Fußball : Kein Wettbewerbsnachteil

Vor allem den Wettbewerbsnachteil, der durch den Bau eines Kunstrasenplatzes in Nütterden entstehen würde, will Breuckmann nicht hinnehmen. Dafür erhält er Unterstützung durch die in Kranenburg so hoch gehandelte externe Expertenmeinung.

"Wir merken deutlich, dass dort, wo Kunstrasenplätze entstehen, die Mitgliederzahlen steigen. Solch ein Platz zieht vor allem den Nachwuchs an", hatte van Aken ausgeführt. Den Hinweis von Bürgermeister Steins man könne, falls ein Kunstrasenplatz einen derart enormen Vorteil darstelle, Trainingszeiten für Kranenburger Mannschaften auf dem Nütterdener Plastikplatz organisieren, dürfte von beiden Klubs eher in die Rubrik "netter Versuch" einsortiert werden. "Es geht nicht darum, dass Nütterden keinen Platz bekommt, wir wollen nur auch einen", sagt Breuckmann. Und da erhält er auch aus der CDU-Fraktion Unterstützung. Bei einem Gespräch, das die Christdemokraten mit dem Verein gesucht hatten, wurde von CDU-Fraktionsmitglied Werner Walzebug deutlich Stellung bezogen: "Es darf keinen Wettbewerbsnachteil für den TuS Kranenburg geben." Für TuS-Chef Breuckmann ist bei der aktuellen Diskussion auch kein Konzept erkennbar: "Eine Zwei-Standort-Lösung heißt, dass auch an zwei Standorten investiert wird. Was ist das für ein Plan, zu sagen, wir bauen eine neue Anlage mit zwei Spielfeldern, Rundlaufbahn, Parkplätzen in Nütterden und Kranenburg muss warten bis wieder Geld da ist?" Der runde Tisch entpuppt sich laut Breuckmann auch nicht als geeignetes Instrument für die Vereine. Das hätte etwas von Pseudo-Mitbestimmung, so der TuS-Vorsitzende, der erklärt: "Was wir dort vortragen, wird zur Kenntnis genommen und das war's dann auch. Wir werden derzeit links liegen gelassen wie ein nerviges Nachbarskind."</p>

(RP)