LTK Moyland verliert 3:6 beim TC Rheinstadion

Tennis : Schlosspark-Herren dem Abstieg entgegen

Tennis, Herren-Niederrheinliga: TC Rheinstadion - LTK GW Moyland 3:6. Die Grün-Weißen traten wieder vollständig mit sechs Akteuren auf. Zu einem Punkterfolg reicht es dennoch nicht. Gleich vier Partien wurden im Match-Tie-Break verloren.

Es wird auch in diesem Jahr eng für die Herren-Erstvertretung des Landes-Tennis-Klubs Moyland, so viel steht fest. Im vergangenen Sommer blieben die Grün-Weißen in letzter Sekunde und im Fernduell mit der zweiten Mannschaft des Rochusclub Düsseldorf der Niederrheinliga erhalten. Nun aber sind die Perspektiven düsterer. Die 3:6-Niederlage beim TC Rheinstadion Düsseldorf war die fünfte in Serie und sorgt dafür, dass die Moyländer weiterhin Tabellenletzter sind. Doch es gibt auch Signale, die Mut machen: Nachdem das LTK-Aufgebot in den vorherigen beiden Partien nur zu fünft gegen die gelbe Filzkugel schlug, waren sie nun wieder komplett.

Moylands belgischer Spitzenspieler Dane Chuntraruk verlor an erster Stelle mit 4:6, 4:6 gegen Max Monteban. Der Niederländer aber ist auch auf der ATP-Tour unterwegs, spielte zudem ohnehin eine starke Niederrheinliga-Spielzeit. Besser machte es Moylands Lars Bijsterbosch gegen Max Hertl, wie Monteban auch mit der Leistungsklasse „eins“ unterwegs, an zweiter Position. Er zwang seinen Gegner in den dritten Satz und überlag mit 1:6, 6:3, 10:8. Mannschaftsführer Lukas Kepser erwischte einen schlechten Start und verlor den ersten Durchgang mit 1:6. Dann aber kämpfte er sich zurück und feierte mit 6:1, 10:5 den ersten Match-Erfolg in diesem Jahr. Bisher war es für ihn unglücklich gelaufen. „Jetzt habe ich endlich mal gewonnen, nachdem ich so häufig gut gespielt und dennoch knapp verloren habe. Mit meinem Match kann ich sehr zufrieden sein. Und das, obwohl ich aktuell nicht viel trainieren kann“, sagt Kepser. Sein Kontrahent war Thomas Weigel.

Cedric Stanke verlor gegen Konstantin Dustmann nach drei Sätzen mit 6:0, 5:7, 7:10. Ähnlich eng war es bei Simon Siebert, doch auch bei ihm mit unversöhnlichem Ende. Sein Endergebnis gegen Sascha Heinemann lautete: 0:6, 6:3, 6:10. Kai-Uwe Angenendt war ursprünglich für die BKA-Reserve des LTK vorgesehen, diese aber wurde ob des Spielermangels am Schlosspark abgemeldet.

„Wir wollen Kai-Uwe daher weiterhin die Chance geben, zu spielen“, sagt Mannschaftskapitän Kepser. Die Entscheidung mussten folglich die Doppel-Begegnungen herbeiführen, mit 4:2 führten die Hausherren aus der Landeshauptstadt nach den Einzelrunden. Doch die Grün-Weißen bekamen ein Freilos: Aufgrund einer Verletzung von Weigel schenkte Rheinstadion ein Doppel nämlich ab. So avancierte das Medenspiel zu einem waschechten Krimi: Das erste Doppel von Chuntraruk und Bijsterbosch und das Duo Stanke/Siebert zog in den Match-Tie-Break. So war die Chance auf einen 5:4-Sieg greifbar nah. Die Chancen aber vergaben die Gäste. Im Spitzendoppel verlor das belgisch-niederländische Gespann mit 3:6, 6:3, 8:10. Stanke und Siebert hatten mit 4:6, 6:3, 5:10 das Nachsehen.

„Diese Niederlage tut uns weh. Zum wiederholten Male fehlte uns das nötige Glück. Wir haben ja allein vier Matches im Tie-Break verloren“, sagt Kepser. Durch die Niederlage wird es mit dem anvisierten Klassenverbleib eng. In der kommenden Woche haben die Schlosspark-Herren spielfrei, zwei weitere Spieltage stehen noch bevor. Als Kontrahenten warten der MTV Kahlenberg und der Netzballverein Velbert. Zwar stehen diese Klubs bis dato auch im Tabellenkeller, doch Kepser sagt: „Ich glaube es wird extrem schwer, die Klasse noch zu halten“, sagt Kepser. Der etwaige Abstieg aber, so erklärt er, sei auch kein Drama. „Wir bleiben auch in der ersten Verbandsliga mit Abstand das höchstspielende Team im Kreis Kleve“, sagt Kepser.