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Oberliga: Die Kaderplanung des 1. FC Kleve im Überblick

Fußball-Oberliga : Die Achse des 1. FC Kleve steht

Der Fußball-Oberligist hat bereits mit mehreren Leistungsträgern verlängert. Auch bei Andre Trienenjost sind die Verantwortlichen zuversichtlich. Leslie Rume wechselt zu Fichte Lintfort. Mit weiteren Spielern stehen Gespräche aus.

Der Fußball-Oberligist 1. FC Kleve ist auf bestem Wege zum Ziel Klassenerhalt. Die Mannschaft von Trainer Umut Akpinar steht mit 13 Punkten Vorsprung vor einem Abstiegsplatz auf Tabellenplatz elf. So herrscht Planungssicherheit für die kommende Spielzeit. Brechen die Rot-Blauen sportlich nicht ein, wird im Bresserberg-Stadion auch in der Saison 2020/2021 Fußball der fünfthöchsten deutschen Spielklasse geboten. Wenig verwunderlich also, dass bereits Bewegung in die Kaderplanung gekommen ist. Wir geben einen Überblick.

Torhüter Die sportliche Führung des 1. FC Kleve um Christoph Thyssen und Hans Noy hat mit ihren Schlussmännern Ahmet Taner und Andre Barth bereits verlängert. Taner hütet seit drei Jahren das Klever Tor und ist ein wichtiger Rückhalt der Akpinar-Elf. Er spielt auch nun wieder eine starke Serie. Mit Barth hat Taner einen zuverlässigen Ersatztorwart an seiner Seite.

Abwehr Als einer der ersten Kicker hat Abwehr-Chef Nedzad Dragovic beim Oberligisten verlängert. Für die Mannschaft ist das ein wichtiges Signal. Immerhin ist „Opa“ Dragovic einer der Leistungsträger schlechthin. Auch Linksverteidiger Sezai Kezer wird beim FC bleiben. Das 19-jährige Eigengewächs hat eine steile Entwicklung vollzogen. Seit dem 11. Spieltag vertritt er den bis zuletzt verletzten Nils Hermsen und avancierte zu einer wichtigen Stütze. Körperlich robust und mit viel Offensivdrang stellte er auch defensive Anfälligkeiten, die er im vergangenen Jahr noch regelmäßig zeigte, ab. Weitere Defensiv-Akteure haben ihr Ja-Wort noch nicht gegeben.

Bei Sebastian van Brakel, der für den Rest der Saison verletzt ausfällt, verdichten sich jedoch die Anzeichen, dass er bleibt. Nils Hermsen, der im Sommer vom Landesligisten SV Hönnepel-Niedermörmter an den Bresserberg wechselte, überzeugte nicht immer. Er hat noch nicht verlängert. Anders sieht’s bei Kai Robin Schneider aus, der auf der rechten Seite zur Startelf gehört. Bei dem 23-Jährigen ist noch offen, wohin ihn sein Studium führt. Klar ist aber: Die Rot-Blauen würden Schneider gerne halten. Innenverteidiger Leslie Rume wird zum Landesligisten TuS Fichte Lintfort wechseln.

Mittelfeld Spielführer Fabio Forster, Tim Haal und Mike Terfloth bleiben beim Fusionsklub. Gleiches wird auch bei Pascal Hühner erwartet, perfekt ist’s allerdings noch nicht. Marvin Ehis und Luca Plum werden ebenfalls mit Fichte Lintfort in Verbindung gebracht. Doch auch Gespräche mit dem 1. FC Kleve stehen noch aus.

Angriff Kleves Angreifer Levon Kürkciyan wird, so viel steht fest, den Verein verlassen und zu seinem Heimatklub Viktoria Goch zurückkehren. Dort wird der Armenier künftig Bezirksliga-Fußball spielen. Mit Ali Hassan Hammoud stehen Gespräche aus. Niklas Klein-Wiele und Sebastian Santana haben ihre Arbeitspapiere ausgedehnt. Offen ist noch die Personalie Andre Trienenjost. Der 30-Jährige fällt seit Monaten ob einer Knieverletzung aus. Zu Beginn der Spielzeit bewies Trienenjost, allerhöchsten Oberliga-Ansprüchen zu genügen. In acht Begegnungen traf er sechs Mal. Mit dem Stürmer laufen die Gespräche. Beim 1. FC geht man davon aus, den Ex-Sonsbecker von einem Verbleib überzeugen zu können.

Nachwuchs In den vergangenen Jahren haben die Rot-Blauen immer wieder erklärt, alles daran setzen zu wollen, Kicker aus der eigenen Jugend in den Oberliga-Kader integrieren zu wollen. Umut Akpinar hat Wort gehalten und lässt regelmäßig A-Jugendliche mittrainieren. Jüngst waren Marten Albrecht und Leander Derksen dabei. Dass der Sprung in die Erstvertretung schaffbar ist, beweist Sezai Kezer. Nachwuchskicker Christian Emmers bleibt. Mit Torwart Bjarne Janßen, Mittelfeldspieler Nathnael Scheffler und Außenbahn-Akteur Tim-Maxim Harwardt folgen Verhandlungen. Letzterer machte in der vergangenen Saison mit vielversprechenden Auftritten auf sich aufmerksam. Allerdings wurde Harwardt zuletzt immer wieder von teils schweren Verletzungen zurückgeworfen.

Perspektive Noch sind keine Neuverpflichtungen offiziell. Allerdings befinde man sich in aussichtsreichen Gesprächen, heißt es vom 1. FC Kleve. Auf dem Spielermarkt haben die Rot-Blauen mit einem geographischen Problem zu kämpfen. Die Landkarte der Oberliga Niederrhein offenbart: Der Bresserberg-Klub liegt weit entfernt vom Fußball-Epizentrum rund um Düsseldorf und Essen. Aufgrund der langen Anfahrt ist es häufig eine große Herausforderung, Kicker in den Kreis Kleve zu locken. Schließlich verfügt der Verein längst nicht über die finanziellen Mittel eines SV Straelen. Gleichzeitig wird die familiäre Atmosphäre im Klub geschätzt, die Mannschaft gilt als intakt – ein klarer Standortvorteil. So dürfte der 1. FC Kleve auch in der kommenden Spielzeit ein schlagkräftiges Aufgebot stellen.