Nur nicht wieder Abstiegskampf

Nach Zitterpartien in den letzten beiden Spielzeiten möchte die Reserve der Gocher Viktoria in der anstehenden Spielzeit in ruhigeres Fahrwasser vordringen. Ein homogener Kader mit großem Teamgeist gibt Trainer Torsten Vöckel Anlass zur Hoffnung.

Erst ein Schlussspurt in der Rückrunde sicherte der Zweitvertretung der Gocher Viktoria in der Vorserie den Verbleib in der Kreisliga A, zur Winterpause war die Luft im Abstiegskampf noch ziemlich dünne gewesen. Ähnliche Szenarien gilt es nun in der anstehenden Saison mit einem ausgeglichenen, breiten Kader tunlichst zu vermeiden. "Wir wollen nur besser sein als in den letzten beiden Jahren.

Ein Platz zwischen 5 und 10 wäre super", definiert Torsten Vöckel das Saisonziel, der nach der Tätigkeit im Duett mit Guido Sonntag in dieser Spielzeit allein hauptverantwortlich ist für die Geschicke der Viktoria-Reserve. Da Vöckel weiterhin aber auch als Torgarant auf dem Platz zu finden sein wird, unterstützt ihn an der Seitenlinie Björn Breitenfeld als Co-Trainer. "Als Stürmer hat man das Spiel ja eher selten vor sich. Da ist eine vertraute Person am Spielfeldrand wichtig", erklärt Vöckel. Vertrauen, Mannschaftsgeist sowie die nötige Disziplin gepaart mit einer guten Schippe Spielspaß sind auch die Attribute, auf die Vöckel auf dem Spielfeld setzt.

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Kameradschaft

"In der Kreisliga lässt sich noch mit Kameradschaft der ein oder andere Punkt holen. Die Stimmung ist richtig gut. Wir haben keine Superstars im Team, sind von der namentlichen Besetzung auch nicht unbedingt stärker als im Vorjahr, aber die Harmonie ist dafür viel größer", sollen über mannschaftliche Geschlossenheit Erfolge eingefahren werden. Die Erwartungshaltung ist sicher zurückgegangen, von daher kann befreit aufgespielt werden.

"Aufgrund der namhaften Zugänge und dem Gewinn des Voba-Cups war im letzten Jahr der Druck groß. Statt durchzustarten folgte aber dann das Gegenteil", hofft Vöckel dieses Mal insbesondere auf einen besseren Saisonstart. Das Verletzungspech, das den Weberstädtern im Vorjahr maßgeblich zu schaffen machte, ist aber schon wieder Thema. Mit Sebastian Hoyer (Bandscheibe) fällt ein wichtiger Akteur im Defensivverbund langfristig aus, wodurch die ohnehin dünne Personaldecke in der Abwehr strapaziert wird.

Improvisieren

"Da müssen wir notfalls improvisieren", erklärt Vöckel, der die Stärken seines Kaders hingegen in einer gut und breit aufgestellten Offensive sieht. Hier sollen auch die drei Zugänge vom Lokalrivalen Concordia und der Ex-Kervenheimer Sebastian Müller als Spielgestalter eine tragende Rolle spielen. In den bisherigen Testspielen waren schon gute Ansätze zu erkennen, die es bis zum Saisonstart am 20.August beim TSV Wa./Wa II auszubauen gilt. Als Favoriten in der Liga macht Torsten Vöckel vor allem Alemannia Pfalzdorf und die DJK Labbeck/Uedemerbruch aus.

Sein eigenes Team soll wieder zu einer gefestigten Größe in der Kreisliga A werden. Schließlich betont Vöckel, dass der Verein sich verstärkt als Gesamtverein wahrnehmen muss und der Reserve eine wichtige Rolle als Durchgangsstation für die Jugend zukommt. Bezüglich der Verzahnung mit der ersten Mannschaft freut er sich auf die Korrespondenz mit deren neuem Coach Manfred Tebeck: "Wir sind da genau auf einer Wellenlänge und wollen uns gegenseitig unterstützen."

(RP)