Lokalsport: Nächster Pokal-Kracher am Bresserberg

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A-Junioren-Niederrheinpokal: Die U19 des 1. FC Kleve empfängt nach dem Sensationssieg gegen Fortuna Düsseldorf einen weiteren Bundesligisten zum Pokalduell - Rot-Weiß Oberhausen.

Wer hätte das für möglich gehalten? Die Mannschaft von Lukas Nakielski und Hikmet Eroglu steht im Halbfinale des Niederrheinpokals und darf dort erneut die Kräfte mit einer Mannschaft aus der A-Junioren Bundesliga messen. Heute Abend um 19.30 Uhr reist der Sportclub Rot-Weiß Oberhausen nach Kleve. Das älteste Nachwuchsteam des Regionalligisten traf auf dem Weg ins Halbfinale auf drei Niederrheinligisten. Den FSV Duisburg schlug man noch deutlich mit 5:0, gegen den 1. FC Mönchengladbach reichte aber erst ein Tor in der 118. Spielminute zum Weiterkommen. Zeitgleich mit dem Klever Triumph über die Fortuna aus Düsseldorf besiegten die Oberhausener den Ratinger SV nach zweimaligem Rückstand mit 3:2. In der Liga sieht es für RWO zur Zeit ziemlich gut aus. In den letzten Jahren waren die Rot-Weißen immer zwischen Niederrhein- und Bundesliga hin und her gependelt und vermochten es nicht, sich in der höchsten A-Junioren-Spielklasse im Westen zu etablieren. Aktuell steht das Team von Dimitrios Pappas jedoch auf einem überaus soliden siebten Platz und hat nach oftmaligem Platzierungen im unteren Tabellendrittel in dieser Spielzeit nur wenig mit dem Abstiegskampf zu tun.

Für den 1. FC hingegen sind schon alle Entscheidungen gefallen. Eine Auswärtsniederlage in Velbert besiegelte den Wiederabstieg in die Leistungsklasse. Nichtsdestotrotz schlug man am vergangenen Sonntag den ebenfalls abstiegsgefährdeten SC Bayer Uerdingen, trotz angespannter Personalsituation, mit 2:1. "Wir haben am Sonntag mit nur 13 Mann ein starkes Spiel gemacht und uns super präsentiert. Heute werden wir alles rein schmeißen, denn jetzt, wo wir schon so weit gekommen sind, wollen wir natürlich auch ins Finale, egal, wer der Gegner ist", sagte Co-Trainer Eroglu.

"Es gilt für uns möglichst lange das 0:0 zu halten, um dann vorne eiskalt zuzuschlagen. In jedem Fall muss unsere Einstellung stimmen." Die Personallage bleibt indes weiter angespannt. Einzig Malik Bongers, der den Schwanenstädtern am Sonntag noch fehlte, wird zur Mannschaft zurückkehren.

Wie Bundesligisten im Pokal zu schlagen sind hat zuletzt der Wuppertaler SV in der zweiten Halbfinalpartie eindrucksvoll zur Schau gestellt. Gegen Borussia Mönchengladbach konnte sich Kleves Ligakonkurrent mit 3:1 nach Verlängerung durchsetzen und ins Finale einziehen.

Unabhängig von personellen Problemen im eigenen Lager und der Ligazugehörigkeit des Gegners sollte jedoch klar sein, dass Zuschauer, die am heutigen Mittwoch einen Abstecher zum Kunstrasenplatz am Bresserberg wagen, ein heißes Spiel erwartet. Diesbezüglich appelliert Eroglu zudem an potentielle Zuschauer: "Kommt gucken, es lohnt sich!"

(RP)