Lokalsport: Keine zweite Reithalle am Treppkesweg

Lokalsport: Keine zweite Reithalle am Treppkesweg

Kranenburger Reiter zogen Bilanz. Prüfauftrag zur Erweiterung der Reitanlage ernüchternd.

Die Zahlen, die Vereinsvorsitzender Wolfgang Natrop kürzlich auf der Jahreshauptversammlung der Kranenburger Reiter auf den Tisch legte, waren ernüchternd und sprachen für sich: Der an den Vorstand gerichtete Prüfantrag zum Bau einer zweiten Reithalle am Treppkesweg würde mit weit über 200.000 Euro zu Buche schlagen. Geld, das der Verein, auch angesichts der im vergangenen Geschäftsjahr dringend getätigten Investitionen (z.B. Sanierung der Heizungsanlage), nicht besitzt. Mehr noch: Die Mitgliederzahlen des im Reiterdorf angesiedelten Vereins sind derzeit rückläufig. Um dem Mitgliederschwund entgegenzuwirken, beschloss die Versammlung, die zu leistenden Arbeitsstunden der aktiven Reiter von 20 auf nunmehr zehn zu senken. Denn die Anzahl der zu leistenden Arbeitsstunden, um unter anderem die Reitanlage in Schuss zu halten oder sich beim vereinseigenen Turnieren einzubringen, wurde als zu hoch und ein Grund mit angesehen, warum vermehrt Turnierreiter der Pferdesportgemeinschaft am Treppkesweg den Rücken kehrten. Dem Beschluss, die Arbeitsstunden zu senken, war eine rege Diskussion vorausgegangen, zu der sich manche Gemüter erhitzten und in der mehr Zusammenhalt gefordert wurde. Hinzu kam eine gewisse Ratlosigkeit, da nicht geklärt werden konnte, warum die vom Verein angebotenen Lehrgänge, Ausritte und weitere Gemeinschaftsangebote seitens der Mitglieder nicht angenommen würden. Schließlich bedeute Verein mehr als nur die Reitanlage zu nutzen oder sich den Stempel für den Turnierstart zu besorgen.

Die Kosten der zahlreichen Investitionen fasste Gerti Sickelmann in ihrem detaillierten Kassenbericht noch einmal zusammen, deren tadellose Führung der Vereinsfinanzen Ingrid Prischl gegenüber der Versammlung bestätigte und die Entlastung der Kassiererin bzw. des gesamten Vorstandes beantragte. Prischl wird auch im kommenden Jahr, gemeinsam mit Monique de Krijger, erneut die Bücher prüfen. Auch wählten die Kranenburger Reiter Sabine Franja nunmehr offiziell zur Anlagen- und Gerätewartin. Neue Breitensportbeauftragte für die aus diesem Amt ausgeschiedene Silvia Wensing wurde Jenny Janßen. Zudem rückte Inken van Bremen für Hiltrud Wilmsen-Himmes als Stellvertreterin von Gerti Sickelmann in den Vorstand nach. Als Dank für die langjährige Vorstandsarbeit überreichte Wolfgang Natrop den aus ihren Ämtern ausgeschiedenen Damen einen Blumenstrauß.

Nicht ganz glücklich sind die Kranenburger Reiter zudem über das auseinandergezogene Frühjahrsturnier, da der erste Turniertag auf Sonntag, 29. April und der zweite Tag der Pferdeleistungsschau auf Dienstag, 1. Mai, fällt. Schließlich habe sich die Ausrichtung von Turnierveranstaltungen zwischenzeitlich zu einer äußert kostspieligen Angelegenheit entwickelt.

Kosten dürfte aber auch die dringende Sanierung des Reithallenbodens bzw. die der Hallenbeleuchtung verursachen, deren Umsetzung der Verein in Kürze angehen will.

(RP)