Fußball : Mit Grieth ist zu rechnen

Die Schifferstädter gastieren bei Rheingold Emmerich. Siegfried Materborn empfängt BV Borussia Bocholt.

Emmerich-Vrasselt — SV Grieth: Sie beschritten den Weg vom Himmel zur Hölle und wieder zurück. Grieth am vergangenen Wochenende: In der ersten Halbzeit noch ausgestattet mit einer Flatrate zum Toreschießen, erzielten die Schifferstädter sage und schreibe sieben Treffer gegen einen überforderten SV Rees, knickten dann aber im zweiten Durchgang komplett ein. Trainer "Jupp" Tenhagen meint in der Nachlese des 7:1-Triumphes: "Natürlich haben wir über die zweite Hälfte gesprochen.

Allerdings überwog letztlich die Freude über diesen hohen Sieg." Es war ein Signal an die Konkurrenz im Kampf um die Tabellenspitze, dass mit dem SV Grieth zu rechnen ist. Vor Wochen betrug der Rückstand auf den RSV Praest neun Punkte, nun sind es noch deren fünf.

Was nun gefragt ist, ist ein langer Atem. Am Sonntag führt die Reise zum SV Emmerich-Vrasselt, dem Tabellenfünften der Bezirksliga. Keine leichte Aufgabe für die Schifferstädter: "Das wird eine andere Nummer als noch das Spiel gegen Rees", ist sich Tenhagen sicher. Die Vrasselter fingen sich nach einer zwischenzeitlichen Schwächeperiode wieder und vertrauen nun einer gesunden Mischung zwischen Offensive und Defensive.

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Aufbieten kann Franz-Josef Tenhagen so ziemlich alles, was in Grieth Rang und Namen hat. Armen Awenesjan kehrt nach überstandener Rotsperre zurück, Marcel Miesen nach auskurierter Verletzung. Es wird die berühmte Qual der Wahl.

SV Siegfried Materborn — BV Borussia Bocholt: Im Keller der Bezirksliga geht's momentan zu wie bei einer Grippe-Welle: Von jetzt auf gleich kann's dich erwischen. Gleich acht Teams sind beim Nerven-Spiel gegen den Abstieg beteiligt, nahezu wöchentlich dreht sich das Roulette um die Plätze in der Tabelle. Olympia Bocholt zog bereits die Notbremse, entließ Trainer Marco Scholten und präsentierte mit Markus Schneiders einen Nachfolger, der nun den Umschwung einläuten soll.

Nach der spielfreien Woche liegt der Fokus bei Siegfried Materborn voll und ganz auf der kommenden Aufgabe. Denn die heißt Borussia Bocholt und ist ein verdammt harter Brocken: "Das ist eine Spitzenmannschaft mit klasse Fußballern. Wir sind da nur Außenseiter", bringt es Helmut Jaspers auf den Punkt. Bocholt gehört momentan zum Non-Plus-Ultra der Liga was Torgefährlichkeit, aber auch Defensivstärke betrifft. Die Brüder Roy und Kai Nijman sowie Julian und Maurice Bill gelten als Säulen des Teams.

Der große Wurf gelang der Borussia allerdings bislang noch nicht, zu viele Unentschieden leistete sich der Tabellenvierte. So werden in Helmut Jaspers Hoffnungen wach: "Bonuspunkte täten uns sehr gut. Und da zähle ich auch ein Remis zu."

Mit einem Einsatz rechnen darf wohl nahezu die Elf, die auch am vergangenen Spieltag einen 2:1-Zittersieg in Mussum über die Runden schaukelte. Angeschlagen sind momentan nur Rene Grundmann und Christian Kawalleck.

Angepfiffen wird am Sonntag um 14.30 Uhr.

(RP)