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Marc Goertz hat ambitionierte Ziele mit dem Basketball-Oberligisten TV Goch

Interview mit Marc Goertz : „Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt“

Der neue Coach will mit dem Aufsteiger TV Goch eine gute Rolle in der Basketball-Oberliga spielen. Das Training läuft bereits. Im Interview erklärt er seine Pläne und welche Chancen seine Mannschaft haben wird.

Der TV Goch startet das Abenteuer Basketball-Oberliga mit einem neuen Coach. Marc Goertz tritt als Spielertrainer die Nachfolge von Heiner Eling an, der aber als Akteur auf dem Feld weiter dabei helfen will, dass die Mannschaft nach ihrem Meisterstück in der Landesliga ihr nächstes großes Ziel erreicht – den Klassenerhalt in der Oberliga. Marc Goertz, der zuvor Co-Trainer war, spricht im Interview über seine neue Rolle und die Aussichten des Teams in der höheren Klasse. Außerdem erklärt er, wie er sich mit seiner Mannschaft auf die kommende Saison vorbereiten will.

Vor sechs Wochen haben Sie offiziell das Traineramt beim TV Goch von Heiner Eling übernommen. Was ist seitdem passiert?

Marc Goertz In Anbetracht der aktuellen Situation um die Coronavirus-Pandemie erfreulicherweise doch eine Menge.

Was genau?

Goertz In den letzten beiden Wochen vor den Sommerferien konnten wir wieder in der Halle trainieren. Leider ist dies nun in den Ferien nicht möglich. Aber wir versuchen diesbezüglich eine Lösung zu finden. Zudem werden wir uns in den kommenden Wochen Alternativen an Freiplätzen suchen und ins Konditionstraining einsteigen.

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Das bedeutet, Sie planen bereits die Saisonvorbereitung?

Goertz Ja, definitiv. Wir haben Anfang Juli vom Westdeutschen Basketball-Verband den Rahmenterminplan für die kommende Spielzeit erhalten. Derzeit plant der Verband den Start der Ligen unterhalb der Ersten Regionalliga ab dem 26. Oktober. Unser erstes Spiel ist für den 31. Oktober direkt beim Meisterschaftsfavoriten TSG Solingen terminiert.

Mit dem Aufstieg in die Oberliga muss der Verein auch organisatorisch einige Änderungen durchführen. So sind in der Oberliga zum Beispiel eine sichtbare Uhr, auf der die Angriffszeit von 24 Sekunden angezeigt wird, eine neue Spielfeldmarkierung sowie eine Trainerlizenz vorgeschrieben. Ist der TV Goch dafür gerüstet?

Goertz Was die 24-Sekunden-Anlage angeht, ja. Die haben wir noch aus unserer früheren Zeit in der Oberliga. Was die Spielfeldmarkierung und hier besonders die Verlegung der Drei-Punkte-Linie von 6,25 Meter auf 6,75 Meter angeht, hoffen wir, dass die Stadt dies beim Umbau der Dreifachsporthalle am Gymnasium berücksichtigen kann. Denn dies wird, sofern die Umbauten rechtzeitig fertig sind, ab dem 1. Oktober wieder unsere Spielstätte sein.

Und die Trainerlizenz?

Goertz Hier bietet der Verband die Möglichkeit einer Sonder-Trainer-Lizenz gegen eine feste Gebühr an. Diese Möglichkeit werden wir ausschöpfen.

Unmittelbar nach der Übernahme des Traineramtes haben Sie gesagt, dass der Kader zusammenbleiben wird. Wie ist der Stand jetzt?

Goertz Lediglich Jan Ole Frericks wird uns verlassen, da er in Hamburg studieren wird. Ansonsten bleibt der Kader so wie er war.

Neben der ersten Herren-Mannschaft werden Sie zusätzlich das U-18-Team des TV Goch trainieren?

Goertz Da der bisherige Coach, ebenfalls aus Studiengründen geht, werde ich auch diese Mannschaft übernehmen. Die Jungs spielen in der Oberliga und haben einiges an Potenzial zu bieten. Wir werden dort die gleichen Systeme wie bei den Herren spielen, um eine größtmögliche Durchlässigkeit zu schaffen. Der eine oder andere Spieler wird bestimmt in der Oberliga eingesetzt werden. Zudem ergeben sich beim Training Synergien, die wir ausnutzen wollen.

In einer Liga mit 14 Mannschaften wird es laut der Ausschreibung des Verbandes vier Absteiger geben. Wie schätzen Sie die Chancen des TV Goch ein?

Goertz Das wird eine harte Saison. Für mein erstes Jahr als Trainer im Seniorenbereich hätte ich mir gerne etwas anderes vorgestellt. Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt. Aber ich denke auch, dass wir das spielerische und kämpferische Potenzial haben werden, um am Ende der Spielzeit vier Teams hinter uns lassen zu können.