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Judoka Ron Hendricks: Mit Würge-Technik zu Bronze

Judoka Ron Hendricks: Mit Würge-Technik zu Bronze

Ron Hendricks vom JC Samurai Goch-Kevelaer zeigte auf den Westdeutschen Meisterschaften der Männer seinen Kampfgeist. Gleich in der ersten Begegnung gegen Antony Zingg vom TSV Bayer Leverkusen war Ron voll gefordert. Doch zwei stark anzuzweifelnde Strafwertungen des Kampfrichters ergaben nach voller Kampfzeit von fünf Minuten einen Punkte-Rückstand für Ron gegen den späteren Turniersieger Zingg, sodass der Gocher Judoka sich hier schon geschlagen geben musste.

Um jetzt noch die begehrte Fahrkarte zur Deutschen Pokalmeisterschaft durch das Erreichen des dritten Platzes zu bekommen, hieß es für Ron jeden Kampf der nun folgenden zu gewinnen. Als 61,5kg- Leichtgewicht in der starken Gewichtsklasse der Männer bis 66kg kam also nun noch eine gehörige Portion an mentaler Belastung hinzu, keinen Punkt abzugeben und jeden Kampf unbedingt zu gewinnen. Marc Kösters vom TV Mesum aus Münster als auch Benedikt Schröder vom Polizei Sportverein Herford konnten Ron vom JC Samurai-Goch-Kevelaer nicht gefährlich werden.Er gewann die zwei Begegnungen durch seine Würge-Technik und mit einem perfekten Hüftwurf . Nun galt es noch zwei Kämpfe zu bestehen. Phillip Neihs vom JC Hennef forderte viel. Immer wieder gelang es dem auf internationaler Ebene erfolgreichen Judoka den Gocher auszuheben, um einen Wurf vorzubereiten. Ron, der den Bodenkontakt beider Füße verloren hatte, konnte sich jedoch derart an seinem Gegner verkeilen, dass diesem kein Wurf gelingen konnte.Als Phillip dann aus der Wettkampffläche flüchten wollte, um sich durch die darauf folgende Kampfunterbrechung in Sicherheit zu bringen, holte Ron ihn zurück ins Kampgeschehen und beendete dieses erfolgreich mit einer Ippon-Wertung dem "K.o" durch Würgetechnik. Das "Kleine Finale" um Platz drei stand nun bevor. Marco Storsberg, ein starker Kämpfer vom JC Wermelskirchen, konnte Ron zu Beginn in einem Haltegriff am Boden festmachen. Die nun folgende Befreiung daraus forderte dem Gocher alles ab und er musste sich danach erst einmal wegen einer Verletzung am Finger vom Sanitäter behandeln lassen.

Jetzt war sie klar zu erkennen, die Motivation, alles zu geben, was nur eben geht, um zu siegen. Ron setzte seinen Widersacher über fast die gesamte Kampfzeit stark unter Druck und konnte sich zum Schluss wieder auf seine Würgetechnik verlassen, um den Kampf für sich zu entscheiden. Jetzt heißt es die Wunden versorgen, trainieren auf zur Deutschen Meisterschaft und sich soweit durchkämpen wie es nur eben geht.

(RP)