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Reitsport: M*-Springen im Stechen entschieden

Reitsport : M*-Springen im Stechen entschieden

Die Zuschauer erlebten starke Ritte beim Kranenburger Frühjahrsturnier. Höchste Wertnoten gab es für Henriette Joosten und Kerstin Jepkens in der Qualifikation zum Silbernen Hufnagel. Richter lobten hervorragende Reitanlage.

Starke Ritte erlebten die zahlreichen Zuschauer beim Kranenburger Frühjahrsturnier, zu der die Reitanlage am Treppkesweg im Reiterdorf Frasselt einen wesentlichen Teil beigetragen hatte. Denn sie war von dem unermüdlich werkelnden Helferteam um den neuen Vorsitzenden Wolfgang Natrop in allen Bereichen hervorragend hergerichtet worden, so dass es den Aktiven einfach Spaß machen musste, dort zu reiten. "Bereits vor einigen Jahren hatte ich gesagt, dass man eigentlich Kurtaxe zahlen müsste, um in Frasselt dabei sein zu dürfen. Das kann ich heute nur noch einmal bekräftigen", sprach sich Turnierrichter Dieter Kempken lobend über die äußeren Bedingungen am Treppkesweg aus.

Da stachen zum Beispiel die farbenfrohen Hindernisse, die Parcourschef Georg Broeckmann auf dem gepflegten Rasenplatz verteilt hatte, ins Auge. Aber auch die Dressurvierecke ließen nichts zu wünschen übrig und ließen den Teilnehmern alle Möglichkeiten, den Richtern ihre Pferde in den zahlreichen Prüfungen gelöst und an den Hilfen vorzustellen. Bei den Dressurreitern war auch die für den RV St. Georg Kevelaer startende Jana Freund vertreten, die FS Numero Uno (Noir de Luxe/FS Dancing Diamond) gesattelt hatte, der in diesem Jahr bereits den Titel des Bundessiegerhengstes in Berlin einheimste. Gewinnen konnte er aber auch am Treppkesweg und zwar in der Dressurpferdeprüfung der Klasse A* und L*. Elegant verließ der Hengst die Bahn, in der er jeweils eine Wertnote (WN) von 8.20 (8 = gut) erzielte und einen feinen Doppelerfolg landete.

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Stark präsentierte sich auch Jana Freunds Vereinskollegin Sophia Dammeyer in der Dressurreiterprüfung der Klasse L, in der sie Lord-Loxley-Sohn Leeds United vorstellte. An dessen Rhythmik und Takt wie auch der überzeugenden reiterlichen Leistung hatten die Richter kaum etwas auszusetzen. Wertnote 8.50 und Goldschleife waren die Auszeichnung für diese beeindruckende Prüfung. Die höchste Wertnote des Turniers erzielte allerdings Henriette Joosten (Haldern) in der zweiten Abteilung des Führzügel-Cross-Country-Wettbewerbs, in dem der Mut der Kleinsten und ihrer Führer gefragt war. Mit einer Wertnote 8.80 blieb sie wenige Zentelpunkte unter der Sehr-Gut-Bewertung und setzte sich auf Sternchen an die Spitze.

Szenenwechsel hin zum Springparcours, auf dem bis zur mittelschweren Klasse gesprungen wurde. Nicht zu schlagen war der Kranenburger Otmar Eckermann im Stechparcours des M*-Springen im Sattel der Fuchsstute Caleya (Calido I/Lancer II), die er fehlerfrei in Bestzeit über die Hindernisse lenkte. An dessen Fersen heftete sich Vereinskollegin Hannah-Charlotte Kahm (Claire de Lune), die gleichfalls den Stechparcours mit viel Übersicht und Können überwand. In diesem Springen auf einem Top-Niveau "nur" den zweiten Platz zu belegen, dürfte die junge Amazone nicht allzu sehr geärgert haben. Im Gegenteil. Schließlich waren schon verschiedene Siege und Platzierungen an diesem Turnierwochenende in Kranenburg auf ihr Konto gegangen.

Spannend wurde es dann noch einmal am Abschlusstag der Turnierveranstaltung, an dem in den Qualifikationsprüfungen um den Silbernen Hufnagel gestritten wurde. Nach Dressur und Springen setzte sich Kerstin Jepkens aus Rheurdt auf Loxley mit einer Gesamtpunktzahl von 97.00 an die Spitze. Dahinter platzierten sich Carina Schroer aus Uedem (Liness, 95.00) und Helena Eykholt aus Asperden-Kessel (Francera Ey, 94.00).

Drei erfolgreiche Reiterinnen unter zahlreichen anderen Teilnehmern, die am vergangenen Wochenende das Frühjahrsturnier auf der Reitanlage am Treppkesweg in Frasselt in bester Erinnerung behalten werden.

(RP)