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Niederrhein: Fußballer der SV Hönnepel-Niedermörmter hat das Coronavirus

Fußball : Ein Spieler der SV Hönnepel-Niedermörmter hat das Coronavirus

Mit Grippesymptomen hat sich der Akteur des Landesligisten testen lassen. Trainer Sven Schützek ist „relativ geschockt“, wie er sagt. Der Coach und seine Teammitglieder wurden schon oder werden noch getestet und warten auf weitere Anweisungen der Behörden.

Das Coronavirus grassiert wieder in Deutschland. Die täglichen Neuinfektionen steigen. Auch im Sportbetrieb gibt es wieder mehr Fälle. Zuletzt hatte es den Fußball-Bezirksligisten SV Straelen II erwischt. Seit gestern ist auch der Landesligist SV Hönnepel-Niedermörmter betroffen.

Ein Spieler, der Grippesymptome hatte, ließ sich am vergangenen Montag bei einem Arzt testen und bekam am Dienstag das Ergebnis. Trainer Sven Schützek konnte die Nachricht erst gar nicht richtig fassen. „Ich bin relativ geschockt“, sagt er. Wann und wie der Kicker sich infiziert hat, ist unklar. „Er hatte seit rund einer Woche keinen Kontakt mehr zum Team“, sagt der Coach. Dennoch greifen jetzt alle Schutzmaßnahmen.

Die komplette Mannschaft wird nun ebenfalls getestet. Ein großer Teil wurde bereits am gestrigen Mittwoch untersucht, die anderen sollen heute getestet werden. „Und dann warten wir auf weitere Anweisungen. Fest steht: Wir haben Vertrauen in das Gesundheitssystem und werden alle Maßnahmen zu 110 Prozent umsetzen“, sagt Schützek.

Der Trainer verdeutlicht, dass sich die Spieler und alle Teammitglieder nun daheim aufhalten – auch er selbst. „Wir haben jetzt alle angesetzten Partien abgesagt. Ich glaube auch nicht, dass wir unser Pokalspiel am 23. August gegen den SV Rindern absolvieren können.“

Dabei war die Vorfreude, dass der Betrieb in der Landesliga Anfang September wieder beginnen wird, in den vergangenen Tagen so groß. „Wir hatten am vergangenen Wochenende sogar ein Trainingslager. Dem betroffenen Spieler machen wir aber auf gar keinen Fall einen Vorwurf“, sagt der Trainer.

Auch bei der SV Hö.-Nie. wurde zuletzt penibel auf die Hygiene geachtet. „Wir haben mehr Abstand in den Kabinen, geben uns nicht die Hand, die Duschen sind gesperrt und wir desinfizieren uns die Hände“, sagt Schützek und zählt damit nur einige Maßnahmen auf. Kurz: Die von den Behörden erstellen Hygienekonzepte wurden, so Schützek, von allen umgesetzt. „Jetzt müssen wir einfach hoffen, dass kein weiterer Spieler betroffen ist“, sagt der Trainer.