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Fußball: "Joker" Geurtz sorgt für Kleves Siegtreffer

Fußball : "Joker" Geurtz sorgt für Kleves Siegtreffer

Fußball-Landesliga: Jan-Luca Geurtz, der im Sommer von Viktoria Goch an den Bresserberg kam, sorgte zwei Minuten vor dem Abpfiff für die Entscheidung. Der 1. FC Kleve besiegte den VfL Rhede 1:0 (0:0).

Etwa acht Minuten vor dem Schlusspfiff stellte sich Jan-Luca Geurtz, Stürmer des 1. FC Kleve, in der Fußball-Landesliga-Partie gegen den VfL Rhede zur Einwechslung bereit an die Mittelfeldlinie. Doch dort musste er im Nebel noch einige Zeit ausharren, ehe er für Levon Kürkciyan den Platz betreten durfte. Dass der Youngstar, der vor einer Woche beim 3:2-Sieg in Oberhausens zwei Treffer erzielte, heiß auf die Partie war, sah man ihm deutlich an. Mit breiter Brust sprintete er auf seine Position in der Klever Offensive, wo er wenige Augenblicke später Mittelpunkt einer rot-blauen Jubeltraube wurde. Denn Geurtz erzielte in der 88. Minute den Schwanenstädter Siegtreffer zum 1:0 (0:0) gegen den favorisierten Tabellendritten.

Zelebriert wurde der dritte Klever Drei-Punkte-Erfolg in Folge nach dem Schlusspfiff ausgelassen. Nach einer mehrminütigen Feierorgie inklusive ein wenig Pyrotechnik der Fans sowie der üblichen Ansprache von FCK-Trainer Thomas von Kuczkowski an sein Team verließen alle trotz durchwachsener Hinserie mit einem Lächeln das Spielfeld. Auch "Kucze" selbst zeigte sich zufrieden. "Wir haben verdient gewonnen und damit die Hinrunde doch noch versöhnlich abgeschlossen", sagte der Coach, der im letzten Heimspiel 2016 seine Mannschaft personell verändert hatte: So rückten im Vergleich zum Oberhausener Match Simon Berressen und Levon Kürkciyan in die Startformation, während Tim Haal und Jan-Luca Geurtz zunächst nur auf der Bank saßen. Kürkciyan, der sonst meistens hinter der Sturmspitze agiert, nahm dabei Geurtz' Stürmer-Position aus dem RWO-Spiel ein.

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Lohnen tat sich das in den ersten Spielminuten allerdings noch nicht. Die Schwanenstädter, die aktuell fünf Tabellenplätze und 14 Zähler vom VfL Rhede trennen, waren zwar von Beginn an ein ebenbürtiger Gegner, doch die defensiv agierenden Gäste kamen zwischendurch immer wieder mit vielversprechenden Aktionen in die Nähe des Klever Tores. Mehr als zwei Schusschancen sprangen für die Schwarz-Weißen dabei jedoch nicht heraus.

Bis zur Pause hatte Kleve in einer bis dato durchaus ausgeglichenen Partie ebenfalls zwei Möglichkeiten: Einmal verfehlte Bastian Grütters Schuss nach einer Ecke von Pascal Hühner knapp sein Ziel, ein weiteres Mal verpasste Kürkciyan den richtigen Moment zum Abspielen, so dass Teamkollege Hühner bereits ins Abseits gelaufen war, ehe ihm der Ball in den Fuß gespielt wurde.

Zur Pause überlegte sich FC-Trainer von Kuczkowski dann eine, wie sich später herausstellen sollte, richtige Veränderung. Er nahm den eher defensiveren Berressen auf der rechten Außenbahn raus und brachte für ihn den wesentlich offensiveren Tanju Acikgöz, mit dem das Schwanenstädter Spiel Fahrt aufnahm. In der zweiten Halbzeit waren es eigentlich nur noch die Klever, die das Geschehen auf dem Platz bestimmten und durch Kürkciyan (52.), Stefan Osman-Reinkens (54.) und Hühner (63.) auch gute Torchancen vorzuweisen hatten. Den Torschrei auf den Lippen hatten die Rot-Blauen berechtigterweise dann in der 80. Spielminute: Im Getümmel im gegnerischen Strafraum kam Innenverteidiger Sebastian van Brakel auf vielversprechende Weise zum Schuss, doch das Leder prallte vom Querbalken zurück ins Feld.

Die Schwanenstädter blieben aber bis zuletzt am Drücker. Bei einer Offensivaktion, die noch im Versuch stecken blieb, wurde van Brakel in Minute 87 an der rechten Außenlinie gefoult. Den fälligen Freistoß hob der Ex-Gocher selbst gefährlich in den Rheder Strafraum, wo Jan-Luca Geurtz lauerte und aufs Tor schoss. Der Ball berührte auf seinem Weg hinter die Linie zwar noch einen Rheder, aber das verdiente Klever 1:0 war damit besiegelt.

(pets)