Oberliga: Der 1. FC Kleve reist zum VfB Hilden

Fußball-Oberliga : Rot-Blaue lechzen nach Punkten

Fußball-Oberliga: VfB Hilden - 1. FC Kleve (Sonntag, 15 Uhr). Kleves Kapitän Fabio Forster ist nach dem Fehlstart dennoch optimistisch. Personell sind die Rot-Blauen gut aufgestellt.

Kleve Drei Niederlagen, sechs Gegentore, nur ein eigener Treffer – der Start des 1. FC Kleve in die neue Spielzeit ging mächtig in die Hose. Zur Wahrheit aber gehört: Die Begegnungen gegen den FC Kray, den 1. FC Monheim und Germania Ratingen fanden allesamt innerhalb einer Woche statt. Wenig Zeit also für Trainer Umut Akpinar und seine Kollegen, Neujustierungen und nachhaltige Korrekturen vorzunehmen. Nun aber hatten die Rot-Blauen eine Woche Verschnaufpause. „Wir hatten Zeit, haben gut trainiert und das letzte Spiel gegen Ratingen aufgearbeitet“, sagt Akpinar. Seine Kicker hatten vor heimischem Publikum nach gutem Beginn innerhalb weniger Minuten 0:2 zurücklegen. Trotz Überzahl im zweiten Durchgang gelang nicht einmal mehr der Anschlusstreffer. Nun also sollten auswärts beim VfB Hilden Punkte her, bevor der Geist des „verflixten zweiten Jahres“ seine Kraft am Bresserberg entfalten kann.

Die Hilderner Männer von der Hoffeldstraße haben einen sehr wechselhaften Saisonstart hingelegt: Erst ein hart erkämpftes Remis gegen den 1. FC Monheim, dann eine bittere Klatsche in Ratingen und schließlich der 5:1-Husarenritt bei den Sportfreunden Baumberg. „Kleve gehört im Kampf um den Klassenerhalt zu unseren Konkurrenten. Unser Ziel ist also ein Sieg, damit sieben Punkte zwischen uns liegen“, sagt VfB-Trainer Marc Bach im Gespräch mit der Redaktion der Rheinischen Post in Mettmann. Der Übungsleiter charakterisiert die Bresserberg-Elf als „extrem robust“ und „mit körperlicher Höhe“ ausgestattet. „Für einen Aufsteiger ist das zweite Jahr in der Liga immer das schwerste. Wir erwarten eine Mannschaft, die bei uns den Bock umstoßen will“, sagt der 41-Jährige weiter.

Dieser Einschätzung kann sich FC-Kapitän Fabio Forster anschließen. Zuletzt kreierte seine Mannschaft gegen Ratingen deutlich zu wenig Torgefahr, zudem agierte die Hintermannschaft des Fusionsklub-Aufgebots bei den Gegentoren blauäugig. Verbesserungspotential also gibt es reichlich. Auch bei Leistungsträger Fabio Forster selbst, der sich aus dem engmaschigen Pressing der Ratinger zu keinem Zeitpunkt nachhaltig hat befreien können. „Wir haben keinen guten Start hingelegt. Aber wir wissen, woran´s liegt. Nicht gegen jeden Gegner hätten wir verlieren müssen. Die entsprechenden Veränderungen werden wir vornehmen“, sagt Forster.

Und dennoch: Hilden schätze er als einen sehr starken, selbstbewussten Kontrahenten ein, der auf dem „engen Kunstrasenplatz“ in Hilden besonders unangenehm sei. Allerdings stimme ihn die Erfahrung aus dem vergangenen Jahr zuversichtlich: „Schon da hatten wir mal vier Niederlagen am Stück und haben uns herausgekämpft.“ Ein Blick auf die Fakten: Tatsächlich fuhr der FC im März beziehungsweise April dieses Jahres vier Spieltage lang keinen Punkt ein. Danach aber folgte der Befreiungsschlag: 4:0 deklassierte die Akpinar-Elf damals den SC Düsseldorf-West.