Fußball: Kleve auf der Suche nach der Erfolgsspur

Fußball : Kleve auf der Suche nach der Erfolgsspur

Fußball-Landesliga: Die Heimniederlage gegen Tönisberg bedeutete für den 1. FC Kleve den achten Punktverlust in Folge. Mit einem Sieg bei den Sportfreunden Broekhuysen will man wieder festen Boden unter die Füße bekommen.

Thomas von Kuczkowski kann mit Niederlagen leben. Trotzdem ärgert es ihn, wie leichtfertig seine Mannschaft am vergangenen Sonntag gegen eine keineswegs überragende Tönisberger Mannschaft mit der Möglichkeit umgegangen ist, den Kontakt zum Aufstiegsrivalen 1. FC Mönchengladbach weiter eng zu gestalten. "Wir scheitern derzeit nun wirklich nicht an der Stärke der Gegner", sagt der Trainer des 1. FC Kleve. Die Einstellung einer Reihe von Spielern sei der eigentliche Grund, weshalb man mit der Derby-Niederlage gegen Viktoria Goch aus der Erfolgsspur geraten sei. "Wir müssen uns der eigenen Qualitäten besinnen und diese dann auch mit dem unbedingten Willen zum Sieg während der 90 Minuten abrufen", fordert "Kucze".

Er hätte auch sagen können, dass es in dieser Saison genügend Beispiele gegeben habe, wo die Mannschaft ihre Aufgabe exzellent gelöst hat. Auch gegen Mannschaften, die - wie man gerne sagt - nicht zur Laufkundschaft in der Liga gehören. Die Begegnung beim VSF Amern ist so ein Spiel gewesen, in dem die Klever neben ihrer fußballerischen Qualität kämpferisch dagegen gehalten und die Tormöglichkeiten mit der notwendigen Galligkeit auf den Erfolg genutzt haben. "Diesen Faden müssen wir so schnell wie möglich wieder aufnehmen", lautet die Anweisung des Klever Trainers an seine Mannschaft, die trotz des Langzeitausfalls ihres Mittelfeldmotors Niklas Klein-Wiele für Landesligaverhältnisse immer noch überdurchschnittlich gut besetzt ist.

Das sollte morgen auch gegen die Sportfreunde Broekhuysen zum Tragen kommen, die nach ihrem Landesliga-Aufstieg finanziell keine Harakiri-Aktionen gestartet haben, um alles, was der Markt hergibt, an den Dorfverein zu binden, um unter allen Umständen an der neuen sportlichen Umgebung mehr als nur diese eine Saison teilhaben zu können. "Was dort geleistet wird, begegne ich mit hohem Respekt", sagt von Kuczkowski, der genau verfolgt hat, wie knapp die Sportfreunde einige Spiele nur verloren haben - anders als der GSV Moers das getan hat, der aber auch unter gänzlich anderen Voraussetzungen die Saison in Angriff nehmen musste.

Das ändert aber nichts daran, dass Broekhuysen nach neun Spielen erst fünf Punkte einsammeln konnte. Der letzte Teilerfolg der Sportfreunde rührt aus dem Kreisderby gegen eine allerdings in dieser Partie überhaupt nicht präsente Gocher Viktoria. 2:2 ging man auseinander - das ist jetzt gut vier Wochen her. Im Anschluss daran blieben die sprichwörtlich leeren Hände die einzige Konstante der Mannschaft von Spielertrainer Marc Kersjes, der zuletzt verletzungsbedingt nicht auf dem Platz stehen konnte. Dadurch büßen die Grün-Schwarzen einiges an Sicherheit im Abwehrverbund ein. Zudem fehlt mit Kersjes auch jemand, der für die überlegte Spieleröffnung steht. Die Mittel dieser Mannschaft sind limitiert - was aber auch nicht überrascht, da im Wesentlichen dort Spieler die Aufgabe schultern, die in der vergangenen Saison erst auf den allerletzten Drücker den Sprung aus der Bezirksliga geschafft haben.

"Wir stellen uns auf ein kampfbetontes Spiel ein", sagt von Kuczkowski, "in dem wir uns nicht verstecken dürfen. Denn nur, weil wir individuell besser besetzt sind, wird das Spiel für uns zu keinem Selbstläufer." Der FC-Coach geht felsenfest davon aus, dass sich seine Mannschaft anders präsentieren wird als bei der Niederlage am vergangenen Sonntag. Dazu sollen auch einige Umbesetzungen innerhalb der Mannschaft beitragen, wie "Kucze" veriet. Nicht zurückgreifen können wird der Klever Verantwortliche dabei auf Tim Haal, der sich seit dem Kreisderby gegen Goch mit einer hartnäckigen Prellung im Bereich seiner Achillessehne herumplagt.

(poe)
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