Jubelsturm nach Rhenania-Sieg

Tischtennis-Regionalliga: Fünf Stunden dauert der Krimi zwischen DJK Kleve und ASV Wuppertal. 100 Zuschauer im Wechselbad der Gefühle. Schröder/Ware sichern im Schlussdoppel das 9:7 nach Abwehr von drei Matchbällen.

Herren-Regionalliga West

DJK Rhenania Kleve — ASV Wuppertal 9:7: Nach genau fünfstündiger Spielzeit kannte der Jubel in der Sporthalle der Realschule Kleve keine Grenzen mehr. Mit stehenden Ovationen feierten die Fans den 9:7-Heimsieg der Klever Rhenana über den ASV Wuppertal, den nach 4:6-Rückstand kaum noch jemand der nahezu 100 Zuschauer für möglich gehalten hätte.

Kirchner ersetzt Wipper

Nichts für schwache Nerven waren vor allem das letzte Einzel und das Schlussdoppel. Zunächst bog "Ersatz" Johannes Kirchner, der für den aufgrund seiner Armverletzung nur im Doppel mitwirkenden Christian Wipper zum Einsatz kam, eine so gut wie verlorene Partie gegen Aurizio Agresti noch um. Der ansonsten in der Landesliga aufspielenden DJK-Youngster kam nach Abwehr von Matchbällen im dritten Satz immer besser ins Spiel und entschied die Partie letztlich mit 16:14, 11:7 und 11:3 zu seinen Gunsten. Im Schlussdoppel steigerten dann Schröder/Ware noch einmal die Spannung.

Die DJK-Paarung schlug die zuvor mit insgesamt fünf Siegen überragenden Abwehrer Chen/Adler nach Abwehr von drei Mätchbällen im Entscheidungsdurchgang mit 13:11 zum vielumjubelten 9:7 Sieg (32:35 Sätze). Ein sichtlich erleichterter Ismet Erkis bei der Verabschiedung: " Zunächst eimal möchten wir uns bei den Zuschauern bedanken, die uns als "siebter Mann" vorbildlich unterstützt haben. In Wuppertal gab es für uns trotz einer 5:3-Führung nichts zu ernten. In eigener Halle konnten wir nun, wenn auch glücklich, beide Zähler einfahren!" Mit dem achten Saisonsieg und nunmehr 17:17-Zählern festigte der Neuling den sechsten Tabellenrang und kann der am nächsten Sonntag anstehenden Auswärtsaufgabe beim Tabellendritten TTC Schaephuysen gelassen entgegen sehen.

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2:1-Auftakt

Im Doppel gelang der Rhenania zum Auftakt eine 2:1-Führung. Während sich Schröder/Ware (3:0 Ahrens/Kizilates) und Erkis/Kopittke (3:2 Höhl/Agresti) durchsetzen konnten, blieben Loggia/Wipper gegen die beiden Abwehrspezialisten Chen/Adler ohne Satzgewinn. Im ersten Einzeldurchgang kam die DJK-Sechs dann allerdings nur noch zweimal durch Franco Loggia (3:2 Kizilates) und Rainer Kopittke (3:2 Agresti) zum Zuge. Mit Konstantin Schröder (2:3 Ahrens), Matthew Ware, dem trotz starker Leistung gegen den Chinesen Chen kein Satzerfolg gelang, Ismet Erkis, der gegen Michael Höhl (1:3) erstmals in der Rückrunde den Kürzeren zog und Johannes Kirchner (0:3 Adler) gingen gleich vier DJK-Spieler leer aus.

Die Aufholjagd der Klever Rhenania läuteten dann Matthew Ware (3:2 Arens), Ismet Erkis (3:0 Kizilates) und der prächtig aufgelegte Franco Loggia mit seinem zweiten Einzelerfolg über Michael Höhl (3:2) ein.

(RP)