Mit nur 15 Spielern in die Saison

Der TuS 07 Kranenburg startet ohne Zugänge in die kommende Spielzeit der Kreisliga A. Trainer Andreas Janßen sieht den kleinen Kader als Vorteil. "Das ist mir lieber als 30 Holzfüßler", sagt er – und hofft, dass seine eingespielte Mannschaft mit Kameradschaft an die Vorsaison anknüpfen kann.

Klasse statt Masse – so lautet die Devise von Kranenburgs Übungsleiter Andreas Janßen. Mit gerade einmal 15 Leuten startet seine Mannschaft in die neue Kreisliga-A-Saison. Sorgen macht sich Janßen deswegen allerdings nicht. "Ich werde kaum aus dem Vollen schöpfen können und bei Verletzungen wird es auch eng. Aber wir haben eine richtig gute, homogene Truppe. Das ist mir lieber als 30 Holzfüßler im Team", sagt Janßen.

Dieser kleine Kader legt nahe, dass sich das Transferkarussell bei den Kranenburgern in der Sommerpause nicht wirklich gedreht hat. Tobias Wier verlässt das Team aus beruflichen Gründen, Zugänge sind keine zu verzeichnen. Ein weiteres Problem: Der Verein hat keine A-Jugend mehr in seinen Reihen, weshalb es kaum Talente gibt, die in die erste Mannschaft nachrücken können.

"Wir setzen auf Zusammenhalt"

"Das ist natürlich schade. Aber wir setzen auf den Zusammenhalt im Team. Wir kennen uns alle gut untereinander. Außerdem sind wir eingespielt, müssen keinem unsere Philosophie beibringen. Das sehe ich als Vorteil", sagt Janßen. Die Vorbereitungszeit verlief schon einmal nach Maß. "Wir hatten zahlreiche Trainingseinheiten und mehrere Testspiele, in denen ich zufriedenstellende Erkenntnisse sammeln konnte", schildert Kranenburgs Coach. Gegen Kleves Reserve sprang beispielsweise ein respektables 2:2-Unentschieden heraus. "Das sorgt natürlich für Selbstbewusstsein und für eine breite Brust. Diesen Schwung wollen wir mit in die neue Saison nehmen", erklärt Janßen. Nach dem sechsten Platz in der abgelaufenen Spielzeit wollen die Kranenburg-Kicker auch diese Saison wieder angreifen.

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Einstelliger Tabellenplatz als Ziel

Die Konkurrenz der Kranenburger hat jedoch nicht geschlafen, was die ganze Sache nicht einfacher macht. Dessen ist sich auch Janßen bewusst: "Mein Ziel ist eigentlich immer ein besserer Platz als im letzten Jahr. Ich bin allerdings Realist und weiß, dass es alles andere als leicht wird. Wenn wir einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, können wir sehr zufrieden sein." Wie dem auch sei: Die Mannschaft scheint für die anstehende Saison bestens gerüstet zu sein.

Drei Wochen Zeit hat das Team noch, um die Automatismen zu verinnerlichen und den positiven Trainings-Trend zu festigen. Trainer und Akteure sehen dem optimistisch entgehen. Sie wissen, dass sie mit Ehrgeiz und Kameradschaft punkten können: "Es passt bei uns!"

(RP)