Leichtathletik : Sportlich Licht ins Dunkel bringen

1459 Teilnehmer liefen beim 3. Lichterlauf im Forstgarten für den guten Zweck. Über die zehn Kilometer siegte Sascha Hubbert mit einer Zeit von 35:35 Minuten.

Der Lichterlauf in den historischen Gärten des Forstgartens ist mittlerweile zur festen Tradition der Laufszene in der Schwanenstadt geworden. Dabei feierte die Sportgroßveranstaltung des Vereins TriFUN nun erst den dritten Geburtstag. Wie auch in den vergangenen Jahren werden die Einnahmen aus den Startgeldern für die Instandhaltung und Neuinstallation der Lichtanlagen im Forstgarten verwendet, frei nach dem Motto: „Support your city - be part of it!“. Da der Lichterlauf in diesem Jahr zwei Wochen später als üblich stattfand, brach die Dämmerung auch erst mit dem finalen Volkslauf ein. Dafür brachten die Veranstalter ein Meer von Lichterketten und Fackeln an, die die Route beleuchteten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die diesjährige Auflage an der Wasserburgallee.

Wie viele Teilnehmer waren dabei?: Insgesamt 1459 Läufer gingen an den Start. Darunter waren 625 Frauen und 834 Männer. Im Durchschnitt waren die Teilnehmer 30 Jahre alt. Doch für den Beobachter am Seitenrand war offensichtlich: Jung und Alt laufen hier Seite an Seite. Die erfahrensten Teilnehmer waren Marianne Spronk mit 71 Jahren und Karl Tausche (84), Ella Flinterhoff mit drei Jahren die Jüngste. Doch nicht alle kamen auch im Ziel an: Knapp zehn Prozent schafften ihr Vorhaben nicht.

Was war neu in diesem Jahr?: Der Sparkassen-Schülerlauf für die Grundschulen über einen Kilometer stand erstmals auf dem Programm. Für diesen meldeten sich 188 Nachwuchssportler an. „Wir sind begeistert davon, welch eine positive Resonanz der Lauf gleich beim ersten Mal bekommen hat“, sagt Veranstalter Marco van Beek. An der Spitze der Disziplin standen final die Brüder Jesse und Mats Ernst, die nach 3:22 Minuten über die Ziellinie rannten. Ella Büns von der Liebfrauen-Grundschule war das schnellste Mädchen. 1000 Meter legte sie in 4:05 Minuten zurück.

Wer gewann beim Zehn-Kilometer-Lauf?: Die längste Distanz forciert alljährlich außergewöhnliche Leistungen. Schnell zeichnete sich auch in diesem Jahr eine Spitzengruppe ab, die den Sieg unter sich ausmachen würde. Doch sogar Moderator Laurenz Thissen, der erneut bewies, wohl jedes Gesicht der Leichtathletik-Szene persönlich zu kennen, schien überrascht über den frühen Zieleinlauf von Sascha Hubbert. Er rannte im Trikot von Laufsport Bunert und nutzte den Lichterlauf für ein besonderes Training. Hubbert setzte zum abendlichen Koppellauf an und war zuvor bereits stundenlang mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. „Ich merkte gleich mit dem Start, dass es für eine vordere Platzierung reichen würde. Das war ein perfekter Lauf und ein optimales Training“, sagt Hubbert. Schließlich ist er in diesem Jahr auch noch für einen Ironman angemeldet.

Ein besonderer Sportler: Gegen Hubbert trat unter anderem Martin Ulrich an, der in den markanten grünen Farben der Fitbox Niederrhein an den Start ging. Schon im vergangenen Jahr nahm er an einem Marathon im griechischen Athen teil. Nun nutzte er den Lichterlauf erneut als Trainingseinheit, um im Spätsommer in Budapest 42 Kilometer zurückzulegen. „Das Flair ist hervorragend hier. Man wird von der Stimmung getragen. Der Lichterlauf gibt einem einfach ein gutes Gefühl mit auf den Weg“, sagt Ulrich. Für die Königsdisziplin hatte er 47:17 Minuten nötig.

Wer gewann beim Fünf-Kilometer-Lauf?: Christoph Verhalen (Laufsport bunert&Friends) siegte in der Volksdistanz nach 17:47 Minuten. Sein weibliches Pendant war Annika van Hüüt von der LG Alpen. Sie ging als Favoritin ins Rennen und wurde ihrer Rolle mit 20:53 Minuten vollends gerecht.

Wo gibt es noch Verbesserungspotential?: Nicht wenige Läufer schilderten, dass es noch vereinzelt Stellen gebe, an denen die Beleuchtung ausgebaut werden müsste – insbesondere in den engen Gassen im Park. Zudem herrschten mitunter chaotische Verhältnisse im Start- und Zielbereich, wo die 4x2,5-Kilometer-Staffelläufer einander abschlugen und gleichzeitig die Zehn-Kilometer-Läufer vorbeirauschten. „Natürlich beschäftigt uns die Stelle. Es gab allerdings keine Unfälle“, sagt van Beek.

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