1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve
  4. Sport Kleve und Goch

Kreis Kleve: Tischtennis-Teams starten mit mulmigem Gefühl

Tischtennis : Aufschlag mit einem mulmigen Gefühl

Die meisten Klubs starten eher mit Bauchschmerzen in die am Wochenende beginnende Saison. Sie kritisieren Entscheidungen der Verbände und einen „kommunalen Flickenteppich“ bei der Hygieneverordnung.

Vorfreude klingt wirklich anders. Die meisten Klubs der Region gehen wegen der Corona-Pandemie eher mit Bauchschmerzen denn mit der ansonsten üblichen Euphorie in die am Wochenende in vielen Klassen beginnende Tischtennis-Saison. Da ist das Unverständnis über die Entscheidung der Verbände, in den Meisterschaftspartien erst einmal nur Einzel und keine Doppel auszutragen. „Wir können in Fahr-Gemeinschaften mit bis zu fünf Akteuren in einem Auto zu den Partien anreisen. Und dann dürfen wir keine Doppel austragen. Wo ist da die Logik?“ sagt Peter Hendricks, Vorsitzender von WRW Kleve.

Eugen Brück, Vorsitzender des TTC Geldern-Veert, ärgert sich über „einen kommunalen Flickenteppich“ bei den Hygieneverordnungen. Bei Heimpartien seines Vereins, dessen erstes Damen-Team in der Verbandsliga aufschlägt, können die Duschen in der Halle genutzt werden. In Kleve ist dies wiederum untersagt. Die Gästespielerinnen müssen somit nach Partien der ersten Damen-Mannschaft von WRW in der Dritten Bundesliga verschwitzt die Rückfahrt nach Hamburg oder Göttingen antreten.

  • Auf Chiara Pigerl warten in der
    Tischtennis : Auch auf DTTB-Ebene kein Doppel mehr
  • Centerin Lotti Ellenrieder startet mit den
    Basketball : TG Neuss trifft in 2. Basketball-Liga auf elf Konkurrenten  
  • Hendrik Hanisch (r.) fiel lange verletzt
    Handball : TB Wülfrath erwartet zum Auftakt mit Kettwig einen dicken Brocken

Heinz Leuken, Abteilungsleiter des SV Walbeck, dessen Damen-Teams in der NRW- und Verbandsliga spielen, wäre es am liebsten gewesen, wenn der Verband mit dem Saisonauftakt noch gewartet hätte. „Jetzt starten wir wegen der Pandemie mit einem mulmigen Gefühl und der Sorge, dass sich unsere Sportler, von denen einige der Risikogruppe angehören, infizieren. Wir müssen als Verantwortliche in den Vereinen sehr viel Verantwortung auf unsere Schulter laden“, sagt Leuken. Er übt Kritik am Verband. „Einerseits sollen keine Kreismeisterschaften ausgetragen werden und der Verband organisiert auch keine Ranglisten-Turniere. Andererseits sollen die Meisterschaftsspiele aber stattfinden“, so Leuken.

Mit einen Auswärtsspiel startet die zweite Damen-Mannschaft von WRW Kleve in die Saison in der Regionalliga. Der Aufsteiger in die vierthöchste Klasse tritt am Sonntag beim TTC GW Fritzdorf an. „Der Klassenerhalt ist für die Mannschaft bei der starken Konkurrenz das Maß aller Dinge“, sagt Klaus Seipold, Teammanager der WRW-Damen. Das gilt auch für das Herren-Team des Klubs, dem als Tabellenzweiter in der Landesliga der Sprung in die Verbandsliga gelungen ist. „Wenn wir den Ligaverbleib schaffen, dann wäre das ein Erfolg“, sagt Peter Hendricks. Der Neuling, der auf die bewährten Kräfte der vergangenen Saison setzen kann, erwartet zum Start am Samstag, 18.30 Uhr, den TTC Herne-Vöde.

Mit fast unveränderter Besetzung spielt auch die DJK Rhenania Kleve, die in der Herren-Landesliga wieder einen Platz in der oberen Tabellenhälfte erreichen will. Neu in der Mannschaft ist Stefan Rüttgers, der aus dem zweiten Team (Bezirksklasse) aufgerückt ist. Nicht mehr zum Aufgebot gehört Jens Westerbeck, der nun die Nummer eins der DJK Kleve II ist.

„Das wird sicherlich eine merkwürdige Saison. Nichtsdestotrotz sind wir voll motiviert“, sagt Jörn Franken, Kapitän des NRW-Ligisten TTV Rees-Groin, der sich mit seinem Team einen Platz im oberen Mittelfeld zum Ziel gesetzt hat. Diese Vorgabe hat auch der TTV Rees-Groin II in der Landesliga. Nach dem Abstieg aus der NRW-Liga will die erste Reeser Damen-Mannschaft in der Verbandsliga oben mitspielen.

Das Ziel Klassenerhalt haben die Damen-Teams des SV Walbeck, die am Wochenende noch nicht in die Saison starten. Neu im Kader der ersten Mannschaft in der NRW-Liga ist ein talentiertes Eigengewächs. Die 16-jährige Sarah Mattheus ist aus dem dritten Team aufgerückt. Keine Veränderungen gab es in der zweiten Mannschaft in der Verbandsliga.

Die Damen des TTC Geldern-Veert, Neuling in der Verbandsliga, schlagen an diesem Wochenende ebenfalls noch nicht auf. Die Mannschaft, die in unveränderter Besetzung antritt, will den Klassenerhalt schaffen.