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Lokalsport: Kitzig und Grütter trafen zum Derby-Remis

Lokalsport : Kitzig und Grütter trafen zum Derby-Remis

Fußball-Landesliga: Viktoria Goch und der 1. FC Kleve trennten sich gestern Abend im Hubert-Houben-Stadion 1:1.

Auch im vierten Anlauf gelang der Gocher Viktortia kein Erfolg gegen den Lokalrivalen aus der Schwanenstadt. Vor gut 500 Zuschauern hieß es nach 90 Minuten auf mittelprächtigem Landesliga-Niveau leistungsgerecht 1:1. Die Titelaussichten der Klever, die am Sonntag möglicherweise die Tabellenführung an Wesel-Lackhausen abgeben müssen, sind noch geringer geworden, da der rechtsrheinische Konkurrent drei Nachholspiele vor der Brust hat und uneinholbar davonziehen könnte.

Da in Camara, Akpinar und Stock gleich drei gesetzte Abwehrspieler verletzungsbedingt passen mussten, präsentierte sich die Klever Hintermannschaft in der Anfangsphase recht unsortiert. So begann das Derby für die Platzherren nahezu optimal. Gerade mal acht Minuten waren gespielt, als Kleves Keeper Poli Minas hinter sich greifen musste. Tim Janz hatte einen Freistoß in den FC-Strafraum befördert, Viktoria-Kapitän Hajo Peters per Kopf verlängert. Die allgemeine Verwirrung in der Klever Hintermannschaft nutzte Kevin Kitzig, der das Leder aus Nahdistanz in den Kasten bugsierte.

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Auch in der Folgezeit waren es vornehmlich Standardsituationen, die hüben wie drüben für Gefahr sorgten. Nach Freistoß von Stefan Osman-Reinkens köpfte Tim Janz übers Tor (15.). Auf der Gegenseite führte die erste nennenswerte Klever Aktion bereits zum 1:1-Ausgleich. Fabio Forster zirkelte einen Freistoß auf Bastian Grütter, der den Ball per Kopf in die Maschen beförderte. (20.).

Kleve legte nach. Ein präziser Steilpass von Lars Derksen erreichte den pfeilschnellen Pascal Hühner, der das Ziel in aussichtsreicher Position aber verfehlte (23.). Goch trat vor der Pause ebenfalls noch einmal nennenswert in Erscheinung. Der Kopfball von Sebastian van Brakel nach Ecke von Osman-Reinkens brachte aber nichts ein (31.). Das 1:1-Remis ging nach den ersten 45 Minuten in Ordnung.

Spielerische Glanzlichter wurden auch im zweiten Abschnitt kaum gezündet. In einer durchweg zerfahrenen Partie mit reichlich Ungenauigkeiten auf beiden Seiten sprang der Funke auf die Zuschauer kaum über, vieles blieb einfach Stückwerk. Torchancen gab es nur in sehr dosierter Form. Pierre Wetzels, der Bastian Grütter versetzt hatte, zwang FC-Torwart Poli Minas zu einer Flugeinlage (64.), ein Hühner-Schuss wurde durch Jan-Philip Maaßen abgeblockt (70.), Klein-Wiele zielte knapp über das Gehäuse (81.) und Janz verpasste per Hinterkopf nach einem Freistoß den entscheidenden Treffer (83.). "Mit der Mannschaftsleistung bin ich zufrieden. Mit etwas Glück hätten wir auch gewinnen können", meinte Gochs Trainer Manfred Tebeck unmittelbar nach dem Schlusspfiff. "Wir haben uns den Punkt redlich verdient. Goch hat unsere verstärkte Jugendmannschaft nicht auseinandernehmen können", freute sich FC-Coach Thomas von Kuczkowski über den Zähler.

(RP)