Niederrheinliga: VfR-Frauen besiegen den SV Heißen Mülheim

Frauenfußball-Niederrheinliga : VfR-Frauen feiern 4:2-Arbeitssieg in Mülheim-Heißen

Frauenfußball-Niederrheinliga: SV Heißen Mülheim a. d. Ruhr – VfR Warbeyen 2:4 (1:1).

Als Angreiferin Julia Hülsken in der 87. Minute zum erlösenden 4:2-Endstand traf, war der Sieg schließlich über die Ziellinie gebracht. In den 86 Minuten Spielzeit zuvor, boten die Gastgeber aus dem Mülheimer Stadtteil Heißen dem favorisierten VfR Warbeyen erstaunlich gut Paroli. In der achten Spielminute waren die Gäste durch Shirin Timmermann in Führung gegangen. Doch die Platzherren, die vor der Partei den elften von 14 Tabellenplätzen belegten, gaben nicht auf und kämpften sich zurück ins Spiel. Alina Salmon traf zum 1:1 und nach der Halbzeitpause erzielte Silvia Mrotzek die Heißener Führung – das Spiel war gedreht.

Aber auch das Team von Trainer Sandro Scuderi bewies Moral. Postwendend netzte die Niederländerin Megan Roemangoen zum Ausgleich, ehe die kurz zuvor eingewechselte Anna Schneider fünf Zeigerumdrehungen später das Spiel zum zweiten Mal an diesem Sonntagnachmittag drehte. In der Folge war Sandro Scuderi die Freude über den leidenschaftlichen Auftritt seiner Mannschaft sichtlich anzumerken. Zunächst sprach er jedoch seinen Respekt für die Leistung des Gegners aus. „Heißen hat deutlich besseren Fußball gespielt, als es die Tabellensituation vermuten lässt und hat uns vor Probleme gestellt“, sagte der Übungsleiter Scuderi im Gespräch mit unserer Redaktion.

Er fügt des Weiteren an: „Auf der anderen Seite war es schön zu sehen, wie wir damit umgegangen sind und immer wieder über Leidenschaft und Kampf in die Partie gefunden haben. Heute haben wir auf eine ganz tolle Weise bewiesen, dass wir nicht nur spielerisch, sondern auch kämpferisch überzeugen können. Am Ende war der Sieg ein wirklich hartes Stück Arbeit, doch genau das brauchten wir.“

VfR Warbeyen: Krüger – Hülsken, van der Windt, C. Rickes, Timmermann (76. Borgers), Giebels (60. S. Schneider), Z. Rickes, Roemangoen, Achten (60. Bruins), Kroon (60. A. Schneider), Grabbe