Leichtathletik: Der 36. Eurorun in Nütterden in den Startlöchern

Leichtathletik Nütterden : Der 36. Eurorun in den Startlöchern

Am Sonntag, 6. Oktober, werden bis zu 700 Läufer am Sportzentrum Nütterden erwartet. Die Leichtathleten wollen insbesondere niederländische Teilnehmer ansprechen. Am Konzept wird festgehalten, nur Details werden angepasst.

Der Eurorun in Nütterden steht vor einem, so sagt es Leichtathletik-Größe und Mitveranstalter Gerd Aengenheister, „ganz wichtigen Jahr“. Die 36. Auflage nämlich müsse nun unbedingt an die Erfolge des vergangenen Jahrs anknüpfen. „Zuletzt haben wir viele fundamentale Änderungen am Format und dem Ablauf vorgenommen“, sagt Aengenheister. So hat seine Tochter Kerstin Hoffmann mittlerweile die Federführung bei der Organisation des Volkslaufes übernommen, zudem ist der Halbmarathon aus dem Programm gestrichen worden.

Der Grund: Über einige Jahre hinweg hatte die Leichtathletik Nütterden insbesondere ob der Vielzahl an Konkurrenzveranstaltungen mit stetig sinkenden Teilnehmerzahlen zu kämpfen. Daher setzten Aengenheister, Hoffmann und Kollegen zum großen Bruch an. „Das war nötig und rückblickend der richtige Zeitpunkt. Die Auflage im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass unser Lauf lebt. Das war für uns eine ganz wichtige Rückmeldung. Schließlich hängen wir alle emotional wahnsinnig am Eurorun“, sagt Gerd Aengenheister weiter, der in diesem Jahr zudem das 40. Jubiläum seines Lauftreffs an den Sieben Quellen feiert. Auch der Veranstaltungsort wurde angepasst. So starteten die Läufer zuletzt nicht mehr an der hiesigen Grundschule, sondern am Sportzentrum Haferkamp.

Dabei bleibt es nun auch. Der Tross der Leichtathleten findet sich im Start- und Zielbereich am Antoniusweg rund um die die Vereinsheime des SV Nütterden und des Leichtathletik-Vereins ein. Auf dieser Seite der Bundesstraße verbleiben die Sportler in der Folge und durchqueren die Kranenburger Düffel. „Wir haben uns die Anpassungen im vergangenen Jahr genau angesehen und haben analysiert, ob wir damit einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben“, sagt Aengenheister. Seine Schlussfolgerung: Zuschauer und Athleten hätten das veränderte Konzept angenommen. Nun müsse man den nächsten Schritt gehen. „Wir fokussieren uns nun darauf, an Details zu schrauben und die Teilnehmerzahlen weiter auszubauen“, sagt er. Bei der Jubiläumsauflage 2018 hatten sich 439 Sportler angemeldet. Damit sei man zufrieden gewesen, aber Aengenheister bleibt ambitioniert und erklärt: „Wir denken perspektivisch schon an bis zu 700 Athleten. Vielleicht klappt es ja sogar in diesem Jahr schon.“

Alle gewohnten Starts stehen erneut auf dem Programm: der Zehn- und Fünfkilometerlauf, der Lauf der „Kleinen Talente“ über 333 Meter, der Grundschullauf über einen Kilometer und die Strecke der Kinder weiterführender Schulen über 1,6 Kilometer, die sogenannte „Eurorunmeile“. Los geht es ab 11 Uhr, die Routen bleiben unverändert. Die Zeitmessung erfolgt wie gewohnt per Chip. Gerd Aengenheister will nun insbesondere die Laufszene jenseits der Grenze ansprechen: „Es gibt bei niederländischen und deutschen Läufern offenbar immer noch Hemmungen. Sie überqueren für ihre Starts nach wie vor eher ungern die Grenze. Das gilt leider für beide Seiten“, sagt Aengenheister.

Dabei liege der Lauf in Nütterden geographisch optimal. Bei dem Vorhaben wissen die Leichtathleten auch die Euregio Rhein-Waal auf ihrer Seite: „Innerhalb des bunt gemischten Teilnehmerfelds aus Deutschland und den Niederlanden fällt es leicht, Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen“, sagt der Euregio-Vorsitzende Sjaak Kamps.

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