Oberliga: Der 1. FC Kleve besiegt TuRU Düsseldorf mit 3:0

Fußball-Oberliga : Der FC eine Klasse zu stark für den Dino

Fußball-Oberliga: 1. FC Kleve - TuRU Düsseldorf 3:0 (0:0). Pascal Hühner bringt die Rot-Blauen auf die Siegerstraße, Kleves Trainer Umut Akpinar spricht von einer „coolen Vorstellung“ seiner Mannschaft.

Die Kicker des Oberligisten 1. FC Kleve setzten an einem verregneten Sonntagnachmittag ein mächtiges Ausrufezeichen an die Konkurrenz: Die Rot-Blauen sind in der Lage, auch namhafte Konkurrenten wie den Liga-“Dino“ Turn- und Rasensport Union Düsseldorf mit dem FC-originären Vollgas-Pressingfußball vor schier unlösbare Herausforderungen zu stellen. Über die gesamte Spieldauer hinweg war die Mannschaft von Trainer Umut Akpinar in der Getec-Arena die bessere, drei Treffer in der zweiten Halbzeit bescherten den verdienten Lohn. „Das war komplett über 90 Minuten ein cooler Auftritt, ich bin sehr zufrieden mit den Jungs“, sagt Akpinar. Durch den sechsten Sieg in der achten Partie schieben sich die Klever auf Tabellenplatz zehn vor.

Dabei hatten die FC-Verantwortlichen auf einen Spieler verzichten müssen, der in den vergangenen Wochen immer wieder zu Glanzleistungen angesetzt hatte: Tim Haal. Der Mittelfeldspieler lief schon gegen den TSV Meerbusch erkrankt auf, nun erhielt er von seinem Arzt ein absolutes Sportverbot und konnte nur auf der Tribüne Platz nehmen. So beorderte Akpinar durchaus überraschend Luca Plum an die Seite von FC-Spielführer Fabio Forster. Der 23-Jährige, im Sommer vom Landesligisten SV Hö.-Nie. gekommen, feierte gegen TuRU nicht nur sein Liga-Startelfdebüt, sondern präsentierte sich auch als agiler Spielantreiber.

Von Beginn an dominierten die Klever die Partie. Den ersten Warnschuss feuerte Angreifer Levon Kürkciyan ab, der nach zwanzig Minuten über die Torauslinie in den Strafraum eingedrungen war. Der Winkel aber war zu spitz für einen gefährlichen Abschluss des Armeniers. Pascal Hühner (34.) zog aussichtsreich mit Ball ins Zentrum, sein Schuss aber flog wenige Zentimeter übers Tor. Zwar präsentierten die Rot-Blauen in der ersten, eher biederen Halbzeit die bessere Spielanlage, hochkarätige Torchancen aber entsprangen dieser kaum. „Wir sind in den ersten 45 Minuten immer an 85, 90 Prozent hängengeblieben, was das letzte Viertel angeht. Da kam der letzte Ball nicht, wir haben zu viele zu komplizierte Entscheidungen getroffen“, blickt FC-Trainer Akpinar zurück. Kürkciyan war es, der nach 44 Zeigerumdrehungen nochmals für Unruhe im TuRU-Strafraum sorgte. Mike Terfloth hatte ihn im Strafraum bedient, sein Schuss aber flog um Haaresbreite am Tor vorbei.

Munterer wurde die Begegnung nach dem Seitenwechsel. Düsseldorfs Takumi Yanagisawa (50.) verpasste die Führung nur knapp. In der Folge aber erspielten sich die Bresserberg-Kicker eine drückende Feldüberlegenheit, die sie nach 70 Minuten in Zählbares umwandelten: Mike Terfloth hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und im Zentrum Pascal Hühner angespielt, der von der Strafraumkante aus mit viel Gefühl flach ins linke Eck abschloss. Hühner war es auch, der wenig später jenen Eckball in den Strafraum schlug, den Innenverteidiger Nedzad Dragovic mit einem satten Kopfball zum 2:0 verwandelte.

Binnen weniger Minuten hatten die Rot-Blauen für die Entscheidung gesorgt. Erneut war es dann TuRU-Stürmer Yanagisawa (87.), der für Gefahr im Klever Strafraum sorgte. Er hatte sich durch den Defensivverbund um Dragovic gespielt und tauchte frei vor Schlussmann Ahmet Taner auf. Taner aber konnte dem Schuss des Japaners gerade noch seinen Arm entgegenhalten. Der Schlusspunkt oblag wiederum den Gastgebern: Dano Evrard, der etatmäßig für die Reserve kickt, marschierte über die linke Außenbahn und flankte ins Zentrum, wo der eingewechselte Ali Hassan Hammoud den Ball sehenswert mit der Brust annahm und per Volley zum 3:0-Endstand abschloss. „Wir haben kaum etwas zugelassen. Es war klar, dass wir uns gegen TuRU mit viel Geduld durchbohren müssten, doch unseren Plan haben wir sehr gut umgesetzt“, sagt Akpinar.