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Lokalsport: Joker Piffko rettet Kleve Tabellenführung

Lokalsport : Joker Piffko rettet Kleve Tabellenführung

Fußball-Landesliga: Dank einer Energieleistung gelingt dem 1. FC Kleve nach 1:3-Rückstand noch der 3:3-Ausgleich gegen den Duisburger SV.

Wenn ein Trainer in der Schlussphase einen Stürmer einwechselt, der dann binnen weniger Minuten gleich zwei Tore erzielt, spricht man wohl von einem glücklichen Händchen. Genau das hatte gestern Nachmittag FC-Coach Thomas von Kuczkowski, der Raphael Piffko in der 78. Minute brachte. Der Joker stach und traf gleich zweimal zum unverhofften 3:3-Endstand in die Maschen. Da Verfolger PSV Wesel-Lackhausen erneut patzte und nicht über ein torloses Remis gegen Wachtendonk-Wankum hinauskam, führt der 1. FC Kleve weiterhin die Tabelle an.

Über weite Strecken der Partie war allerdings nichts davon zu sehen, dass die Rot-Blauen in der Landesliga-Gruppe 3 ganz vorne den Ton angeben. Vor der Pause landeten viele Pässe beim Duisbuger SV, der als Tabellendritter zum Bresserberg gekommen war und abgeklärter wirkte. Bis auf einen Bodden-Schuss, den DSV-Torwart Sebastian Wickl zur Ecke klärte (17.), blieb Kleve harmlos. Duisburg hatte mehr vom Spiel. Dejan Lazovic köpfte aus fünf Metern über den Kasten (14.) und Sergio Hector Pastor Gutierrez zwang Poli Minas zu einer parade (23.). In der 38. Minute die verdiente Gäste-Führung: Die FC-Abwehr befand sich im Tiefschlaf, als Hrvoje Vlaovic sich auf der rechten Seite durchsetzte und in der Mitte mustergültig Dejan Lazovic bediente, der das Leder zur DSV-Führung unter die Latte hämmerte. Kurz vor der Pause klärte Keeper Wickl vor dem heranstürmenden Pascal Hühner, der gestern blass blieb (43.).

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Hühner war es auch, der die Ausgleichschance auf dem Schlappen hatte, doch seine Direktabnahme sauste über das Gehäuse. Fast im Gegenzug entschied der Unparteiische nach einem Foul von Grütter im Strafraum auf Elfmeter. Hrvoje Vlaovic brachte seine Farben mit 2:0 in Front (67.). Damit schien der Drops gelutscht, doch der eingewechselte Dennis Thyssen weckte mit seinem Anschlusstreffer noch einmal Hoffnung im Klever Lager (69.). Die Schlussphase hatte es dann in sich. Eine ebenso kuriose wie überflüssige Rote Karte handelte sich Sergio Hector Pastor Gutierrez ein, der einen Mitspieler beleidigte und des Feldes verwiesen wurde (75.). Doch selbst in Unterzahl trafen zunächst die Gäste. Hrvoje Vlaovic düpierte die FC-Hintermannschaft, insbesondere Rafael Camara, den er regelrecht austanzte und auch Poli Minas keine Chance ließ (80.). Die ersten Zuschauer zogen bereits von dannen, als es richtig dramatisch wurde. Der eingewechselte Raphael Piffko schaffte in der 85. und 90. Minute mit einem Doppelpack den kaum für möglich gehaltenen Ausgleich. Und in der fünften Minute der Nachspielzeit lag sogar die Sensation in der Luft, doch nach Freistoß verfehlte Patrick Braun das DSV-Tor, was wohl auch des Guten gestern Nachmittag zuviel gewesen wäre.

(RP)