Fußball: „Klassenerhalt kleines Fußballwunder“

Fußball : „Klassenerhalt kleines Fußballwunder“

Fußball-Kreisliga A Kleve-Geldern: Der SV Donsbrüggen blieb in letzter Minute in der A-Liga.

Erst am 30. und damit letzten Spieltag der Kreisliga A-Saison 2018/2019 gelang dem SV Donsbrüggen der Klassenerhalt. Dank eines hart erkämpften 3:0-Auswärtserfolges beim Tabellenschlusslicht Materborn konnte die Mannschaft um Trainer Christian Roeskens ihr Punktekonto auf 29 Zähler ausbauen und damit in der Abschlusstabelle den 11. Platz belegen. „Wir wollten eigentlich vermeiden, in diese Endspiel-Situation zu kommen. Am Ende waren wir jedoch froh darüber, dass wir den Ausgang der Saison in eigenen Händen hatten. Und diesen dann auch letztendlich positiv für uns gestalten konnten“, blick Coach Roeskens auf die entscheidende Partie in Materborn zurück.

Das es am Ende so ein hartes Stück Arbeit war, hatte der Donsbrügger Übungsleiter vor der neuen Spielzeit nicht erwartet. Als Meister der Kreisliga B Gruppe 1 in die A-Liga aufgestiegen, wollte man die Euphorie nutzen und sich schnell in der neuen Liga etablieren. Doch daraus wurde nichts, Die ersten drei Partien gingen direkt verloren und das Team geriet früh unter Druck. Zudem musste die Blau-Weissen schon früh in der Spielzeit immer wieder mit dem verletzungsbedingten Fehlen gleich mehrerer Spieler umgehen. Dabei standen Spieler gleich wochen- und monatelang nicht zur Verfügung bzw. mussten, wie Ezra Böhm nach Archillessehnenriß, gleich die ganze Spielzeit ad Acta legen. So kam Trainer Christian Roeskens gleich mehrere Mal zum zweifelhaften Vergnügen die Fußballschuhe nochmals zu schnüren, um auf der Spielerbank Platz zu nehmen und sich sogar selbst noch einzuwechseln. „Das war so im Vorfeld definitiv nicht geplant gewesen“, blickt Roeskens alles andere als begeistert auf diese Spiele zurück.

Durch die Verletztenmisere gelang es der Mannschaft auch nicht, Konstanz in die Leistungen zu bekommen. „Zumal die Mannschaft leider auch zwei Gesichter gezeigt hat. Bei den Auswärtspartien sind wir oftmals zu zögerlich aufgetreten. Das hat in den Heimspielen deutlich besser geklappt“, analysiert der Fußballlehrer rückblickend. Denn 21 Punkte konnten die Donsbrügger auf heimischer Platzanlage einfahren und nur acht Zähler auf fremden Plätzen erspielen. „Das ist für mich nach wie vor schwer zu verstehen. Dennoch sind wir am Ende natürlich alle sehr froh darüber, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben. Besonders, wenn man auf die personellen Umstände schaut, empfinde ich dies am Ende schon als ein kleines Fußballwunder“, gibt Roeskens rückblickend unumwunden zu.

Und die Aufgabe wird für den Donsbrügger Trainer für die kommende Spielzeit nicht leichter werden. Denn mit gleich acht Spielern aus dem Vorjahreskader weniger muss der Coach planen. Darunter das Offensivduo Stefan Klümpen und Lars Nakotte, die zur SGE Bedburg-Hau wechseln werden. „Das wird eine Herkulesaufgabe“, weiss Roeskens um die Schwierigkeit seine Kaderplanung.

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