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Radsport: Kleve: Rennfieber am Tönnissen-Center

Radsport : Kleve: Rennfieber am Tönnissen-Center

Hunderte von Radrennfahrern haben sich bei der 15. Auflage "Rund ums Tönnissen-Center" packende Duelle geliefert. Beim Hauptrennen der Elite-Männer setzte sich Phil Bauhaus durch, schnellste Elite-Frau war Winanda Spoor.

Da hilft selbst perfekte Organisation nichts: Die Jubiläums-Ausgabe des Radrennens "Rund ums Tönnissen-Center" begann am Sonntag-Morgen unter schlechten Vorzeichen. Über Nacht hatte es sich so richtig eingeregnet, die ersten Rennen des Tages fanden unter wolkenverhangenem Himmel statt. "Den Fahrern macht der Regen nicht so viel aus", sagte Organisator Rudi Tönnissen am Streckenrand. Einzig die nasse und somit rutschige Fahrbahn berge gewisse Tücken. "Die Jungs schalten dann einen Gang runter und passen in den Kurven auf", sagte Tönnisen.

 Der Zweitplatzierte Nikias Arndt, Sieger Phil Bauhaus und Dritter Michael Kurth (von links) auf dem Podium des Rennens der Elite-Männer über 70 Kilometer "Rund ums Tönnissen-Center".
Der Zweitplatzierte Nikias Arndt, Sieger Phil Bauhaus und Dritter Michael Kurth (von links) auf dem Podium des Rennens der Elite-Männer über 70 Kilometer "Rund ums Tönnissen-Center". Foto: Klaus-Dieter Stade

Empfindlicher sind da schon die Zuschauer: Die fanden erst zahlreich den Weg zum Tönnisen-Center, als gegen Mittag die Sonne den Regen vertrieb. Ab dann hieß wieder: Rennfieber in Kleve. Die Organisatoren rund um den SV Donsbrüggen hatten nicht nur für Sport und Spannung auf der Strecke, sondern auch für Spaß und Unterhaltung daneben gesorgt. Ein Trödelmarkt, Grillstände und Angebote für Kinder sorgten für Stimmung. Gekommen waren die Meisten aber für die sportlichen Höhepunkte, die ihnen von den 400 gemeldeten Fahrern auf der Rennpiste geboten wurden.

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Los ging es bei der 15. Ausgabe des Spektakels mit den Männern C über eine Strecke von 60 Kilometern. Zwei Kilometer ist eine Runde beim Klever Rennen lang, Insgesamt 30 Mal zog das Teilnehmerfeld über die Start- und Zielgerade am Tönnissen-Center vorbei. Hier konnte sich am Ende Harald Frank vom Team Squadra Ciclismo Colonia mit einer Zeit von 1:19:18 durchsetzen. Denkbar knapp: Beim Zweitplatzierten Hardy Zimmermann vom RSV Team-ME Mettmann blieb die Uhr bei 1:19:19 stehen.

Die Elite kämpfte am Nachmittag in Kleve. Beim Rennen der Elite FT und Frauen über 44 Kilometer gewann Winanda Spoor vom GRC Jan van Arckel mit einer Zeit von 1:07:58 vor Melanie Hesseling vom OSG Westfalen Dortmund, die ebenfalls bei 1:07:58 über die Linie fuhr. Die Elite-Männer traten prominent besetzt als letztes Starterfeld "Rund ums Tönnisen-Center" an. Unter den Radrennfahrern befanden sich Namen wie Johannes Fröhlinger und Nikias Arndt, die beim Argos-Shimano-Team zuletzt auch an der Tour de France teilnahmen. Nach einer Strecke von 70 Kilometern siegte in Kleve mit einer Zeit von 1:31:42 Phil Bauhaus vom Team Stölting vor Nikias Arndt. Der 27-jährige Klever Daniel Aben, der vor Kurzem in Nettetal das Rennen der C-Männer für sich entscheiden konnte und somit in die Elite-Klasse aufgerückt ist, kam vor heimischem Publikum nicht aufs Treppchen. Den Veranstaltern des Radrennens liegt ein Fahrerfeld traditionell besonders am Herzen: die Jugend. Vier Rennen — also die Hälfte des kompletten Angebots — waren für Fahrer unter 15 Jahren ausgeschrieben. Bei der Jugend U13 fuhr Dennis Willems vom WV Uden mit einer Zeit von 24:24 nach zwölf Kilometern als erster über die Ziellinie, über die Strecke von 20 Kilometern siegte Wim Wittenberg vom JvR de Batauwers nach 32:06 in der Gruppe der Jugend U15. Auch die jüngsten Teilnehmer trugen unter sich aus, wer der schnellste Radler Kleves ist. Mit ihren eigenen Fahrrädern angetreten, maßen sich die Kinder bis acht und von neun bis zehn Jahren über die Strecke einer Runde. Für besonders viel Stimmung am Streckenrand sorgte auch das Firmen-Rennen mit Teilnehmern aus der lokalen Wirtschaft und das Badewannen-Rennen, bei dem Väter mit ihren Kindern gemeinsam antraten.

(lukra)