Reitsport : Jolanda Douven gewinnt A**-Springen

Beim Reiterverein Lohengrin-Hau wurde in 12 Prüfungen nach der Wettbewerbsordnung geritten.

Es war eine durchweg ruhige und entspannte Atmosphäre, die kürzlich auf dem Reitgelände des Reitervereins Lohengrin Hau während des gesamten Turniers herrschte, auf dem in insgesamt 12 Dressur- und Springprüfungen der Wettbewerbsordnung (WBO) geritten wurde. Bewusst hatten Beatrix Opgenorth und Stefanie Lamers diese Veranstaltung nach der WBO ausgeschrieben um gerade den Turniereinsteigern die Möglichkeit zu geben, in Ruhe den Ablauf einer solchen Turnierveranstaltung zu erkunden. Damit hatten sie genau auf das „richtige Pferd“ gesetzt denn: „Es waren viele Turniereinsteiger gekommen, die auf uns mit zahlreichen Fragen zum Ablauf eines Turniers zu kamen“, blickt Beatrix Opgenorth, Vorsitzende der Lohengrin Reiter zufrieden auf die Veranstaltung zurück.

Fragen, wie überhaupt das Nennverfahren zu einer Prüfung erfolgt und was genau steht auf der Zeiteinteilung beziehungsweise wie diese zu lesen ist, waren zu Beginn der Veranstaltung das beherrschende Thema. Ebenso die Frage wie und wann ich als Reiter die Startbereitschaft erkläre um mir mein persönliches Zeitmanagement zu überlegen in dem ich unter anderem weiß, wann ich wo zu erscheinen habe und ich mit der Vorbereitung auf die Prüfung, dem sogenannten Abreiten, beginnen sollte?

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„Mehrfach wurden wir von den Reitern und de Fan-Gemeinde, Opa, Oma, Onkel, Tante bzw. Mama und Papa nach dem kleinen ABC des Pferdesport angesprochen“, so die Vorsitzende weiter. Sichtlich stolz waren sie und ihr Team, dass es mehrfach ein großes Lob zu diesem WBO-Turnier erhielt. Kurzum der Bedarf nach der Klärung elementarer Fragen war vielfach vorhanden und wurde im Rahmen der Veranstaltung vollends geklärt. Da war es schon ein gutes Gefühl für die Nachwuchsreiter bzw. Turniereinsteiger, entsprechend vorbereitet in die Prüfung zu gehen und sich an diesem Tage dem Urteil von Ulrich Plein zu stellen, der am Richtertisch das Leistungsvermögen von Pferd und Reiter beurteilte. Und auch Klaus Steck, der als Parcourschef für die Erstellung der Hindernisse beim Reiterverein Lohengrin verantwortlich zeichnete, hatte Linienführung und Hindernisse der jeweiligen Prüfung im Rahmen der Wettbewerbsordnung angepasst. Und so machte es den Teilnehmern sichtlich Spaß, sich der Konkurrenz zu stellen auch wenn hier und da im Ergebnis nachgebessert werden muss. Aber dafür genoss man halt die Turnieratmosphäre ohne den Ehrgeiz zu übertreiben. Das zeigte sich unter anderem in der Stilspringprüfung in der ohne eine gewisse Zeitvorgabe geritten wurde.

Hier kam es vielmehr darauf an, die Hindernisse gerade anzureiten, ordentlich zu überwinden und rhythmisch auf der vorgegebenen Hindernisfolge weiter zu reiten, ohne das einem die tickende Zeit im Nacken saß. Gut gelöst, dass heißt mit einer Wertnote (WN) über 8.00 hatte Lena Marie Wolbring, Hamminkeln auf Quadroneur (8.20) diese Prüfung, die den Sieg allerdings nur knapp vor Stella de Winkel, Asperden-Kessel auf El Paso (WN 8.10) und Amelie Therese Weber, Keppeln, Sommertraum WH (WN 8.00) gewinnen konnte. Den Blick auf die Zeitvorgabe hatten allerdings die Teilnehmer in der 2-Sterne-Springprüfung auf A-Niveau, in der Jolanda Douven von den Gaesdoncker Reitern als Einzige im Sattel Vasco van de Rozendael den Parcours fehlerfrei in Bestzeit (60.56) überwand und damit Sandra Renner aus Rheurdt mit Da Vinci hinter sich ließ, die einen Hindernisfehler (4.00/64.65) zu verzeichnen hatte.

Eine ganze Menge Freude und auch den gewünschten und erhofften Lernerfolg hatten aber auch die Turnier-Teilnehmer in den angebotenen Dressurwettbewerben in denen sie einmal mehr zeigten, dass sie sich auf dem richtigen Wege der Ausbildung befinden. Und wenn es dann noch zu einem Sieg oder einer Platzierung reichte, wurde man darin noch viel deutlicher bestärkt. Das Fazit der Hauer Veranstalter: Mit dem Wettbewerbsordungs-Turnier haben die Verantwortlichen des gastgebenden Reiterverein Lohengrin-Hau vielen Teilnehmern und Begleitern vollends aus dem Herzen gesprochen.