Pferdesport : Internationales Flair

Bei den Gocher Pferdefreunden wurde am Wochenende Springsport vom Feinsten gezeigt. Veranstalter erwies sich erneut als exzellenter Gastgeber des Spring-Events.

"Wir hatten ein gutes warm up mit idealen Starterfeldern. Es war eine gute Entscheidung, am Donnerstagnachmittag zu beginnen und den Freitagvormittag frei zu lassen. So waren bereits am ersten Turniertag viele Zuschauer bei uns", zog Reiner Kunz, Geschäftsführer des Clubs der Pferdefreunde ein positives Fazit über das viertägige Spring-Event.

Dabei konnte sich Starterfeld, was sich für dieses Turnier auf der proper hergerichteten Anlage am Huckschen Hof angemeldet hatte, wahrlich sehen lassen. Alleine die zehn Reiter in der Leistungsklasse eins garantieren guten Pferdesport.

Wiedersehen mit Abraksas

"Es sind viele Reiter dabei gewesen, die schon mehr als 100 Erfolge in der schweren Klasse auf ihem Konto haben", so Kunz. Ein internationales Flair brachte Ali Al Thani in die Weberstadt, der seine Wurzeln im Emirat Katar hat. "Thani ist für das Welt-Cup-Finale qualifiziert und reitet derzeit auf ausgesuchten Turnieren in Deutschland. So war er beim Internationalen Turnier in Braunschweig erfolgreich, wo er im Großen Preis Dritter wurde. Al Thani interessiert uns besonders, weil er vor einigen Monaten Sieshof´s Abraksas gekauft hat, das Pferd, das in Goch von der Familie Wießner gezüchtet wurde und über Julius Losch in den großen Sport gekommen ist", schildert Kunz weiter.

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Zur Erinnerung: Julius Losch hat Abraksas sein Goldenes Reitabzeichen zu verdanken. Und so gab es in Goch ein Wiedersehen mit ihm, allerdings mit Al Thani im Sattel. Und der zeigte sein Können bereits in der ersten schweren Springprüfung, die er im Sattel Abc Casanova für sich entschied. Der weitere Blick auf die Ergebnisliste zeigte, dass derzeit die Keppelner Springreiter zu den stärksten aus der Region gehören, was sie in Goch eindrucksvoll unter Beweis stellten. Kaum ein Springen, in dem die von Bredow Springreiter nicht unter den ersten Dreien platziert waren. Weiterhin erwähnenswert: In der 6köpfigen Richtercrew saß mit Stephan Ellenbruch ein seit Jahren internationaler Springrichter, der fast ausschließlich im Ausland unterwegs ist.

"Ellenbruch ist Chefrichter beim Aachener CHIO, war Richter bei der EM in Spanien und ist in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen in London als Richter dabei. Es freut uns sehr, dass er gerne zu uns kommt", freute sich Kunz. Noch einmal so richtig spannend wurde es beim hochkarätigen Spring-Event der Pferdefreunde beim abschließenden S-Springen mit Stechen.

"Wir hatten ein tolles Stechen, spannend bis zum letzten Ritt. Steffi Reining riskierte alles und lieferte auf Diva eine superschnelle Nullrunde ab. Es reichte aber nicht ganz, den sie wurde Zweite", so Kunz abschließend. Sieger der Prüfung wurde Philipp Müller vom RV Voßwinkel, der gleichfalls fehlerfrei in Bestzeit die respektablen Hindernisse überwand.

(RP/rl)