Kreisliga: Die Halbserien-Zwischenbilanz des Uedemer SV

Kreisliga A : Der Uedemer SV scheint reif für die Bezirksliga

Das Aufgebot von Trainer Martin Würzler ist der erste Verfolger des SV Rindern. Ein gewichtiger Grund dafür: die Breite im Kader. Der Übungsleiter bleibt dem Uedemer SV auch in der kommenden Spielzeit treu.

In der zweiten Saison nach dem Aufstieg in die Kreisliga A ist der Uedemer SV in der Spielklasse angekommen. Nachdem im Vorjahr eine wechselhafte Spielzeit im achten Platz der Abschlusstabelle resultierte, überwintert die Mannschaft um Trainer Martin Würzler nun auf dem zweiten Tabellenplatz und schnuppert damit am Aufstieg in die Bezirksliga. „Wir haben vor der Spielzeit schon das Selbstbewusstsein gehabt, dass wir an einem guten Tag in der Liga jeden schlagen können. Und in der Vorbereitung habe ich auch den Willen der Mannschaft gespürt, dies umzusetzen. Dass es jedoch so gut wie bisher laufen würde, hatten wir nicht erwartet. Aber wir freuen uns über den aktuellen Tabellenplatz. Und natürlich wollen wir diesen auch bis zum Saisonende verteidigen“, bilanziert Würzler die ersten 16 Partien der Spielzeit 2019/2020.

Der Hauptgrund für den derzeitigen Erfolg des Uedemer SV ist wohl in der Konstanz der Mannschaft zu finden. Erst zwei Niederlagen, gegen den SV Rindern und den SV Sevelen, sowie ein Unentschieden gegen Pfalzdorf stehen 13 siegreichen Partien gegenüber. „Besonders im Defensivverhalten hat sich die Mannschaft erheblich gesteigert. Das war nach der letzten Spielzeit, in der wir insgesamt 52 Gegentore kassiert haben, auch bitter nötig. Und das hat das Team bis hierher sehr gut auf dem Feld umgesetzt“, zeigt sich Würzler zufrieden.

Gleiches gilt für den Angriff der Uedemer: Mit 48 erzielten Toren stellen sie nach dem Klassenprimus SV Rindern die derzeit zweitgefährlichste Offensivabteilung der Liga. „Ich glaube, dass wir im Angriff für den Gegner derzeit schwer auszurechnen sind. Wir haben gleich mehrere Spieler, die immer für einen erfolgreichen Abschluss gut sind. Zudem ist der Kader breiter geworden. Das bedeutet: Ich kann mit Einwechselungen dem Spiel immer wieder neue Impulse verleihen“, freut sich der 36-jährige Trainer über die aktuelle Leistungsdichte bei seinen Spielern. Würzler habe den Eindruck, dass sich in den Köpfen der Kicker etwas entwickelt hat. „Ich bin sehr stolz darauf, dass die Jungs wirklich an jedem Spieltag immer 100 Prozent geben. Es wird kein Gegner unterschätzt und es wird immer bis zum Abpfiff gearbeitet. Das zeigt mir, dass die Mannschaft verstanden hat, worum es geht.“

Genau das wollen Würzler, der auch in der kommenden Spielzeit mit seinem spielenden Co-Trainer Peter Janßen die sportlichen Geschicke des Traditionsklubs leiten wird, und sein Team auch in der Rückrunde auf den Platz bringen. „Wir wollen wirklich jedes Spiel gewinnen und schauen beim Gegner nicht auf den Namen oder den Tabellenstand, sondern nur auf uns“, sagt der Übungsleiter. Ob dieser Weg schlussendlich in die Bezirksliga führen wird, bleibt abzuwarten. Doch mit den gezeigten Leistungen und der entwickelten Mentalität ist dem Uedemer SV nach sechs Jahren in den Kreisligen die Rückkehr in die Bezirksliga durchaus zu zutrauen.