Neuanfang mit frischen Kräften

Nach dem Verzicht auf die Relegationsrunde und einhergehendem Abstieg aus der Niederrheinliga will die Gocher Viktoria nach einem radikalen Kaderumbruch eine gute Rolle in der Landesliga spielen.

Die Suche nach vertrauten Gesichtern fiel den Zuschauern bei der Saisoneröffnung der Gocher Viktoria am Samstagnachmittag im Hubert-Houben-Stadion nicht gerade leicht. Finanzielle Zwänge und der Rückzug aus der Niederrheinliga veranlassten die Schwarz-Roten zu einem Umbruch, der so stark ausfiel, dass durchaus sogar von einem Neuanfang gesprochen werden kann. Die verkorkste vergangene Spielserie soll schnell abgeschüttelt werden.

So sind die Verantwortlichen um eine neue Aufbruchstimmung bemüht. "Ich sehe in unserem Rückzug weniger einen Beinbruch, als viel mehr eine Chance", erklärte denn auch der Vereinsvorsitzende Mike Theissen, nach dessen Wunsch das Team im Jubiläumsjahr 2012 eine gute Rolle in der Landesliga spielen soll. Dieses bewerkstelligen sollen vorwiegend frische Kräfte. Neue Liga, neuer Trainer, insgesamt fünfzehn Neuzugänge, es hat sich viel getan bei den Gochern. Treu blieben sich die Weberstädter bei allen Veränderungen grundsätzlich aber bei ihrer Marschroute vorwiegend auf Akteure aus dem regionalen Umfeld zu setzen. So verwundert es nicht, dass man sich bei der Zusammenstellung eines schlagkräftigen Kaders kräftig beim VfR Warbeyen (fünf Akteure) und beim SV Grieth (vier Akteure) bediente. Aus dem letztjährigen Kader der ersten Mannschaft verblieben gerade einmal fünf Kicker in Reihen der Schwarz-Roten. Nach Hajo Peters, Tim Janz, Pierre Wetzels und Patrick Znak gab am Donnerstag auch Stefan Osman-Reinkens noch seine Zusage zumindest bis zur Winterpause weiter bei den Weberstädtern zu bleiben. Damit kann der neue Mann an der Seitenlinie, Manfred Tebeck, zumindest auf ein stabiles Grundgerüst setzen.

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Dennoch verbleiben genügend neue Puzzleteile, die es zu einem passenden Gesamtbild zusammenzuführen gilt. "Das ist eine interessante Aufgabe. Wir müssen schauen, dass wir so schnell wie möglich eine Mannschaft finden" erklärt Neu-Coach "Mucki" Tebeck, der ein konkretes Saisonziel noch nicht formulieren möchte: "Da kann man nach der Vorbereitung mehr sagen. Ich denke aber, dass wir sehr gut gerüstet sind für die Landesliga. Vom Charakter her machen die Jungs einen tollen Eindruck und wir haben auch einige fußballerisch sehr gute Spieler in unseren Reihen." Diese sollen auch einen attraktiveren Spielstil als in der Vorsaison bewirken. "Ich bevorzuge zwar auch ein 4-2-3-1-System, allerdings möchte ich, dass wir mehr die Initiative ergreifen", stellt er "kontrollierte Offensive" a la Otto Rehhagel in Aussicht.

Nach einer Reihe von Testspielen und der ersten Runde im Niederrheinpokal erwartet die Gocher am ersten Spieltag am 21.08. gegen den FSV Duisburg eine erste Standortbestimmung. Den FSV zählt Tebeck zum erweiterten Favoritenkreis. Aber auch der Name der Gocher wird in diesem Kreis gehandelt...

Weitere Testspiele

27.07. bei TuRa 88 Duisburg 31.07. beim SV Sonsbeck 03.08. gegen Preußen Krefeld 09.08. beim SV Straelen

(RP)