Fußball: Kleves Zweite wird spät geschockt

Fußball : Kleves Zweite wird spät geschockt

Fußball-Bezirksliga: 1. FC Kleve II - SV Schwafheim 2:2. Borussia Veen - Viktoria Goch 2:2 (1:0).

1. FC Kleve: Ein bitteres Ende nahm der letzte Spieltag für die Reserve des 1.FC Kleve. Daheim spielte die Elf von Trainer Lukas Nakielski 2:2-Unentschieden gegen den SV Schwafheim, gab jedoch in der Schlussphase eine 2-Tore-Führung aus der Hand. Mit dem Punktgewinn erreichen die Rot-Blauen die anvisierte 20-Punkte-Marke.

Beim Blick auf die Aufstellung fielen zwei Namen ins Auge. Sebastian Santana und Tim Harwardt liefen erstmals nach langen Verletzungen wieder von Anfang an auf. Harwardt gab auch den ersten Schuss der Partie ab, dieser ging aber knapp am Kasten vorbei (8.). Im Anschluss kamen die Gäste zu zwei guten Gelegenheiten, beide verfehlten das Gehäuse von Bjarne Janßen aber. Der SVS zeigte sich auch im Anschluss als guter Gegner, den ersten Treffer erzielten nach 35 Minuten aber die Klever zum 1:0.

Nach Wiederanpfiff schien das Matchglück weiter auf Seiten des Nakielski-Teams zu sein. Gästespieler Pascal Schmidt sah innerhalb weniger Minuten zwei mal die gelbe Karte, sodass Kleve nun in Überzahl agierte (51.). Doch auch mit einem Spieler weniger blieb Schwafheim gefährlich, konnte Janßen aber nicht überwinden. So ließ der SVS weitere Chancen liegen. Für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte fünf Minuten vor Schluss dann der eingewechselte Julian Diedenhofen mit seinem Treffer zum 2:0 (85.). In der Schlussphase bewiesen die Gäste große Moral, ein Doppelschlag von Pinske und Gazija in der Nachspielzeit stellte den 2:2-Endstand her. „Im Moment sind wir im Abschluss nicht konsequent genug“, sagte Nakielski anschließend: „So noch 2:2 zu spielen, ist natürlich sehr bitter.“ Das erste Ziel für die Hinrunde haben die Rot-Blauen dadurch dennoch erreicht und 20 Zähler auf der Habenseite.

Viktoria Goch: Dank eines starken Schlussspurts mit zwei späten Treffern hat die Gocher Viktoria beim heimstarken Aufsteiger Borussia Veen immerhin noch einen Punkt mitnehmen können. Verteidiger Mika Winkler, der für den verletzten Klaas Gerlitzki in die Gocher Startformation gerutscht war, war für den umjubelten Ausgleichstreffer zum 2:2 in der Nachspielzeit verantwortlich. Der bisher so überzeugende gastgebende Aufsteiger hatte wie bereits bei der Last-Minute-Niederlage letzte Woche beim VfB Homberg II (2:3) erneut eine unglückliche, Punkte raubende Schlussphase zu beklagen.

„Wir sind äußerst unglücklich in Rückstand geraten. Aber die Jungs haben eine super Moral gezeigt und sind dafür dann auch noch belohnt worden“, freute sich Viktoria-Coach Jan Kilkens ob des Spielverlaufs sehr über den Punkt. Gegen einen bekanntermaßen brandgefährlichen Gegner sah er seine Elf sogar leicht im Vorteil.

Die Spielkontrolle lag auch vorwiegend bei den Gochern, die bereits in Durchgang Eins einige gute Chancen hatten. Doch Atila Ercan, Marius Alt und auch Besar Amzai scheiterten allesamt am stark parierenden Borussen-Keeper. Ein Abstaubertor von Ken Klemmer (13.) bescherte den Gastgebern hingegen eine glückliche Pausenführung.
Selbige baute Veen nach der Pause sogar noch aus. Topstürmer Jan Büren, der weitestgehend bei der aufmerksamen Viktoria-Defensive abgemeldet war, nutzte eiskalt eine Kontergelegenheit zum 2:0 (62.). Doch besiegt waren die Schwarz-Roten damit nicht. Nach einem überharten Einsteigen gegen Marius Alt fühlten sich die Gocher umso mehr emotional angefasst, was durch ein Eigentor des Übeltäters Michel Schmitz nach langem Ball von Atila Ercan zum 2:1-Anschluss noch weiter befeuert wurde (81.). Die Krönung folgte dann in der zweiten Minute der Nachspielzeit: Eine engagierte Einzelaktion von Besar Amzai gegen drei Gegenspieler mündete in einen Abschlussversuch, der auf Umwegen zu Mika Winkler fand. Der Youngster behielt die Nerven und schob zum verdienten 2:2 ein.

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