Kanu : Kleverin im Nationalteam

Die Klever Kanutin Jana Hohl ist für die Junioren-Nationalmannschaft nominiert. Vom 31. August bis 2. September tritt sie in Mailand bei der Weltmeisterschaft des Internationalen Kanu Verbandes an.

Weltmeisterin im Alter von 15 Jahren – diesen Traum kann sie sich erfüllen: Jana Hohl. Bereits im nächsten Monat tritt die Kleverin bei der Drachenbootweltmeisterschaft in Mailand an. Die 15-Jährige ist nun eine von 26 Jugendlichen bundesweit, die mit der Junioren-Nationalmannschaft des Deutschen Kanu Verbandes gegen die Vertreter aus 16 Nationen antreten.

Qualifiziert hatte sie sich bei diversen Sichtungen und Trainingslagern in Duisburg, Witten und Koblenz. Schon seit Jahren fährt Hohl im Kanu-Club Kleverland. Zunächst Kajak – dann Drachenboot. Zuerst nur als Trommlerin eingesetzt, begann Hohl erst vor kurzem als aktive Kanutin beim Drachenbootteam "Spoy-Dragons" teilzunehmen. Zurzeit trainiert sie nicht nur bei den Spoy-Dragons auf dem heimischen Kermisdahl, sondern auch einmal wöchentlich beim befreundeten Team des TVK Kupferdreh in Essen.

Die Nationalmannschaft mit Kanuten aus Witten, Borken, Potsdam, Schierstein, Rostock und neuerdings auch Kleve treffen sich am Wochenende vor Mailand noch einmal zu einem letzten Trainingslager in Schierstein bei Wiesbaden. Bereits am 28. August, drei Tage vor der Weltmeisterschaft, machen sich die Athleten auf den Weg in die Modemetropole im Norden Italiens – auch hier wird vor den Titelkämpfen noch trainiert. Dazu dient die Regatta-Bahn im Süden der Stadt. Bei der Weltmeisterschaft werden nach dem bisherigen Stand 16 Nationen aus vier Kontinenten erwartet. Dazu zählen Europa, Asien, Nordamerika und erstmals auch Afrika. Im internationalen Wettbewerb für Nationalmannschaften wird in drei verschiedenen Altersklassen gefahren. Die Junioren (15 bis 17 Jahre), die Senioren (18 bis 39 Jahre) und die Masters (ab 40 Jahre) werden auf dem Lago Idroscalo im Süden Mailands um die begehrten Weltmeistertitel kämpfen. Die Sportler fahren in Mailand drei verschiedene Wettkampfdistanzen: 200, 500 und 2000 Meter.

Am Ende der Weltmeisterschaft ist eine gemeinsame Abschlussveranstaltung mit allen Nationen geplant. Danach geht es dann, vielleicht sogar mit der einen oder anderen Medaille, zurück Richtung Niederrhein.

(RP)