Fußball: "Kucze" möchte "dominant auftreten"

Fußball : "Kucze" möchte "dominant auftreten"

Fußball-Landesliga: Der 1. FC Kleve erwartet am Sonntag um 15 Uhr den TSV Wachtendonk-Wankum zum Kreisderby in der Volksbank-Arena am Bresserberg. Dennis Thyssen fällt verletzungsbedingt aus.

"Es ist überhaupt noch nichts entschieden", sagt Kleves Trainer Thomas von Kuczkowski vor dem Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den TSV Wachtendonk-Wankum. Seine Mannen, die seit Oktober ungeschlagen geblieben waren, mussten zuletzt binnen fünf Tagen gleich zwei Niederlagen hinnehmen. Während die Rot-Blauen im Spitzenspiel gegen Wesel-Lackhausen spielerisch zu überzeugen wussten, befanden sie sich in Moers "im Tiefschlaf", wie es von Kuczkowski formuliert. "Wir haben uns kurz geschüttelt und wollen Sonntag wieder den alten 1. FC Kleve präsentieren", betont "Kucze", der personell aus dem Vollen schöpfen kann. Florian te Laak (Zerrung) ist ebenso wieder ins Training eingestiegen wie Abwehrhüne Timo Stock und Lukas Nabbefeld. Stürmer Dennis Thyssen, der sich in Moers den Fuß umgeschlagen hat, fällt dagegen aus.

"Insgesamt habe ich jetzt mehr Alternativen", sagt der FC-Trainer und kündigt gegenüber der Anfangsformation vom Ostermontag leichte Änderungen an. "Wir wollen selber aktiv werden und dominant auftreten", betont von Kuczkowski, der Wa./Wa. für einen gefährlichen Gegner hält.

Obwohl die Wachtendonker nun zum Tabellenersten der Fußball-Landesliga reisen, ist Frank Goldau frohen Mutes. "Wir haben bei der Partie in Kleve nichts zu verlieren. Es erwartet keiner etwas von uns", sagt der Trainer des TSV Wachtendonk/Wankum. Somit kann seine Elf ohne Druck beim Kreisderby antreten. Dabei hatten die Wachtendonker im Hinspiel noch ein 1:1 gegen den 1. FC Kleve errungen. "Das war aber eine ganz andere Situation", sagt Goldau und erstickt unrealistische Gedanken direkt im Keim. "Damals haben wir noch in einer etwas anderen Besetzung gespielt. Da standen noch Krisha Penn und Igor Stepanov auf dem Feld", zählt Goldau auf. Zudem muss der Coach am Sonntag auf weitere Spieler verzichten: Verletzungsbedingt fallen Andreas Schroers (Zerrung in der Wade) und wahrscheinlich auch Timo Ingenlath (Muskelverletzung im Oberschenkel) aus. Angeschlagen sind darüber hinaus auch Björn Schaap und Lucien Maesmanns. "Verletzungsbedingt und gesundheitlich läuft es zurzeit gar nicht rund bei uns", sagt Goldau. Somit hofft der TSV-Trainer einfach nur, dass sich seine Mannen "vernünftig verkaufen". Der 1. FC Kleve habe seiner Meinung nach ganz andere Ambitionen. "Zwar haben sie die vergangene Partie gegen den GSV Moers mit 0:1 verloren, aber wenn sie ihre Spitzenposition verteidigen wollen, müssen sie wahrscheinlich nun jedes Spiel gewinnen", sagt Goldau. Denn der punktgleiche PSV Wesel-Lackhausen sitzt ihnen nicht nur im Nacken, sondern hat auch bisher drei Spiele weniger absolviert als die Klever. Für die Wachtendonker ist das Kreisderby einfach "eine reizvolle Aufgabe", fasst es Goldau zusammen. Jedoch muss der TSV auch aufpassen. Zwar rangiert er mit 24 Punkten zurzeit auf Platz neun der Landesligatabelle, doch nur vier Zähler trennen die Wachtendonker von einem Abstiegsplatz. "Wir geben unser Bestes und hoffen dabei auf ganz viel Glück für uns und ein wenig Pech für Kleve. Dann springt im besten Fall sogar ein Punkt für uns raus, den der FC im Osternest liegengelassen hat."

(RP)
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