Tausende Teilnehmer und Zuschauer am Wisseler See Niederrhein Triathlon legt eine bühnenreife Performance hin

Kalkar · Die sechste Auflage des Großevents ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Veranstalter TriFUN Kleve sowie die vielen Helfergruppen und Sportler haben für beste Unterhaltung gesorgt. So haben die Protagonisten abgeschnitten.

So schön war der Niederrhein Triathlon N3T am Wisseler See​ in Kalkar
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So schön war der Niederrhein Triathlon am Wisseler See

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Foto: Nicholas Pawelke

Am Sonntag ist die sechste Auflage des Niederrhein Triathlons am Wisseler See über die Bühne gegangen – im wahrsten Sinne des Wortes über die Bühne. Denn die Organisatoren von TriFUN Kleve, die Sponsoren, darunter Mercedes Herbrand und die Sparkasse, sowie natürlich die rund 1100 Teilnehmer sorgten mit ihren Leistungen für eine mehr als gelungene Vorstellung. Die Protagonisten in der Einzelkritik.

Die Teilnehmer

Die Triathleten standen am Sonntag selbstverständlich im Fokus und übernahmen die Hauptrolle. Rund 1100 machten mit und sorgten für ein wahres Triathlon-Fest. Damit konnte die Bestmarke nach dem Anmeldeschluss (1047) durch Nachmeldungen noch einmal auf einen neuen Rekordwert gesteigert werden. Nicht nur Sportler aus der Umgebung waren dabei. Gefühlt war halb NRW zu Gast – kein Wunder, denn die Landes- und Verbandsligen machten ebenfalls Station am Wisseler See. Mit dabei war auch ein Quartett des Kölner Triathlon Teams, das in der Verbandsliga Süd startet. „Ich war schon im vergangenen Jahr dabei. Meine Kollegen sind erstmals in Wissel gestartet. Das ist eines der besten Rennen“, sagte Eric Roth. Thomas Adams ergänzte: „Das Schwimmen und Radfahren waren sehr gut. Nur das Laufen war anstrengend, weil der Untergrund ständig anders war. Mal war es sandig, mal mussten wir auf Kies laufen.“ Sein Teamkollege Abdechafi Messari stimmte zu: „Beim Laufen hatte ich leichte Krämpfe.“ Thorsten Ritter legte auf dem Rad „einen hohen Schritt vor“, wie er sagte. Die hohe Luftfeuchtigkeit nach dem morgendlichen Regen machte ihm am meisten zu schaffen. Trotz aller Strapazen hatten die Kölner im Ziel viel Spaß und lachten um die Wette.

 Die Radstrecke war komplett für den Verkehr gesperrt.

Die Radstrecke war komplett für den Verkehr gesperrt.

Foto: Nicholas Pawelke

49 Neulinge machten am Sonntag beim Schnuppertriathlon mit. Erstmals hatten die Organisatoren diese Distanz (200 Meter Schwimmen, zehn Kilometer Radfahren, 2,5 Kilometer Laufen) im Angebot, um Anfängern eine Möglichkeit zu bieten, sich an einen Triathlon heranzuwagen. Das Angebot kam gut an. Unter dem tosenden Applaus der Zuschauer drehten die Neulinge ihre Runden. Und für so manchen wird es nicht der letzte Triathlon gewesen sein.

Insgesamt sorgten die Athleten – auch die Jugendlichen, die morgens beim Nachwuchs-Cup im Regen gestartet waren – mit ihren guten Leistungen dafür, dass der Sonntag am Wisseler See zu einem spannenden und unterhaltsamen Event wurde.

Auch die Triathlon-Ligen machten Station am Wisseler See. Thorsten Ritter, Abdechafi Messari, Thomas Adams und Eric Roth (von links) vom Kölner Triathlon Team starteten in der Verbandsliga Süd. Im Ziel waren sie sich einig: Das Laufen war am anstrengendsten.

Auch die Triathlon-Ligen machten Station am Wisseler See. Thorsten Ritter, Abdechafi Messari, Thomas Adams und Eric Roth (von links) vom Kölner Triathlon Team starteten in der Verbandsliga Süd. Im Ziel waren sie sich einig: Das Laufen war am anstrengendsten.

Foto: Nicholas Pawelke

Die Bühne

Der Wisseler See, der Start- und Zielbereich am Ostufer direkt am Campingplatz sowie die Radstrecke waren von TriFun Kleve und den vielen Helfergruppen bestens präpariert worden. In der riesigen Wechselzone hatten die Macher eine organisatorische Meisterleistung vollbracht. Jeder Starter wusste genau, wo er seine persönliche Station hatte. Und falls nicht, sprangen die Helfer ein und zeigten den Unwissenden den Weg. Snackbuden und Sponsorenstände sorgten für Verpflegung und Unterhaltung.

Die Stimmung

Die Zuschauer – hauptsächlich Freunde, Bekannte und Familien der Teilnehmer – machten besonders im Start- und Zielbereich ordentlich Stimmung. Die Trommelgruppe „Cassamba Club“ aus Kleve und Nütterden hatte sich an der Laufstrecke postiert und heizte den Triathleten ein. „Wir sind zum ersten Mal hier. Es läuft echt gut. Die Leute gehen richtig mit“, sagte Trommler Carsten Booth. Zwölf Stücke hatte die Trommler-Kombo im Repertoire. So mancher Zuschauer tanzte mit. Selbst die etwas scheuen Fans ließen es sich nicht nehmen, mit dem Fuß zu wippen.

Die Organisatoren und Helfer

Die Mitglieder des veranstaltenden Vereins TriFUN Kleve waren in den vergangenen Wochen pausenlos im Einsatz, um das Großevent auf die Beine zu stellen. Viele Fäden liefen bei André Bors zusammen, der am Sonntagmorgen noch eine schlechte Nachricht erhalten hatte. Denn eine weitere Helfergruppe – zuvor war schon ein Helferteam abgesprungen – war nicht erschienen. „Wir mussten dann kurz jonglieren und die Lücke kompensieren. Das hat auch geklappt“, sagte er. Gegen Mittag, als die ersten Starts gelaufen waren, konnte Bors dann auch etwas durchatmen. „Die Veranstaltung ist jetzt im Flow“, sagte er. Und mit diesem Begriff traf er ins Schwarze. Beim Niederrhein Triathlon klappte alles wie am Schnürchen. „Wir haben tolles Feedback bekommen. Viele haben gesagt, dass auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt“, sagte Bors.

 Mitorganisator André Bors hatte am Sonntag viel zu tun.

Mitorganisator André Bors hatte am Sonntag viel zu tun.

Foto: Nicholas Pawelke

Sein Vereinskollege Jörg Barkei kümmerte sich am Sonntag mit Kollegen um die Sicherung der Radstrecke. Am Nachmittag half er am Info-Point mit. Er hatte eine kurze Nacht hinter sich. „Ich habe am Samstagabend das EM-Spiel Deutschland gegen Dänemark geschaut und bin erst um Mitternacht ins Bett gekommen“, sagte er. Um 4.30 Uhr klingelte dann auch schon sein Wecker. Um sechs Uhr morgens trafen sich die Mitglieder von TriFUN Kleve dann am Wisseler See. „Trotz der kurzen Nacht ist die Stimmung super“, sagte Barkei.

Großen Anteil an der Top-Performance hatten nicht nur die Mitglieder von TriFUN Kleve, sondern auch die vielen Helfergruppen aus Kalkar und Wissel. Alle wussten, was zu tun ist und sorgten für Sicherheit, Orientierung und Informationen. Das wurde auch von den Teilnehmern honoriert. Bei vielen Diskussionen im Zielbereich war zu hören, dass es nicht besser hätte laufen können.

Die Sieger

Die Olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) entschied Kenneth Warmuth (KTT01) in 2:14:42 Stunden vor Daniel Ossendorf (2:23:48) und Marius Schmidt (Tri Force Vital, 2:25:49). Beste Frau war Isabelle Hüsken (TRC Essen 84, 2:33:08), die im Gesamtklassement den vierten Rang belegte. Die schnellste Staffel bildeten Christoph Uphues, Arne Wolf und Lasse Cleusters. Unter den Namen Allround Triathlon Team belegten sie nach 2:24:58 Stunden Platz eins.

Die Volksdistanz (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) entschied Tyler Smuda vom SV Gladbeck 13 für sich. Er kam nach 1:07:06 Stunden als Erster ins Ziel. Zweiter wurde Christian Enters (Triathlon Team Düsseldorf, 1:08:34), Rang drei belegte Thorsten Schüler vom Styrumer TV in 1:13:11 Stunde. Schnellste Frau war Theresa Müller (AS Neukirchen-Vluyn). Sie belegte mit 1:18:06 Stunde den 18. Platz im Gesamtklassement. Schnellste Staffel über die Volksdistanz war das Team „Noch ein Kilomerta“. Lennard Merta, Luis Merta und Lukas Merta kamen nach 1:13:09 Stunden ins Ziel.

Schnellster Teilnehmer über die Schnupperdistanz (200 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren, 2,5 Kilometer Laufen) war Simon Bossmann (K.C. Rasende Paula). Er kam nach 45:18 Minuten ins Ziel vor Merle Schnabel (TriTeam Siegerland, 47:30) und Judith Joosten (LG Alpen, 48:41).

Das Fazit

Die sechste Auflage des Niederrhein Triathlons hat sowohl bei Teilnehmern als auch bei Zuschauern für viel Spaß und Freude gesorgt. Die Aufmachung, das Ambiente, die Stimmung und die sportlichen Leistungen stimmten. Ein Programm für 1100 Teilnehmer und geschätzt noch einmal so viele Zuschauer auf die Beine zu stellen, ohne das etwas großartig schief geht, ist schwierig und eine enorme Herausforderung. Aber die Organisatoren haben ein tolles Event auf die Bühne gebracht. Einer Wiederaufführung im kommenden Jahr mit vielleicht noch mehr Teilnehmern steht damit also nichts im Weg.

Info Alle Ergebnisse gibt es online unter https://niederrhein-triathlon-2024.racepedia.de/ergebnisse/6723