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Nach Corona-Pause: 1. FC Kleve spielt gegen SC Düsseldorf-West

Fußball-Oberliga : 1. FC Kleve ist zurück aus der Corona-Pause

Das Heimspiel gegen den SC Düsseldorf-West kann am Freitag, 20 Uhr, wie geplant am Bresserberg steigen. Für den Klever Kapitän Fabio Forster ist die Begegnung eine Reise in die Vergangenheit.

Es waren Signale des Aufbruchs, die Umut Akpinar und Fabio Forster gemeinsam im Sommer 2017 sendeten. Der Coach, längst eine Vereinslegende, übernahm an der Seitenlinie beim damaligen Fußball-Landesligisten 1. FC Kleve. Der erfahrene Mittelfeldspieler Forster kehrte nach einer Saison beim SC Düsseldorf-West an den Bresserberg zurück. Die beiden hatten maßgeblichen Anteil daran, dass die Rot-Blauen ein Jahr später bereits den Sprung in die fünfthöchste deutsche Spielklasse schafften.

„Der Klub ist sehr ambitioniert. Und es gefällt mir, dass wieder eine gewisse Aufbruchsstimmung herrscht“, sagte Fabio Forster damals bei seiner Rückkehr. Heute ist der 30-jährige Kapitän aus dem Spiel des 1. FC Kleve nicht mehr wegzudenken. Unangefochtener könnte ein Stammspieler kaum sein. Und die Heimpartie gegen den SC Düsseldorf-West am heutigen Freitagabend, 20 Uhr, ist für Forster selbstverständlich eine besondere.

„Ich habe beim SC Düsseldorf-West ein richtig tolles Jahr erlebt. Wir waren damals auch sehr erfolgreich. Der Trainer war klasse, die Mannschaft hat sich super verstanden. Es ist ein recht kleiner Verein, der aber sehr familiär geführt wird“, sagt Fabio Forster. In der Saison 2016/17 landete der SC West auf Tabellenplatz neun der Oberliga, zudem zog er ins Niederrheinpokal-Viertelfinale ein. Forster spielte im defensiven Mittelfeld mit zwei Treffern und sieben Assists stark auf.

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„Darüber hinaus habe ich da wirklich viele Freunde kennengelernt, mit denen ich heute noch Kontakt habe. Leider ist die Mannschaft von damals mit ein oder zwei Ausnahmen nicht mehr zusammen. Es sind mittlerweile praktisch alle weggewechselt“, sagt Forster. Die Saison in Düsseldorf habe er aber auf keinen Fall missen wollen, die Erfahrung hat ihn stärker gemacht. Doch nach einem Jahr verfiel er den Lockrufen seines Förderers Umut Akpinar. Und das, obwohl Düsseldorf bis heute der Lebensmittelpunkt von Fabio Forster geblieben ist. Doch der Wechsel zurück gen Kleve war der Start einer bemerkenswerten Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält. Der Lehrer ist mit Innenverteidiger Nedzad Dragovic auf dem Platz der Dirigent des 1. FC Kleve. Sein Wort hat Gewicht.

Beim 1. FC Kleve war derweil bis zuletzt unklar, ob die Partie gegen den SC Düsseldorf-West in der Eroglu-Arena überhaupt steigen könnte. Tickets sind im Internetshop und an der Abendkasse ab 19 Uhr erhältlich. Der Oberligist hatte zuletzt mit mehreren Corona-Ausfällen zu tun. Spieler und Funktionäre mussten in Quarantäne. So mussten der Pokal-Hit gegen den 1. FC Bocholt und die Liga-Begegnung beim SC Union Nettetal verschoben werden. „Wir wollen und werden nun aber wieder spielen. Wer dann dabei sein kann, werden wir wohl erst beim Abschlusstraining oder kurz vor dem Spiel entscheiden können“, sagt Umut Akpinar, dessen Mannschaft vor der Corona-Pause in bestechender Form unterwegs war.

Immerhin konnten die Rot-Blauen in dieser Woche bereits wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen, der in der vergangenen Woche coronabedingt ausgesetzt worden war. „Wir müssen erst einmal schauen, welche Jungst belastbar sind. Wir werden auf keinen Fall irgendein Risiko eingehen. Es werden nur Spieler auflaufen, die sich absolut bereit dafür fühlen“, sagt Akpinar. Seine Mannschaft, die aktuell auf Tabellenplatz vier steht, geht als Favorit in das Duell gegen den auf Rang 18 liegenden Gast. Der SC West musste sich zuletzt klar mit 0:3 gegen die Sportfreunde Baumberg geschlagen geben.

Dennoch warnt Umut Akpinar davor, den Gegner zu unterschätzen. „Der SC Düsseldorf-West hat eine gute Mannschaft. Sie kommt über die Kompaktheit und Geschlossenheit. Das Team ist erfahren und hat eine starke Achse“, sagt der Klever Coach. Er verweist dabei insbesondere auf die Spielertrainer Martin Wagner und Maciej Zieba, die im Mittelfeld die Fäden ziehen. „Düsseldorf-West hat reichlich Qualität. Das habt die Mannschaft in der Vergangenheit auch mit guten Ergebnissen bewiesen. Da kommt mächtig etwas auf uns zu. Auf die Tabelle schaue ich dabei überhaupt nicht“, so Akpinar.

Dennoch ist das Ziel klar: Es soll unter Flutlicht der 13. Saisonsieg her. Umut Akpinar sagt: „Egal, wie der Kader konkret ausschauen wird: Wir wollen unbedingt an den 3:1-Erfolg gegen den Cronenberger SC anknüpfen.“