Kaul-Elf bestens gerüstet

Fußball-Testspiel: Beim Niederrheinligisten SV Straelen setzte sich der 1. FC Kleve verdient mit 3:0 durch. Die Treffer erzielten Ercan Sendag, Lukas Nabbefeld und Christian "Theo" Klunder per Elfer.

Fußball-Testspiel: SV Straelen – 1. FC Kleve 0:3 (0:2). Nach dieser Begegnung werden die Trainer beider Mannschaften dem Saisonstart in zwei Wochen mit unterschiedlichen Gefühlen entgegen sehen. Während sich Kleves Trainer Sebastian Kaul nach dieser Leistung seiner Mannschaft entspannt geben kann, wird sich sein Gegenüber Thomas Geist einige Gedanken mehr machen dürfen. Auch wenn der Straelener Trainer die Niederlage gegen den um eine Klasse tiefer angesiedelten 1. FC Kleve nicht überbewertet sehen wollte. "Nach einem strammen Trainingsprogramm während der Woche und einem sehr guten Spiel am vergangenen Donnerstag beim VfL Tönisberg, das wir höher als nur mit 3:0 hätten gewinnen können, hat meine Mannschaft gegen Kleve überhaupt nicht ins Spiel gefunden", erklärte Geist unmittelbar nach Spielschluss. Wobei es "natürlich immer ärgerlich ist, wenn man gegen Kleve verliert".

Der SV Straelen, der urlaubs- und verletzungsbedingt auf einigen Positionen verändert auflief, hatte gegen den 1. FC Kleve keine wirkliche Chance, den Platz als Sieger zu verlassen. Nach einer halben Stunde brachte Ercan Sendag nach einem Lupfer von Timo Stock über die Straelener Deckungsreihe den Gast in Führung, die fünf Minuten vor der Pause der eminent schnelle Lukas Nabbefeld auf 2:0 erhöhte. Der 19-jährige Rechtsaußen der Klever ließ nicht nur in dieser Szene seinen Gegenspieler Maximilian Löderbusch schlecht aussehen.

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Löderbusch sah auch zehn Minuten nach dem Seitenwechsel nur die Hacken von Nabbefeld, den er nach Aussage des Schiedsrichters erst im Strafraum regelwidrig vom Ball trennte.

Den Strafstoß jagte Christian "Theo" Klunder unhaltbar für Straelens Marian Gbur in die Maschen. Zwingende Torchancen waren auf Straelener Seite gestern Nachmittag äußerst spärlich gesät.

Eine der wenigen machte Kleves Keeper Poli Minas mit einer tollen Reaktion zunichte, als er drei Minuten vor dem Ende einen Schuss von Sebastian Kaczmarek aus kurzer Distanz aus dem Winkel fischte. Ansonsten blieb vieles Stückwerk, was die Straelener im Spiel nach vorne zeigten.

Abwehrkette funktionierte

So gelang den Gastgebern an diesem Nachmittag selbst die Ergebniskosmetik nicht – sie wäre allerdings auch nicht verdient gewesen. Dazu präsentierte sich der 1. FC Kleve gestern an der Römerstraße in einer unerwartet guten Form – mit einer funktionierenden und stabil stehenden Abwehrkette, einem Mittelfeld mit den erfahrenen Ercan Sendag und Kapitän Umut Akpinar sowie einem gefällig spielenden Simon Olfen und nicht zuletzt mit einer Offensive, die ihre Stärke diesmal über den jungen Lukas Nabbefeld auf der rechten Außenbahn bezog. Man darf gespannt sein.

(RP)