1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve
  4. Sport Kleve und Goch

Niederrheinpokal: 1. FC Kleve gewinnt hitziges Duell gegen ESC Rellinghausen

Fußball : 1. FC Kleve gewinnt hitziges Pokal-Duell

Der Oberligist setzt sich im Niederrheinpokal mit 2:1 (1:1) beim Landesligisten ESC Rellinghausen durch. Drei Spieler werden vom Platz gestellt, darunter auch der Klever Frederik Meurs. Trainer Umut Akpinar nimmt ihn in Schutz.

Der Fußball-Oberligist 1. FC Kleve ist seiner Favoritenrolle in der zweiten Runde des Niederrheinpokals gerecht geworden. Das Team von Trainer Umut Akpinar siegte 2:1 (1:1) beim Landesligisten ESC Essen-Rellinghausen. „Wir haben es von Anfang an sehr gut gemacht und verdient gewonnen. Ganz kurz haben wir uns in der ersten Halbzeit von der hitzigen Stimmung anstecken lassen. Dass diese Stimmung aufkommen würde, haben wir aber vorher schon erwartet. Danach haben wir allerdings zügig wieder zu unserem Spiel gefunden und das Ding hier durchgezogen“, sagte Umut Akpinar.

Der Trainer musste personell im Vergleich zur Ligapartie gegen Teutonia St. Tönis am vergangenen Sonntag mächtig improvisieren. Ahmet Taner, Danny Rankl, Niklas Klein-Wiele und Kisolo Deo Biskup mussten verletzungs- oder krankheitsbedingt passen. Zudem fallen Luca Plum und Calvin Top langfristig aus. Zwischen den Pfosten stand – durchaus überraschend – Nachwuchskeeper Jonas Holzum. Zudem standen die Youngster Frederik Meurs, Younes Mouadden und Christian Emmers auf dem Feld. Sie trugen dazu bei, dass der 1. FC Kleve ambitioniert in die Partie startete.

  • Sind die Turnhallen in den Ferien
    Hallen-Sperrung in den Ferien : Klever Sportvereine sind weiter irritiert
  • Torhüter bei Fortuna : Die Nummer 1 ist nicht immer ein Statussymbol
  • Kölns Ellyes Skhiri (r.) feiert sein
    Pressing, Tore, Baumgart : So gut ist der neue 1. FC Köln

Für den ersten Höhepunkt auf der Essener Bezirkssportanlage sorgte jedoch der ESC Rellinghausen. Luca Thuyl lief nach zwölf Minuten frei auf Essens Torwart zu, als Bekir Durmus ihn unsanft zu Fall brachte. Der Schiedsrichter verortete das Foulspiel wenige Zentimeter außerhalb des Strafraums, Durmus aber sah die Rote Karte. So war der Weg zu einem entspannten Abend für die Klever geebnet zu sein – zumal Angreifer Younes Mouadden (21.) nach einem feinen Solo zur Führung traf.

Ab der 31. Minute kickte der Landesligist sogar nur noch mit neun Akteuren, weil Niklas Piljic nach zwei Fouls folgerichtig die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Pascal Hühner (43.) hätte für die Klever per Volley erhöhen können, doch Essens Torhüter Björn Heußen parierte stark. Kurz vor dem Seitenwechsel schien das Team von Umut Akpinar aber dann plötzlich kurzzeitig geistig abwesend zu sein. Außenverteidiger Frederik Meurs verschätzte sich im eigenen Strafraum völlig, wodurch Rellinghausens Eugen Pirogov (39.) aus wenigen Metern unhaltbar ins linke Eck zum 1:1 traf.

Wenig später trat der 19-jährige Frederik Meurs erneut prominent in Erscheinung, als er wegen unbeherrschten Nachtretens die Rote Karte sah. „Freddy ärgert sich jetzt selbst am meisten. Ich mache ihm aber keinen Vorwurf. Eine Rote Karte sieht jeder mal. Wir werden das nochmal in Ruhe unter vier Augen besprechen, aber es ist alles gut“, sagte der Klever Coach.

Der 1. FC Kleve aber agierte in der zweiten Halbzeit unter Flutlicht dominant, gefährliche Chancen spielte sich der ESC Rellinghausen kaum heraus. Luca Thuyl (62.) und Nedzad Dragovic (64.) versuchten es mit satten Schüssen aus der Distanz. Younes Mouadden (70.) hätte aus spitzem Winkel und kurzer Distanz treffen können.

Für die Klever Erlösung sorgte dann allerdings der Essener Paul Kötz. Maßgenau hatte Kai Robin Schneider den Ball ins Zentrum für Younes Mouadden vorgelegt. Doch ehe der Stürmer den Ball berühren konnte, hatte Kötz den Ball bereits ins eigene Tor gestolpert. So war die Entscheidung gefallen. Innenverteidiger Maxwell Bimpeh hätte kurz vor Spielende noch per Kopf erhöhen können.

„Gerade in der zweiten Halbzeit sind wir sehr dominant aufgetreten. Wir haben Ruhe in die Partie gebracht und das Spiel breit gemacht. Wir hatten dann genügend Chancen, zu treffen. So haben wir uns immer weiter angenähert, bis das 2:1 dann gefallen ist“, sagte Umut Akpinar nach dem Schlusspfiff. Er lobte insbesondere all jene Spieler, die sonst zuvorderst für die zweite Mannschaft in der Bezirksliga zum Einsatz kommen. „Sie trainieren unter der Woche bei uns mit. Daher hatten sie heute auch nur wenig Mühe, sich anzupassen“, sagte der Coach. Insbesondere Christian Emmers zeigte im zentralen Mittelfeld eine starke Vorstellung.

Am kommenden Sonntag, 15 Uhr, geht es für den 1. FC Kleve in der Oberliga weiter. Dann kommt TuRU Düsseldorf in die heimische Getec-Arena.