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Lokalsport: Keeper Pascal Königs erlebt schwarzen Tag

Lokalsport : Keeper Pascal Königs erlebt schwarzen Tag

Fußball-Oberliga: SV Hönnepel/Niedermörmter gibt vermeintlich sicheren 2:0-Vorsprung aus der Hand und verliert noch mit 2:4.

Was sich am gestrigen Nachmittag auf dem "bebenden Acker" abspielte, lässt sich in Worte kaum kleiden - unglaublich, unfassbar. Nach 13 Minuten führte der heimische Fußball-Oberligist SV Hönnepel/Niedermörmter gegen den als Absteiger praktisch feststehenden Cronenberger SC mit 2:0 und schien einem klaren Erfolg zuzustreben. Am Ende hatte die Mannschaft von Georg Mewes aber mit 2:4 den Kürzeren gezogen. Der Coach flüchtete wutschnaubend sofort ins Platzhaus und ließ sich zu keiner Spielannalyse bewegen. Schade, aber in dieser Situation auch nicht ganz unverständlich.

Sechs Punkte wollten die Schwarz-Gelben aus den beiden Heimspielen gegen Krefeld-Fischeln und Cronenberg holen und damit den Ligaerhalt sichern. Doch nach zwei Pleiten geht jetzt das große Zittern wieder los. Der Vorsprung vor einem Abstiegsplatz beträgt nur noch einen Zähler. Und jetzt stehen noch die Auswärtsspiele in Wülfrath und Homberg auf dem Programm. Die Fans schüttelten fassungslos den Kopf, das nach Spielschluss ausgeschenkte Freibier wollte keinem so richtig schmecken.

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Dabei legte Hö./Nie. los wie die Feuerwehr. Nach zwei Minuten landete ein Pass aus dem Mittelfeld bei Gordon Weniger, der die Kugel überlegt ins lange Eck schoss. Dann wollte Hakan Türkmen den Ball per Brust auf Marcel Langendorf zurücklegen. Andre Trienenjost spritzte gedankenschnell dazwischen - 2:0 (13.). Zu diesem Zeitpunkt wird wohl niemand das drohende Debakel vorhergesehen haben.

Trienenjost hatte noch zwei weitere Chancen, auf 4:0 zu erhöhen, als es plötzlich nur noch 2:1 stand. Pascal Königs ließ einen harmlosen Flachschuss durch die Hände ins Tor gleiten (34.), am liebsten wäre er im Erdboden versunken.

Wenig später hatte er große Mühe bei einem Schuss von Nino Paland, der Keeper schien sichtlich angeknockt zu sein . 60 Sekunden danach setzte Trienenjost den Ball nach Vorlage von Boldt am Pfosten vorbei. Solche Dinger verwandelt der Sturmführer ansonsten im Schlaf. Kurz vor der Pause netzte Paland zum 2:2 ein.

Vielleicht wäre alles positiv verlaufen, hätte Marc Beckert in Minute 54 eine schöne Flanke von Fabian Wenten verwandelt.

So gab es aber einen offenen Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Gäste aus dem Bergischen Land. Nach 78 Minuten wollte Benjamin Venekamp klären, schoss den Ball aber ins eigene Tor. Fünf Minuten vor dem Ende tanzte Lee-David Korkmaz vier Hö./Nie.-Spieler aus und traf zum 2:4-Endstand.

(RP)