Fußball : Materborn nimmt Fahrt auf

Zu Anfang der Rückrunde machte Materborns Trainer Marco Schacht eine klare Ansage: "Die restlichen Spiele stehen klar im Zeichen des Abstiegskampfes", so der Coach.

Nach einer 1:3-Derbyniederlage gegen Kellen und einer 1:2-Niederlage gegen SV Krechting in der darauffolgenden Woche schienen die Worte von Marco Schacht bei seinen Spielern zu wirken.

Nach dem 1:2 gegen Krechting folgte eine beachtliche Positivserie der Materborner, die bis zum Saisonende andauern sollte: Die letzten zehn Spiele verlor die Elf von der Siegfried-Kampfbahn nicht, holte 22 Punkte und marschierte bis in die obere Tabellenhälfte vor - Platz 7 war es am Ende der Saison.

Marco Schacht ist in Materborn angekommen, das belegt die starke Serie im letzten Drittel der Saison. "Der siebte Platz spiegelt unsere Leistung wieder. Darauf können wir stolz sein - vor allem wenn man bedenkt, dass uns vor der Saison einige als Abstiegskandidat Nummer Eins abgestempelt haben", sagt Schacht. Die Zweifler hat er Lügen gestraft - Siegfrieds Bezirksligaelf hat im Laufe der Saison - vor allem im Laufe der Rückrunde - immer mehr Fahrt aufgenommen, gekrönt wurde der Aufschwung durch den 4:1-Sieg gegen RSV Praest am letzten Spieltag.

Zur Erinnerung: Praest wollte die Saison unbedingt als Vizemeister beenden, scheiterte in Materborn jedoch gnadenlos. Marco Schacht hat in seinem ersten Jahr als Trainer von Siegfried Materborn zusammen mit seinem Co-Trainer Christian "Kiki" Wurring diverse Veränderungen mit in die Mannschaft gebracht. "Wir haben einiges umgestellt", sagt der Coach. So wurde vor allem in der Defensive kräftig umgekrempelt: Die alte Manndeckung wurde ausrangiert, dafür kam eine moderne Viererkette, losgelöst von der sturen Mann gegen Mann-Zuordnung.

Dass es Zeit brauchen würde, bis seine Konzepte fruchten und die Umstellungen von der Mannschaft angenommen und verinnerlicht würden, wusste der Coach. Umso dankbarer ist er der Vereinsführung, dass diese ihm freie Hand ließen, auch, als es weniger gut lief als zuletzt. "Ich möchte den Verantwortlichen des Vereins danken, dasss sie nicht nervös geworden sind, sondern gewusst haben, dass es Zeit brauchen würde", sagt Schacht. Zehn Spiele lang waren die Materborner zuletzt nicht zu stoppen, dementsprechend geht die junge Mannschaft mit viel Selbstbewusstsein in die Saisonpause.

Wie der Kader sich bis zum Beginn der neuen Saison verändern wird, ist noch nicht sicher - fest steht jedoch: Wenn das Konzept Schacht sich auch in der kommenden Vorbereitung und in der nächsten Saison derart weiterentwickeln wird, wie in den letzten Spielen, dann darf man sich in der nächsten Saison auf starken Fußball in Materborn freuen.

(RP/rl)
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