umut Akpinar setzte sich mit 3:1 (1:0) durch. Die Klever Torschützen waren Danny Rankl, Nathnael Scheffler und Pascal Hühner. Durch den Erfolg rücken die Klever in der Tabelle auf Platz elf vor, der Vorsprung vor den Abstiegsplätzen beträgt nun drei Zähler.

„Wir wussten genau, was auf uns zukommen würde. Hamborn hat ein positiv verrücktes Umfeld. Daher war es über 100 Minuten ein sehr intensives Spiel. Allerdings haben wir verdient gewonnen“, sagte Kleves Trainer Umut Akpinar, der auf Kai Robin Schneider, Sezai Kezer und Luca Thuyl verzichten musste. Als Außenverteidiger lief stattdessen Mike Terfloth auf, Youngster Diwan Duyar wurde in der Offensive aufgeboten.

Von Anfang an waren die Gäste auf dem Duisburger Kunstrasenplatz dominant. Niklas Klein-Wiele (15.) näherte sich aus spitzem Winkel der Führung an. Besser machte es Stürmer Danny Rankl (30.), der nach Vorarbeit von Pascal Hühner per Direktabnahme für das 1:0 sorgte. Im Gegenzug verpasste Pascal Spors (33.) den Ausgleich nur knapp. Der Klever Torschütze musste allerdings früh ausgewechselt werden, weil er den Ellenbogen eines Gegenspielers ins Gesicht bekommen hatte – Rankl zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Entsprechend geahndet wurde das Foul allerdings nicht. Für den Routinier kam Neuzugang Hasan Akcakaya in die Partie, der kurz vor dem Seitenwechsel beinahe für das 2:0 gesorgt hätte. Diwan Duyar (45.) traf zudem den Pfosten.

„Meiner Mannschaft wurde heute alles abverlangt. Aber ich muss den Jungs ein großes Kompliment machen. Sie haben wieder das Gesicht gezeigt, das wir sehen wollen und das sich auch in der Vorbereitung bereits angedeutet hatte“, so Akpinar. Der Coach lobte vor allem die Mentalität seines Teams. „Wir haben die Zweikämpfe voll angenommen. Es war sehr deutlich, dass wir drei Punkte holen wollten“, sagte Akpinar nach dem Schlusspfiff

In den ersten Minuten des zweiten Durchgangs tat sich der 1. FC Kleve zunächst schwer. Die Schwarz-Gelben waren bemüht, zu selten aber kreierten die Hamborner Torgefahr. Im Gegenzug agierten die Gäste kaltschnäuzig. Nach sehenswerter Vorarbeit von Frederik Meurs traf Nathnael Scheffler (52.) zum 2:0. Die Hamborner drückten in der Folge auf den Anschlusstreffer. So musste Ahmet Taner gleich zwei Mal stark parieren, ehe der Keeper in der 60. Minute dann doch machtlos war. Nach einem langen Ball marschierte Hamborns Stürmer Kevin Menke in den Strafraum und schob souverän ein. „Auf die beiden Zielspieler Kevin Menke und Pascal Spors hatten wir im Vorfeld hingewiesen, da steht richtig Qualität auf dem Platz“, so Akpinar.

So kam es zu einer hitzigen Schlussphase. Die besten Chancen aber hatte weiter der 1. FC Kleve. Hasan Akcakaya (70.) hätte für die Entscheidung sorgen können, auch Nedzad Dragovic (77.) war nah dran. Julius Ufer (83.) hätte auf der anderen Seite beinahe zum Ausgleich geköpft. Der Schiedsrichter ließ zehn Minuten nachspielen — und die Gastgeber drückten schlussendlich nochmal auf den Ausgleich. So ergaben sich Räume, die Klever setzten immer wieder zu Kontern an. In der zehnten Minute der Nachspielzeit machte Pascal Hühner dann alles klar, die Erleichterung im Lager der Rot-Blauen war groß.

„Der Sieg geht in Ordnung, meine Mannschaft hat heute eine richtig starke Leistung gezeigt. Die Intensität war sehr hoch“, so Akpinar, der allerdings einen weiteren Wermutstropfen hinnehmen musste.

Kurz vor dem Schluss ging auch der Klever Abwehrchef Dragovic verletzt vom Platz, für ihn kam Folarin Williams in die Partie. Ob und wie lange die Ausgewechselten ausfallen, ist allerdings noch unklar. Am kommenden Sonntag, 15 Uhr, sind die Klever wieder in der heimischen Eroglu-Arena gefordert. Dann geht es gegen den Tabellendritten Germania Ratingen 04/19.