Triathlon: Ness-Triathlon feiert Zehnjähriges

Triathlon : Ness-Triathlon feiert Zehnjähriges

Schwimmen, Radfahren, Laufen – drei Ausdauerdisziplinen, eine Sportart. Am 25. August findet der diesjährige Triathlon am Freizeitbad GochNess statt. Schon jetzt sind knapp 400 Sportler eingeschrieben.

Wer wissen möchte, was einen Triathlon ausmacht, der sollte das Gespräch mit Hannah Wellmanns suchen. Sie ist erst 18 Jahre alt, und dennoch ein waschechter Triathlon-Routinier. „Meine Eltern sind beide passionierte Triathleten und Trainer beim TV Goch. Schon als Kleinkind war ich beim Schwimmtraining Zuschauerin am Beckenrand im Maxi-Cosi. Beim Lauftraining nutzten meine Eltern einen Babyjogger. Ich war eben immer dabei und bin mit dem Sport aufgewachsen“, sagt sie. Vor neun Jahren, da steckte der Ness-Triathlon noch in den Kinderschuhen, ging sie erstmals an den Start. Wellmanns blieb dem vielfältigen Sport treu, nun ist sie für den Sprint beim Jedermann-Triathlon gemeldet. Das heißt: Wellmanns muss 500 Meter Schwimmen, zwanzig Kilometer Radfahren und fünf Kilometer laufen. „Ich liebe diesen vielfältigen, abwechslungsreichen Sport in freier Natur. Beim Wettkampf ist jeder für sich verantwortlich. Dazu kommt: Der TV Goch ist wie eine große Sportfamilie für mich“, sagt Wellmanns.

Am 25. August ist es wieder soweit. Dann steht der zehnte Goch-Ness-Triathlon des Turnverein Gochs auf dem Programm der hiesigen Sportszene. „Unser Motto lautet in diesem Jahr: Bewährtes behalten und offen sein für Neues“, sagt Maria Scherf, die Mitglied des vierzehnköpfigen Organisatorenteams unter der Leitung von Jochen Janssen ist. „Die Organisation und Streckenführung der letzten Jahre ist kaum zu verbessern, daher legen wir den Fokus nun noch stärker auf die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit“, sagt Scherf weiter. Die Konsequenz: Die jüngsten Sportler starten im beheizten Becken des Hallenbades, ehe sie rund um das Freizeitgelände Rad fahren und laufen. Die erste Distanz des Tages wird ohnehin der Schnuppertriathlon sein. „Wir wollen junge Menschen zum Triathlonsport bringen und sie begeistern. Das ist für uns Veranstalter die größte Belohnung: das Funkeln in den Augen der Kinder“, sagt Scherf.

In der Folge wird es professionell. Beim DTU-Jugendcup ermitteln die schnellsten Athleten aller Bundesländer ihre Sieger. DTU ist die Abkürzung für „Deutsche Triathlon Union“. „Da wird es richtig schnell zur Sache gehen und auch für die Zuschauer viel Spannung geboten. Wir sind stolz, dass der DTU uns wieder besucht“, sagt Scherf. Erneut wird dem TV Goch die Ehre zu Teil, das Finale der bundesweiten Serie zu veranstalten. Für die beliebteste Distanz „Jedermann“ haben sich die Organisatoren ein völlig neues Konzept ausgedacht: Die schnellsten Athleten werden in kleinen Startfeldern mit je 40 Männern und 25 Frauen um den Gesamtsieg kämpfen. Bei diesem „Sprint“ wird es keine Altersklassenwertung geben, die besten zehn Teilnehmer erhalten bei der Siegerehrung Preise. Die Richtzeiten folgen den Ergebnissen der vergangenen Jahre und lauten: 1:05 Stunden bei den Männern, 1:15 Stunden bei den Frauen. Doch auch der konventionelle Jedermann-Triathlon wird weiterhin angeboten.

„Um Anfängern die Angst vor dem Schwimmen in der Gruppe und dem ungeliebten Massenstart zu nehmen, werden wir zudem erstmalig ein „Rolling Start“ durchführen“, sagt Scherf. Zur Erklärung: Bei diesem starten jeweils kleine Gruppen á fünf Athleten im 15-Sekunden-Takt. „Da hat jeder Platz zum Schwimmen und das gesamte Feld entzerrt sich. Für das Finale des Sportfestes sorgen die zuletzt beliebten Staffeln, bei der jeweils ein Athlet eine Teildisziplin zurücklegt. „Schon jetzt haben sich etwa 400 Triathleten angemeldet. Das ist eine wirklich gute Zahl“, sagt Scherf. Im vergangenen Jahr waren es knapp 800 Athleten, in ähnlichen Dimensionen denken die Gocher nun auch.