Triathlon: Niederrhein-Triathlon in Startlöchern

Triathlon : Niederrhein-Triathlon in Startlöchern

Schon zum vierten Mal findet der Herbrand-Triathlon am Wisseler See statt. 800 Teilnehmer werden erwartet. Organisator André Bors spricht von einer “Mammutaufgabe”. Veranstaltung für Spitzen- und Breitensport.

Der Wisseler-See ist im Hochsommer ein Kleinod für Sonnenanbeter und Wasserplanscher. Einmal im Jahr aber wird dort Spitzensport präsentiert: Beim „Herbrand Niederrhein Triathlon N3T“ gehen hunderte Sportler an den Start. Das heißt: Es werden 40 Kilometer Rad gefahren, zehn Kilometer gelaufen und anderthalb Kilometer geschwommen. „Der Wisseler See mit seiner ausgezeichneten Infrastruktur sind ideal für unseren Triathlon“ sagt Christoph Verrieth, zweiter Vorsitzender beim veranstaltenden TriFUN Kleve. Schon zum vierten Mal findet die Sportgroßveranstaltung statt, am Sonntag, 7. Juli ist es wieder so weit. Die Internet-Anmeldung ist längst freigeschaltet. Während bei der Erstveranstaltung knapp über 400 Triathleten dabei waren, in den Jahren darauf 500 und 700 Sportler, rechnen die Veranstalter nun mit knapp 800 Teilnehmern. „Das wären noch einmal hundert mehr als im vergangenen Jahr. Diese Entwicklung macht uns stolz und würdigt unser Engagement“, sagt Veranstalter Marco van Beek.

Er sieht seine Sportart in der Region ohnehin seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. Früher habe es nicht selten Vorbehalte gegen den Triathlon gegeben. „Viele Leute fragten sich: Ist eine Disziplin, ist das Laufen denn nicht ausreichend? Muss man wirklich zusätzlich noch schwimmen oder Rad fahren?“, sagt van Beek. Für ihn selbst war die Antwort immer klar: Die Dreiteilung mache für ihn den Sport überhaupt erst zu einem besonderen. Mittlerweile habe sich auch die Perspektive der Öffentlichkeit gewandelt. „Es gibt eine größer werdende Gruppe von Menschen, die eine solche Herausforderung einfach mal gemeistert haben will. Das größte Hindernis bleibt jedoch das Schwimmen“, sagt van Beek. So sieht er den Ausdauersport weiterhin in einer Nische.

Organisatorisch wolle van Beek zur vierten Auflage wenig anpassen. „Wir haben in den vergangenen Jahren die Lauf- und die Radstrecke angepasst, jetzt wollen wir für Kontinuität sorgen“, sagt er. Er hält es für eine besondere Belohnung, dass in diesem Jahr neben der Landes- und Verbandsliga auch der Nachwuchscup NRW in Wissel zu Gast ist. Mit dem sogenannten NWC-Cup wird die Veranstaltung um 8:30 Uhr eröffnet. Es folgen die Verbandsliga und die olympische Distanz für Einzelstarter. Im Anschluss daran geht es bei der Landesliga um gute Platzierungen. Die beliebteste Strecke folgt mittags: die Volksdistanz. „Diese folgt weiterhin dem olympischen Grundsatz: Dabei sein ist alles“, sagt van Beek. Für den Abschluss sorgen die Staffeln, bei denen sich die Teilnehmer die Strecken teilen. „Das ist eine organisatorische Mammutaufgabe mit großem Spaßfaktor“, sagt André Bors, Mitveranstalter des Niederrhein-Triathlons.

Van Beek erklärt, weiterhin auf einen Mix aus Breiten- und Leistungssport setzen zu wollen. Ihm pflichtet Herbrand-Vertriebsleiter Ludger van den Boom bei: „Der Herbrand-Niederrhein-Triathlon hat es in den vergangenen Jahren geschafft, Hobbysportler und ambitionierte Athleten zusammen zu bringen.Darüber hinaus lädt die Veranstaltung und der Wisseler See nicht nur Triathleten ein. Es ist ein Event für die ganze Familie.“ Tatsächlich füllten zuletzt hunderte Zuschauer die Strände rund um die Sportstrecken. „Mit seinen stetig wachsenden Teilnehmerzahlen besuchen auch immer mehr Menschen den Wisseler See, von denen einige nicht nur einmal kommen“, sagt Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz.

Marco van Beek selbst sieht der Veranstaltung mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen, wie er sagt. Zwar sei er aktuell stark in die Planung eingebunden, am 7. Juli wird er selbst jedoch nicht vor Ort sein können. Der Grund: Er nimmt sich der Langstrecke im mittelfränkischen Roth an.

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