Mewes-Team droht Absturz

Der SV Hönnepel/Niedermörmter unterliegt dem TV Jahn Hiesfeld daheim 2:3. Damit kassierte der Fußball-Niederrheinligist die vierte Pleite in Folge. Nach der Winterpause kommt in Christoph Müller ein neuer Torwart.

Die Talfahrt des SV Hönnepel/Niedermörmter hält an. Mit dem 2:3 auf heimischer Anlage gegen den TV Jahn Hiesfeld kassierten die Schützlinge von Georg Mewes die vierte Niederlage in Folge. Damit droht der Absturz in untere Tabellenregionen. Der Coach war entsprechend bedient. "Wir haben nicht einmal schlecht gespielt, aber wenn man ständig drei Gegentore kassiert, kann man nicht gewinnen", meint er. "Die Fehlerquote ist einfach zu hoch."

Dabei hatten sich die Schwarz-Gelben, bei denen Thomas Tennagels und Uwe Sokolowski wieder zum Kader gehörten, für dieses Match einiges vorgenommen. Bereits nach zwei Minuten hatte Kai Möller, der sein Saisondebüt in der Ersten Mannschaft gab, eine dicke Chance, schoss nach einem Freistoß von Manuel Matenar aber über das Tor. Der TV Jahn, mit leichten Vorteilen in der Spielanlage, hatte nach sieben Minuten die erste Möglichkeit, als ein Freistoß von Oliver Ritz, der kurz vor dem Ende mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde, knapp sein Ziel verfehlte.

In Minute 20 zog der Gastgeber, zu diesem Zeitpunkt eher überraschend, in Front. Matenars Vorlage erreichte Andre Trienenjost, der in Torjäger-Manier sicher vollstreckte. Diese Führung währte aber nur sieben Minuten. Nach Flanke von Michael Ohnesorge konnte Michael Kupke per Seitfallzieher ausgleichen. Mit diesem gerechten Resultat ging es auch in die Pause, weil sich das Geschehen weitgehend zwischen den Strafräumen abspielte.

Mit einer Hö./Nie.-Doppelchance begann der zwei Durchgang. Zunächst scheiterte Trienenjost an Sven Najemnik, beim anschließenden Eckball köpfte Heinrich Losing über den Querbalken. Beide Einheiten spielten zunächst auf einem recht niedrigen Niveau. Dennoch gab es Torchancen. Daniel Boldt hatte zweimal das 2:1 auf dem Fuß, doch einmal war Najemnik zur Stelle, zum anderen strich die Kugel knapp am Kasten vorbei (61./67.). Und dann verpasste der lange Mittelfeldspieler auch noch eine Kopfballvorlage von Pierre Brauer in aussichtsreicher Position (77.).

Der Schuss sollte nach hinten losgehen. In Minute 82 erreichte ein Pass aus dem Mittelfeld Oliver Rademacher, der aus abseitsverdächtiger Position zum 1:2 traf. Nur zwei Minuten später riskierte Ritz einen Schuss, der abgefälscht wurde und somit, unerreichbar für Jan Terhorst, im Netz landete. Der Anschlusstreffer von Trienenjost in der Nachspielzeit hatte nur noch statistischen Wert. Der gleiche Akteur hatte sogar noch die Chance zum Ausgleich, konnte aber im allerletzten Moment noch entscheidend gestört werden.

Nach der Winterpause wird Torwart Christoph Müller, früher in Diensten des 1. FC Kleve, den SV Hö./Nie. verstärken.

(RP)
Mehr von RP ONLINE