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Lokalsport: Hö./Nie. sorgt für Paukenschlag

Lokalsport : Hö./Nie. sorgt für Paukenschlag

Fußball-Oberliga Niederrhein: Beim Tabellenzweiten Turu Düsseldorf setzten sich die Schützlinge von Trainer Georg Mewes gestern Abend überraschend mit 1:0 durch. Heinrich Losing gelang per Kopf der entscheidende Treffer.

Totgesagte leben länger: Der SV Hönnepel/Niedermörmter landete gestern Abend einen Überraschungscoup im Oberliga-Abstiegskampf. Beim Tabellenzweiten Turu Düsseldorf setzte sich der Außenseiter verdient mit 1:0 durch.

Gegenüber dem wichtigen 1:0-Erfolg in Hamborn hatte Hö./Nie.-Trainer Georg Mewes an der Feuerbachstraße nur eine Umstellung vorgenommen. Für Joel Schoof rückte Benjamin Venekamp in die Anfangsformation.

Es waren gerade mal drei Minuten gespielt, da forderte der Gäste-Anhang vehement Foulelfmeter. Andre Trienenjost hatte einem abgeprallten Ball hinterhergesetzt und war dabei im Turu-Strafraum zu Boden gegangen. Die Pfeife von Schiedsrichter Tim Brüster blieb allerdings stumm. Zehn Minuten später durfte bereits gejubelt werden. Björn Bennis hatte eine Ecke von der linken Seite getreten, Kapitän Heinrich Losing stand mutterseelenallein am zweiten Pfosten und konnte ungehindert zur 1:0-Führung des SV Hönnepel/Niedermörmter einköpfen (13.). Turu zeigte sich wenig beeindruckt vom Rückstand und hatte die erste Chance durch einen abgefälschten Schuss von Oliver Thederahn, der knapp am Pfosten vorbeistrich (15.).

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Bei Marc Beckert konnten sich die Gäste dann bedanken, dass den Düsseldorfern nicht der Ausgleich gelang. Der Youngster rettete für seinen geschlagenen Torwart Jan Terhorst auf der Linie (19.). Abermals Thederahn war es, der freie Schussbahn hatte, aber kläglich vergab (26.). Auf der Gegenseite musste Turu-Schlussmann Jonas Agen schon sein ganzes Können demonstrierten, um einen weiteren Treffer der Mewes-Schützlinge zu verhindern. Per Glanzparade faustete er einen Haddad-Kopfball nach Mikolayczak-Freistoß an die Latte (30.). Turu hatte zwar in den ersten 45 Minuten leichte optische Vorteile, doch war die Abwehr um Heinrich Losing sattelfest und somit die 1:0-Pausenführung auch verdient.

Und auch im zweiten Durchgang blieb der Tabellenzweite vieles schuldig. Ganz anders der SV Hö./Nie., der Pech hatte, dass Beckerts Schuss vom Innenpfosten wieder ins Feld prallte. Daniel Boldt hatte die Vorarbeit geleistet (54.). Düsseldorf drängte in der Folgezeit auf den Ausgleich, freilich ohne durchschlagenden Erfolg. Engin Cicem zielte über den Kasten (80.) und scheiterte in der 89. Minute an Keeper Terhorst. Die vierminütige Nachspielzeit war nichts für schwache Nerven. Erst zögerte der eingewechselte Giovanni Vaccarello in aussichtsreicher Position zu lange (90+1), dann köpfte Sebastian Schweers in buchstäblich letzter Sekunde auf Torwart Jan Terhorst (90+4). Dann war Schluss an der Feuerbachstraße und die Gäste durften sich über einen unverhofften Dreier freuen.

(RP/rl)