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Kleve: SG Keeken/Schanz erwischt einen schlechten Saisonstart

Fußball : Personalprobleme verhageln der SG Keeken/Schanz den Start

Der A-Ligist steht als Aufsteiger auf dem letzten Tabellenplatz. Bereits die Vorbereitung lief nicht gut. Dennoch: Der Klassenerhalt bleibt das Ziel.

Als Drittplatzierter der Fußball-Kreisliga B, Gruppe eins, in der abgebrochenen Spielzeit 2019/20, erhielt die SG Keeken/Schanz, aufgrund der Quotienten-Regelung, die Möglichkeit, in die Kreisliga A aufzusteigen. Und nach kurzer, interner Diskussion nahm das Team diese Herausforderung auch an.

Allerdings lief es bereits in der Vorbereitung nicht so, wie es sich Trainer Stefan Stang erhofft hatte. Grund waren nicht fehlende sportliche Erfolge, sondern die Tatsache, dass sich einige Spieler bereits sehr früh verletzt hatten. Und dieses Pech blieb dem Aufsteiger auch in der Folge erhalten.

So wird Kapitän Frederick Reymer, aufgrund einer schweren Bänderverletzung, in dieser Spielzeit wohl nicht mehr eingreifen können. Und auch Stürmer Philip Diedenhofen fällt, ebenfalls mit einer Bänderverletzung, lange aus. Zudem hat es Mittelfeldmotor Simon Berressen beruflich nach München verschlagen. Er steht für das Training gar nicht mehr und für Spiele nur noch sporadisch zur Verfügung. „Da ist uns eine komplette Achse weggebrochen, die fast nicht zu ersetzen ist“, so Stang, der in seiner neunten Spielzeit die Verantwortung an der Seitenlinie der Spielgemeinschaft von Nordwacht Keeken und Vorwärts Schenkenschanz trägt.

Bis zum siebten Spieltag musste die Mannschaft auf ihren ersten Punktgewinn in der Kreisliga A warten. Dabei wurde der SV Donsbrüggen knapp mit 1:0 bezwungen. Ansonsten beurteilt Stefan Stang das bisherige Auftreten seines Teams mit gemischten Gefühlen. „Wir haben bisher einfach zu wenige Punkte geholt. In einigen Partien war durchaus mehr drin, als letztlich herausgesprungen ist. Zu Beginn der Spielzeit konnte ich das noch unter der Rubrik ,fehlende Erfahrung’ und ,Lehrgeld bezahlen’ ablegen. Allerdings müssten wir langsam aus diesem Stadium heraus sein. Das ist aber leider noch nicht der Fall.“

Die Gründe erklärt der Coach so: „Es sind immer wieder kleine Fehler, die sich wiederholen und die am Ende dafür sorgen, dass sich die Mannschaft für ihr Engagement auf dem Feld nicht belohnt. Stang sieht derzeit eine Stagnation in der Entwicklung seiner Mannschaft.

Die Stimmung im Team sei jedoch trotz des letzten Platzes weiterhin sehr gut. „Ich muss der Mannschaft das Kompliment machen, dass sie trotz der Tabellensituation nun nicht anfängt, sich intern zu zerfleischen. Die Stimmung ist nach wie vor sehr gut. Und die Jungs sind auch gewillt, weiter intensiv und hart zu arbeiten. Und sie tun dies auch derzeit, im Rahmen der aktuellen Trainingsmöglichkeiten durch Laufeinheiten“, so Stang.

Und auch aus den beiden Vereinsführungen gibt es derzeit keine Kritik an der Mannschaft. Stefan Stang kann in Ruhe weiter das Projekt Klassenerhalt in Angriff nehmen, wenn die Corona-Pause irgendwann einmal beendet wird.