Oberliga: Der 1. FC Kleve empfängt Germania Ratingen

Fußball-Oberliga : Die Rot-Blauen unter Zugzwang

Fußball-Oberliga: 1. FC Kleve - Germania Ratingen 04/19 (So., 15 Uhr). Die Rot-Blauen haben einen Fehlstart hingelegt. Nun wartet der nächste starke Gegner. Verteidiger Sebastian van Brakel steht wieder zur Verfügung.

Fortschritte waren erkennbar, darüber sind sich die Verantwortlichen des Oberliga-Aufgebots des 1. FC Kleve unisono einig. Bei der 1:2-Niederlage am Mittwochabend gegen den 1. FC Monheim agierten die Rot-Blauen lange Zeit auf Augenhöhe, gingen durch Andre Trienenhost in Führung. Zumindest spielerisch ist damit der Totalausfall des Auftaktspiels gegen den FC Kray abgehakt. „Wir haben wirklich gut gespielt, damit bin ich zufrieden. Die Jungs haben wieder das Spiel gezeigt, für das wir stehen wollen“, sagt Umut Akpinar, Trainer der Bresserberg-Elf. Ihm zu Folge seien der Mannschaft nur zwei kapitale Schläfrigkeiten innerhalb weniger Minuten teuer zu stehen gekommen, die die Monheimer zum Doppelschlag ausnutzen. „Das müssen wir abstellen“, sagt Akpinar.

Nun also geht es am Sonntagnachmittag gegen Germania Ratingen. Es gilt, die ersten Punkte einzufahren. Für einige Klever Kicker kommt es dabei zu einem ganz besonderen Wiedersehen. Bei den Ratingern steht nämlich Georg Mewes als sportlicher Leiter unter Vertrag. Der 70-Jährige prägte knapp ein Jahrzehnt lang als Trainer den SV Hönnepel-Niedermörmter und betreute dort unter anderem Niklas Klein-Wiele, Fabio Forster, Nedzad Dragovic, Mike Terfloth und Andre Trienenjost, die mittlerweile in der Getec-Arena auflaufen. „Andre Trienenjost hat mir schon eine Nachricht geschrieben, ob ich denn am Sonntag in Kleve auch dabei wäre. Natürlich bin ich vor Ort. Immerhin habe ich ja fast alle Klever Spieler mal trainiert, nur Tim Haal und den Torwart nicht. Ich freue mich sehr, die Jungs wiederzusehen“, sagt Georg Mewes. Beim Aufeinandertreffen im vergangenen Jahr musste Mewes ob seiner Tätigkeit beim DFB passen, nun aber findet das Wiedersehen alter Bekannter statt.

Seine Mannschaft startete durchwachsen in die neue Spielzeit. Zum Auftakt verlor die Germania krachend mit 0:4 gegen die Sportfreunde Baumberg, zuletzt gelang ein 5:2-Sieg gegen den VfB Hilden. „Der Saisonstart hatte für uns Licht und Schatten. In diesem Jahr wollen wir eine gute Saison spielen. Zudem werden wir viele junge Spieler in die Mannschaft integrieren, da brauchen wir auch Geduld“, sagt Mewes. In Kleve erwarte er einen „sehr guten Gegner“, der seine Stärken im aggressiven Pressing und einer mitreißenden Motivation habe. „Der FC ist nicht gut gestartet. Und bei der dritten Niederlage läufst du der ganzen Tombola schnell hinterher. Daher werden sie alles in die Partie werfen“, sagt er weiter.

Personell gehen die Klever dem Wochenende zuversichtlich entgegen. Innenverteidiger Sebastian van Brakel, der unter der Woche berufsbedingt passen musste, steht wieder zur Verfügung. Hinter Abwehrchef Nedzad Dragovic aber stehen Fragezeichen, er hatte sich gegen Monheim wehgetan. In der Rheinstadt starteten in vorderster Front Andre Trienenjost und Ali Hassan Hammoud. Der Erstere erzielte, wenn auch glücklich, sein erstes Tor. Eine Flanke verunglückte ins Monheimer Tor. Hammoud inszenierte sich wiederum als ballsicherer Angreifer, der das Team bereichern kann. Und dennoch: Trotz schwacher Premierenpartie dürfte Levon Kürkciyan wieder in die Startformation zurückkehren.

Eine erfolgreiche Begegnung wäre für die Schwanenstädter auch mit Blick auf den Spielplan wichtig. Immerhin stehen nach dem Wochenende mit dem VfB Hilden und den Sportfreunden Baumberg zwei schwere Partien in der Fremde auf dem Programm. Erst dann kommt mit Union Nettetal ein Gegner, der dem Namen und den bisher gezeigten Leistungen nach mit der oberen Tabellenregion nichts zu tun haben wird.

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