Sportkegeln : Kleve verpasst den Coup

Bundesligist rangiert auf dem vorletzten Platz.

Überraschend gewinnen die Bundesliga-Damen vom Haus Ida gegen den KSC Dilsburg mit 2:1. Für ein perfektes Wochenende aber reicht es nicht: Remscheid präsentiert sich deutlich zu stark für das Klever Aufgebot. Nun rangieren Silke Thissen und Kolleginnen auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Es war ein waschechter Kraftakt für die Bundesliga-Frauen der SK Kleve: Am Wochenende musste das Aufgebot um Mannschaftskapitänin Silke Thissen gleich zwei Mal an den Start gehen. Auf heimischer Bahn in der Keglerbörse Haus Ida ging es gegen den KSC Dilsburg, auswärts wartete der RSV Samo Remscheid. Gegen die Mannschaft aus dem saarländischen Dilsburg gelang ein für den Kampf um den Klassenverbleib besonders wichtiger 2:1-Erfolg. „Mit dem Sieg gegen Dilsburg sind wir sehr zufrieden, damit haben wir nicht unbedingt gerechnet. Es war sicher kein leichtes Spiel“, blickt Thissen zurück. Nach dem ersten Block hatten die Kleverinnen mit 50 Holz vorgelegen, im Mittelblock waren die Sportkeglerinnen jedoch deutlich zurückgefallen. Die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeberinnen folgte im Schlussblock. „Da war eine große Portion Kampf- und Teamgeist nötig. Diese Mentalität aber haben wir bewiesen und daher auch verdient gewonnen“, sagt Thissen.

Birgit Wilkes hatte an erster Stelle mit 817 zu 813 Punkten knapp gewonnen. Deutlicher gestaltete die Kleverin Sandra van Bebber ihre Begegnung, die die Oberhand mit 848:802 behielt. Nancy Neuhaus musste sich mit 746:793 geschlagen geben, Petra Fritz unterlag mit 814:863. Stephanie Schlebusch und Silke Thissen selbst aber drehten mächtig auf und gewannen mit 831:814 sowie 837:764 Zählern. „Ich bin ja immer sehr selbstkritisch, aber bei diesem Mal bin sogar ich sehr zufrieden mit meiner Leistung“, sagt Thissen. Weniger erfolgreich gestaltete das SK-Aufgebot jedoch das Gastspiel beim RSV Samo Remscheid. Zum Hintergrund: Der Begriff Samo ist eine Rückbesinnung auf die Trainingszeiten in der Gründerzeit, am Samstagmorgen hatten die Sportlerinnen aus dem Rheinland traditionell trainiert. Die Kleverinnen hatten gegen den erfahrenen Bundesligisten anfangs gut mitgehalten. Schlussendlich aber mussten sich die Gäste deutlich mit 0:3 geschlagen geben.

Ein Blick auf die Begegnung: Stephanie Schlebusch hatte nur knapp mit 850:855 verloren, Sandra van Bebber mit 822:867. Die weiteren Aufeinandertreffen aber gestaltete Remscheid klar: Alina Nolte verlor mit 710:822, Petra Fritz mit 803:820. Auch Nancy Neuhaus und Silke Thissen waren chancenlos, sie unterlagen mit 750:835 und 771:825. „Stephanie Schlebusch hat unglaublich stark gespielt. Doch die Gastgeber waren gewohnt überzeugend. Dazu kommt: Insbesondere im Schlussblock haben wir schlichtweg nicht unsere Leistung abgerufen“, sagt Thissen. In der Tabelle sortieren sich die Sportkeglerinnen nun auf dem vorletzten Platz ein. Die nächste Partie wartet am 26. Oktober bei den Damen der KSF 62 Wuppertal, die bisher nur einen Punkt mehr als Kleve gesammelt haben.