Fußball : FC-Reserve will letzten Schritt zum Klassenerhalt meistern

Fußball-Bezirksliga, Gruppe 5, SV Rindern – 1. FC Kleve II (Sonntag, 15 Uhr). Beim Saisonabschluss-Krimi kommt es zum Schwanenstädter Lokalderby.

Während es für den SV Rindern nach dem seit vergangener Woche feststehenden direkten Wiederabstieg in die Kreisliga A um nichts mehr geht, kann die Reserve des 1. FC Kleve an der Wasserburgallee den Klassenerhalt aus eigener Kraft unter Dach und Fach bringen. Nach dem enorm wichtigen Sieg gegen den Kevelaerer SV am heimischen Bresserberg (2:1) vergangenen Sonntag brauchen die Schwanenstädter sich nicht um die Ergebnisse der Konkurrenz kümmern. Was in Rindern gilt, ist die eigenen Hausaufgaben zu erledigen. Das sieht auch FC-Trainer Lukas Nakielski so: „Wir haben unsere Ausgangssituation enorm verbessert, haben zehn Punkte aus fünf Partien geholt. Jetzt wollen wir die letzte Etappe auf einem in dieser Saison steinigen Weg meistern und unser Ziel „Bezirksliga 2019/2020“ auch erreichen.“

Die Rot-Blauen erwarten im Lokalderby in Rindern aber keine einfachen 90 Minuten, wie Nakielski betont: „Natürlich ist der Gegner abgestiegen, aber solche Spiele haben immer eine besondere Atmosphäre auf und neben dem Platz. Es wird nicht einfach werden, davon können wir ausgehen.“ Doch Nakielski setzt auf den Faktor „Form“: „Die Mannschaft ist gut drauf, wir haben gut trainiert diese Woche und der Wille ist absolut erkennbar, jetzt alles unter Dach und Fach zu bringen. Das Team muss es jetzt noch einmal auf den Platz zeigen, dann haben wir es vollendet.“

Personell kann das Trainerteam Nakielski/Dilek Özden auf den Kader der Vorwoche zurückgreifen, eventuell kehren Tim-Maxim Harwardt und Patrick Janssen noch zurück. Bei Otman Maehouat wird es wahrscheinlich nicht reichen. „Es ist gut, wenn man bei der letzten Aufgabe ein festes Gerüst zur Verfügung hat, mit dem wir in Rindern auflaufen können“, freut sich Kleves Coach Nakielski. Jetzt heißt es für die Klever Zweitvertretung noch einmal Kräfte bündeln und über den Zielstrich gehen. Die Ernüchterung auf Seiten des SV Rindern war in den letzten Tagen groß.

Nach schlechter Hinrunde hatte sich die Elf von Trainer Joris Ernst in der Rückserie gefangen, die Bürde aus den vorherigen Monaten war aber zu groß. „Wir haben uns den Abstieg selber zuzuschreiben“, so der Coach: „Dennoch werden wir im nächsten Jahr stark zurückkommen.“ Zuvor gilt es aber, eine gute Leistung gegen den Lokalrivalen vom Bresserberg abzurufen, um die Chancengleichheit im packenden Kampf um den Relegationsplatz zu erhalten. „Zudem wollen wir uns vernünftig von unseren Anhängern in die Sommerpause verabschieden und uns beim Verein für die Unterstützung in den letzten Monaten bedanken“, so Ernst.

In den Hinterköpfen seiner Spieler dürfte auch noch die 1:5-Niederlage aus dem Hinspiel sein. Damals überrollten die Klever die Defensive der Zebras mit hohem Tempo im Umschaltspiel, was es für Abwehrchef Fabian Hildebrandt und seine Mitspieler nun zu verhindern gilt. Bei diesem Vorhaben stehen hinter einigen Akteuren noch Fragezeichen. So sind Bahri Kera und Daniel Beine zurzeit angeschlagen. Allerdings soll dies Rindern nicht davon abhalten, eine gewillte und schlagkräftige Elf auf den Platz zu bringen, die der FC-Reserve Paroli bieten kann.