Kalkar : Der SV Hö.-Nie. ist zum Siegen verdammt

Fußball-Landesliga, Gruppe 2: Spielvereinigung Hönnepel-Niedermörmter – SV Scherpenberg (Sonntag, 15 Uhr). Es kommt zum Herzschlagfinale an der Kalkarer Düffelsmühle.

Die Spielvereinigung Hönnepel-Niedermörmter macht es auch in dieser Spielzeit wieder spannend. Wie bereits in der vergangenen Saison, ist der Verbleib der Schwarz-Gelben auch diesmal am letzten Spieltag noch nicht in trockenen Tüchern. Die Lage ist in diesem Jahr gar noch dramatischer, als sie es im vergangenen Jahr zur selben Zeit gewesen ist. Damals standen die Bullen vor dem letzten Spieltag auf einem Nichtabstiegsplatz, brauchten jedoch letztendlich einen Sieg, um Verfolger Hamborn auf Distanz zu halten und den Klassenerhalt zu sichern. Der Klassenerhalt gelang: In der 4. Minute der Nachspielzeit erzielte Andre Trienenjost zuhause gegen den FC Kray den Siegtreffer für die Schwarz-Gelben.

Ein Sieg allein wird Hö.-Nie. am Sonntag jedoch nicht reichen, wenn der SV Scherpenberg ab 15 Uhr zu Gast an der Kalkarer Düffelsmühle ist. Zusätzlich zum eigenen Heimsieg müssen die Schwarz-Gelben nämlich hoffen, dass der Tabellenvierzehnte GSV Moers sein Heimspiel gegen den Duisburger SV nicht gewinnt. Denn der GSV Moers ist die einzige Mannschaft, die noch von Hö.-Nie. überholt werden kann. Der Abstand auf Moers beträgt für den Tabellenfünfzehnten SV Hö.-Nie. zwei Punkte, wobei die Mannschaft von Trainer Thomas von Kuczkowski mit dem besseren Torverhältnis ins Rennen geht. Spielt der GSV Moers also am Sonntag Unentschieden und Hö.-Nie. gewinnt, hält Hö.-Nie. die Klasse. Gewinnt der GSV Moers hingegen, ist Hö.-Nie. auch mit einem eigenem Heimsieg in jedem Fall abgestiegen.

„Am Sonntag wissen wir endgültig, in welcher Klasse wir in der kommenden Saison spielen werden. Wir hoffen natürlich, dass der Spieltag positiv für uns ausgeht“, sagt Hö.-Nies Trainer Thomas von Kuczkowski. Den letzten Spieltag könne man ein bisschen mit einer kritischen Abiturprüfung vergleichen, sagt der Trainer: „Wenn der Duisburger SV uns am Sonntag nicht abschreiben lässt, fallen wir durch. Aber wir müssen auch unser ganzes eigenes Wissen einbringen, um den SV Scherpenberg zu schlagen“, so der Coach. Die Trainingswoche mit verschiedenen Schwerpunkten sei gut gelaufen, sagt von Kuczkowski. „Wir sind gut bis sehr gut vorbereitet“, so der Coach, der am Sonntag hundertprozentigen Einsatz von seiner Mannschaft erwartet. „Die Gier nach Erfolg muss groß sein. Die Motivation muss bei uns größer sein, als beim SV Scherpenberg“, fordert der Trainer.

Wenngleich Scherpenberg den Klassenerhalt bereits gesichert hat, erwartet von Kuczkowski keinen Gegner, der nur für einem lockeren Saisonausklang nach Kalkar reist. „Scherpenberg wird sich nicht hängen lassen“, glaubt der Trainer der Schwarz-Gelben. Dass ein motivierter SV Scherpenberg keine leichte Aufgabe ist, haben die Bullen zuletzt Anfang März erfahren: Da wurde das Hinspiel auf der Scherpenberger Asche nachgeholt – und Hö.-Nie. unterlag mit 1:3. Personell sieht es insgesamt gut aus im Kader der Schwarz-Gelben: Einzig hinter Außenverteidiger Ribene Nguanguata steht vor dem Entscheidungsspiel gegen den SV Scherpenberg noch ein Fragezeichen.

„Ansonsten sind alle an Bord – das ist wichtig in dieser Saisonphase und auch nicht selbstverständlich. Ein Zeichen dafür, dass wir gut trainiert haben“, sagt Thomas von Kuczkowski. Dass gegen den SV Scherpenberg auf der Ersatzbank von Hö.-Nie. keine gähnende Leere herrschen wird, ist umso wichtiger, als am Sonntag Temperaturen bis 30 Grad in Kalkar erwartet werden. Eine schweißtreibende Angelegenheit dürfte der Saisonendspurt für die Schwarz-Gelben aber ohnehin wieder werden – schließlich geht es um nicht weniger als den Verbleib in der Landesliga.