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Fußball: Nachbarschaftsduell auf dem Kunstrasen

Fußball : Nachbarschaftsduell auf dem Kunstrasen

In der Fußball-Bezirksliga steht morgen der 10. Spieltag auf dem Programm. Die Spiele beginnen um 15 Uhr.

Aus der Sicht des Nordkreises dürfte am 10. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga ein besonderer Fokus auf dem Nachbarschaftsduell zwischen der SGE und Alemannia liegen.

SGE Bedburg-Hau - Alemannia Pfalzdorf. Nach dem Heimspiel ist vor dem Heimspiel: Für die SGE Bedburg-Hau steht mit der Partie gegen Alemannia Pfalzdorf der dritte Auftritt auf dem Hasselter Kunstrasen binnen acht Tagen an. Der Sieg gegen Emmerich-Vrasselt hat der Mannschaft nach der unnötigen Niederlage gegen Uedem ein wenig Luft verschafft.

"Nun wollen wir natürlich auch gegen Pfalzdorf gewinnen und unsere Position weiter verbessern", gibt Spielertrainer Sebastian Kaul als Ziel aus. Doch er geht die Aufgabe mit Respekt an: "Gerade im Offensivbereich hat die Alemannia viel Qualität. Wenn wir aber eine Leistung wie gegen Vrasselt abrufen, können wir das Spiel gewinnen." Er sieht den Gegner auf einem ähnlichen Level wie sein Team.

Die Pfalzdorfer reisen mit einer klaren Absicht an. "Wir haben unter der Woche gut gearbeitet, sind guter Dinge und wollen am Sonntag drei Punkte holen", sagt Spielertrainer Thomas Erkens, der am vergangenen Sonntag mit dem 1:1 gegen Winnekendonk in sein Traineramt startete. "Die SGE ist eine interessante Aufgabe. Die Mannschaft hat sich verstärkt und wird von einem guten Trainer geführt", so Erkens, der wieder auf Andre Kamps und Frederik Diels zählen kann. Dagegen wird wohl Marcel Ranft nicht eingesetzt werden können.

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Hamminkelner SV - Uedemer SV. Theo Klunder, Spielertrainer des in dieser Saison noch ungeschlagenen Uedemer SV, rechnet in Hamminkeln mit einem starken Gegner, der mit Raik Wittig einen Spieler in der Offensive hat, der "am Ende der Saison vielleicht Top-Torjäger sein wird". Hamminkeln sei aber auf allen Positionen gut besetzt, und es hat einen cleveren Trainer. Bitter für die Uedemer: Özkan Demirli wird der Mannschaft in den nächsten sechs Monaten berufsbedingt nicht zur Verfügung stehen.

Da auch Besian Mulaj weiterhin fehlt, klafft auf der Sechserposition nun eine Lücke. "Aber wir wollen uns nicht beklagen, wir haben 19 Spieler im Kader und sind immer noch gut aufgestellt", sagt Klunder, der am Sonntag zudem auf Jonathan Erkis verzichten muss. Erkis hat im Spiel gegen die SGE (4:3) in der vergangenen Woche Gelb-Rot gesehen und ist folglich gesperrt. "Hamminkeln ist zwar ein starker Gegner, aber wir wollen auch gegen unseren Tabellennachbarn ungeschlagen vom Platz gehen", sagt Klunder.

SV Friedrichsfeld - 1. FC Kleve II. Für die Klever Reserve geht die Reise zum aktuellen Spitzenreiter SV Friedrichsfeld. "Diese Mannschaft steht nicht umsonst ganz oben. Sie haben mit Thomas Giesen einen gefährlichen Torjäger in ihren Reihen, den ich von seiner Veranlagung her mit Christian Klunder vergleiche. Eray Tuncel ist für mich bei Friedrichsfeld die absolute Granate im Mittelfeld, und mit Marvin Prietzel haben sie einen lauf- und zweikampfstarken Akteur, der keinen Ball verloren gibt" sagt FC-Coach Detlev Remmers. Zuletzt kassierte Friedrichsfeld in Vrasselt allerdings eine 0:3-Niederlage. "Das werden sie gegen uns ausbügeln wollen", glaubt Remmers.

Bei der Klever Reserve gibt es für die Kaderplanung noch etliche Fragezeichen. "Es ist auch noch nicht sicher, ob wir aus dem Landesliga-Kader Verstärkung bekommen. Da muss ich noch das Gespräch mit "Kucze" abwarten", meint Remmers. Martin Tekaat und Kapitän Rene Timmer stehen auf der Kippe. Beide haben unter der Woche nur leicht trainieren können. "Aufgrund der personellen Situation hoffe ich, dass sich jeder Spieler auf diese schwierige Partie genügend vorbereitet, denn wir wollen dort ein deutlich besseres Bild abgeben als beim SC Bocholt", fordert Remmers.

SV Hönnepel-Niedermörmter II - SC Bocholt. Für Hö./Nie.-Trainer Sven Schützek ist der SC Bocholt ein Gegner, der schwer einzuschätzen ist: "Einmal gewinnen sie 4:0 gegen Bislich, gegen eine ganz starke Mannschaft, doch im nächsten Spiel verlieren sie wieder. Ich weiß nicht, woran die Leistungsschwankungen liegen. Von daher müssen wir höllisch aufpassen." Besonders vorsichtig sein müsse man zudem, da Bocholt nach dem Abstieg ihre erfahrene Mannschaft weitgehend zusammenhalten konnte, sodass Hö./Nie. auf einen Gegner mit Landesliga-Niveau trifft. "Sie haben sehr viele erfahrene Akteure, die auch schon in höheren Klassen gespielt haben. Der Spielertrainer Sebastian Eul zum Beispiel war schon in der Regionalliga tätig", weiß Schützek. Zudem seien besondere Stärken des Gegners die Standards und deren Kopfbälle.

Probleme bereitet Schützek derweil seine dünne Personaldecke. Niklas Egeling fällt weiterhin aus, und bei Simon Klein-Schmeink macht die Leiste immer noch Probleme. Dazu stehen hinter dem Einsatz von Daniel Beine und Tim Konrad Fragezeichen. Doch trotz dieser widrigen Umstände sieht das Ziel für Schützek ganz klar aus: "Wir wollen wegen den Verletzten gar nicht rumjammern. Auch morgen gegen Bocholt werden wir wieder eine schlagkräftige Truppe aus elf Spielern aufstellen. Und gewinnen wollen wir immer."

(RP)